Twitter - Das Gezwitscher im Web genau erklärt - Wiki

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Twitter ist zu einer der beliebtesten Plattformen im Netz geworden. Wir verraten euch wie alles begann und was euch beim Gezwitscher so alles erwartet

Twitter - Alles was man wissen muss

Der Dienst Twitter ist ein System, mit dem das Mikroblogging möglich ist. Der Begriff Twitter steht im Englischen für Gezwitscher. Alle Nachrichten haben die Form eines Telegrammes und werden in Echt-Zeit übertragen. Diese sehr kurzen Beiträge werden dabei als Tweets bezeichnet. Für die Nutzung von Twitter ist eine Anmeldung erforderlich.

So fing alles an

Der Dienst Twitter wurde im März 2006 gegründet. Damals wurde er noch als twttr bezeichnet. Der erste Tweet überhaupt wurde vom Gründer des Dienstes, Jack Dorsey, gesendet. Der Satz lautete "just setting up my twttr". Mit Daten vom April 2015 sollen insgesamt 288 Millionen Privatpersonen und Unternehmen den Dienst verwenden. Diese werden bei Twitter als Follower, also Folgende bezeichnet. Der Terminus ist in dieser Art nur bei Twitter zu finden.

Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US90184L1026
Gründung 2006
Sitz San Francisco, Vereinigte Staaten
Leitung Jack Dorsey, Dick Costolo
Mitarbeiter etwa 2700  (2014)
Umsatz 665 Mio. US-Dollar  (2013)
Branche Softwareentwicklung
Website twitter.com

Twitter im Web

Im Netz gilt Twitter zum Teil als soziales Netzwerk, wobei viele es aber auch als eine Art Online-Tagebuch ansehen. Dieses ist öffentlich, kann in manchen Bereichen aber auch auf privat umgestellt werden. Die Plattform wird dabei nicht von privaten Personen, sondern auch von Firmen, Medien und Organisationen verwendet. Über diese werden in der bekannt kurzen Form Nachrichten und Mitteilungen sowie neuste News verbreitet. Eine Nachricht kann dabei maximal 140 Zeichen umfassen. Hier besteht also eine konkrete Abgrenzung zu anderen Diensten wie etwa Facebook.

Das Anmeldeverfahren

Um sich bei Twitter Anmelden zu können, muss eine Mail-Adresse vorhanden sein. Diese darf im Vorfeld noch nicht bei twitter registriert gewesen sein. Zudem muss sich jeder User einen Nutzernamen zulegen, welcher ebenfalls noch keine Entsprechung in der Datenbank gefunden haben darf. Auch muss ein privates Passwort festgelegt werden, um den Zugriff dritter auf das eigene Profil zu verhindern. Die Angabe des vollständigen Namens ist verpflichtend, wobei der jeweilige User aber selbst darüber entscheiden kann, ob er diesen Anzeigen lassen möchte oder nicht. Eine weitere Funktion erfüllt dieser nicht - eine Identifizierung findet im Fall der Fälle über die verwendete IP-Adresse statt.

Die Tweets

Wie bereits erwähnt, sind alle Tweet bei Twitter auf 140 Zeichen beschränkt. Dabei darf nur Unicode verwendet werden. Alle Einträge sind dabei für jeden sichtbar, was auch für Nutzer gilt, die keinen Account bei Twitter besitzen. Der Tweet selbst kann aus Text, Links, Bildern, Standorten oder Hashtags bestehen. Dabei werden die jeweiligen Einträge zuerst den eigenen Followern angezeigt. Über diverse Links können diese aber auch auf der gesamten Plattform oder im Internet verbreitet werden. Dabei nehmen die Tweets oft die Form eines Tagebucheintrages an, denn sie werden in der Regel aus der Ich-Perspektive geschrieben. Die liegt auch darin begründet, dass es sich meist um Meinungen, eigene Gedanken oder aktuelle Aktivitäten handelt.

Konversationen

Des Weiteren können aber auch komplette Konversationen geführt werden, wobei diese an die SMS erinnern. Entsprechende Kommentare können ähnlich wie bei Facebook geliket oder geteilt werden. Dabei wird der Verfasser eines Tweets als Twitterer bezeichnet. Dieses Prinzip des Mikroblogging ist ein einfaches Medium, zur Darstellung von eigenen Meinungen oder Ansichten. Allerdings können nur jene die Beiträge auch kommentieren, die ebenfalls über ein Konto bei Twitter verfügen. Hat ein User über eine lange Zeit Beiträge erstellt, so wird diese Liste als Timeline bezeichnet. Die Tweets können dabei auch geschützt werden, sodass nur eigene Follower die Beiträge sehen und kommentieren können. Der Begriff Tweet wurde am 8. Januar 2010 zudem mit der Auszeichnung Word of the Year von der American Dialect Society geehrt.

Twitter Hashtags

Ein Hashtag dient dazu, ein Wort oder eine bestimmte Anzahl von zeichen zu markieren und diese im Text hervor zu heben. Dabei wird der jeweilige Terminus mit einer Raute markiert. Die Hashtags werden bei Twitter direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt. Auf diese Weise kann das System alle Zeichen, welche mit einem Doppelkreuz oder eben einer Raute gekennzeichnet sind, als Hashtags erkennen. Als Einschränkung muss man hier allerdings in Kauf nehmen, dass der markierte Bereich weder Leerzeichen noch ander Satzzeichen beinhalten darf.

Das Retweeten

Einen bereits bestehenden Tweet kann man auch Retweeten. Dies bedeutet, dass der Tweet mit den Followern der eigenen Liste geteilt wird. In der mobilen Version der Plattform - also über die jeweiligen Apps - kann ein Tweet sogar zitiert werden. Diese Funktion ist über die normale Webplattform nicht möglich. Über das Smartphone oder Tablet kann also ein Retweet mit Kommentar bei Twitter erstellt werden.

Die Favoriten bei Twitter

Mittels eines kleinen Sternsymbols, kann ein Tweet bei Twitter auch zu den Favoriten hinzugefügt werden. Das Festlegen als Favorit bedeutet in der Regel, dass einem Nutzer der Inhalt eines Tweets besonders gefällt. Andere Gründe können aber auch die Erinnerung an bestimmtes Ereignis oder aber das Merken für später sein.

Die Follower bei Twitter

Wer stets wissen will, was ein bestimmter Nutzer auf Twitter postet, kann diesem auch folgen. In einem solchen Fall wird man als Follower bezeichnet. Von diesem Zeitpunkt an erscheinen die Tweets des Nutzers auch in der eigenen Timeline und können wie die eigenen Beiträge gelesen werden. Somit muss man nicht stets das Profil des jeweiligen Users aufrufen.

Eigene Listen anlegen

Wer nur die Beiträge einer festgelegten Gruppe von Personen bei Twitter sehen möchte, kann auch eine eigene Liste anlegen. Hierzu muss ein Listenname mit maximal 25 Zeichen vergeben werden. Auch eine Beschreibung kann hinzugefügt werden, ist aber optional. Nun muss nur noch festgelegt werden, ob die Liste als privat oder öffentlich behandelt werden soll. Ist sie öffentlich, können auch andere Personen diese Liste von einem selbst Abonnieren. Zum Einsehen der Liste bedarf es dann nicht mal eines Accounts bei Twitter, man muss lediglich den Link zu der Liste kennen.

Direkte Nachricht

Eine Nachricht kann über den internen Chat von Twitter auch direkt an einen anderen Nutzer gesendet werden. Hier gibt es dann auch keine Zeichenbegrenzung.

Das Archiv

Wer seine Tweets bei Twitter direkt auf seinem eigenen PC archivieren möchte, der kann alle Tweets seiner Timeline in eine einzige Datei exportieren lassen. Auf diese Weise kann man sich diese auch Offline immer wieder durchlesen, denn die Tweets werden in einem Standard-Textformat gespeichert. Zum Lesen ist also keine spezielle Software erforderlich. Vielmehr können die Tweets einfach mit einem Schreibprogramm aufgerufen werden.

Spezielle API

Eine direkte Schnittstelle für Programmierer ermöglicht es zudem, über Twitter vielen Diensten die Nachrichten und Tweets zur Verfügung zu stellen. Umgekehrt können die Daten dann von den externen Diensten auch wieder zurückübertragen werden, sodass alle Plattformen immer auf dem aktuellen Stand sind. In den USA, in Indien und in Kanada können die User auch per SMS kommunizieren. Auch RSS kann verwendet werden. Zudem gibt es noch einige Applikationen für den Desktop.

Die Twitterwall

Auch die Twitterwall kommt gerne zum Einsatz. Diese wird vor allem auf Veranstaltungen genutzt, um Tweets, welche über einheitliche Hashtags verfügen, für alle Teilnehmer lesbar zu machen.

Der Tweet der Woche

Der jeweilige Tweet der Woche, kann einem User auch per Mail übersandt werden. Auf diese Weise erhält man eine vollständige Übersicht über die wesentlichen Tweets der Profile, denen man selber folgt, oder die besonders häufig geteilt wurden. Seit dem Jahr 2012 werden Links auch in Bilder umgewandelt und können so schon im Vorfeld eingesehen werden. Diese Funktion ähnelt jener bei Facebook. Zudem kann man in der mobilen Version auch eine direkten Video-Livestream schalten.

Technische Grundlagen

Heute basiert die gesamte Seite auf Java. In der ursprünglichen Version von allerdings Ruby verwendet, welche dann auch für die Zustellung der Nachrichten verantwortlich war. Allerdings traten hier Probleme mit der Skalierung auf, sodass das gesamte Script in Scala neu geschrieben werden musste. Die Benutzeroberfläche wird von dem Framework Bootstrap erzeugt, welches eigens für Twitter entwickelt wurde. Allerdings kann jeder von diesem System profitieren, denn es kann auch als Open-Source-System herunter geladen werden.

Datenschutz

Bei Twitter werden natürlich auch personenbezogene Daten erhoben. Diese werden vom Netzwerk auch an dritte weitergegeben, wobei im Vorfeld allerdings die Zustimmung des Nutzers erforderlich ist. Twitter behält sich sogar das Recht vor, diese an andere weiterzuverkaufen, sofern das Unternehmen den Besitzer wechseln sollte. In diesem Sinne die Datenschutzpraktiken von Twitter doch etwas fragwürdig und liefern häufig Anstoß für massive Diskussionen.

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