Outlook.com Test: Kostenloses E-Mail-Angebot von Microsoft

Outlook.com

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Outlook.com ist ein modernes Mailsystem, das mit zahlreichen nützlichen Features ausgestattet ist. Ein genauer Blick auf die Details lohnt sich!

Wer ein modernes Mailsystem braucht, kann problemlos auf Outlook.com zählen

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Wer sich nach kostenlosen E-Mail-Programmen und -Systemen umsieht, sollte Outlook.com keinesfalls vergessen. Der Onlinedienst von Microsoft wartet mit allerlei zuverlässigen Diensten und praktischen Highlights auf. Unter anderem gibt es massenhaft Platz für das Speichern von Mails und weiteren Daten der Nutzer.

Outlook.com – der Nachfolger von MS Live Hotmail

Wer bisher schon mit MS Live Hotmail gearbeitet hat, wird sich sicherlich auch Outlook.com ganz genau ansehen. Der bisherige Dienst unter dem Label „Hotmail“ wird jetzt durch die neue Outlookvariante im Netz abgelöst. Das Programm kann kostenlos genutzt werden und hat viele Vorzüge. Das System sieht gut aus und passt sich mit seinem Look dem Stil von Windows 8 an. Es gibt viele klare Linien und schicke Farben, die für eine gute Orientierung sorgen. Wer gerne viel mit Freunden und Bekannten kommuniziert, freut sich beispielsweise über die nahtlose Integration von Skype. Ebenfalls hilfreich ist es, dass die Mails ohne Mehrkosten auch über IMAP abgerufen werden können.

Outlook.com: Ein smartes System im neuen Look

Es gab verschiedene gute Gründe dafür, Outlook.com in dieser neuen, verbesserten Version auf den Markt zu bringen. Dies lag vor allem an den zahlreichen nicht mehr ganz modernen Features des bisherigen Mailsystems von Microsoft. Windows Live Hotmail war ganz einfach nicht mehr am Puls der Zeit und teilweise so komplex geworden, dass eine Arbeit am bestehenden System wenig Sinn gemacht hätte. Windows 8 bot eine gute Basis für das Design, ebenso boten sich andere Integrationen an, zum Beispiel die von OneDrive.

Wichtige Fakten zum Datenvolumen

Wer kostenlos mit Outlook.com arbeiten möchte, muss keine wesentlichen Einschränkungen gegenüber bezahlten Systemen hinnehmen. Dafür sorgen zum Beispiel die 15 Gigabyte Datenspeicher für Mails. Wer gerne große Anhänge verschickt, kann dies mit einer Größe von bis zu 25 Megabyte tun. Wer mehrere Gigabyte versenden möchte, kann auch OneDrive nutzen, den Nachfolger von Skydrive. Die praktische Festplatte im Internet erlaubt Anhänge, die bis zu zehn Gigabyte groß sind.

POP3-Nutzung ohne Kosten möglich

Wer die Welt von Microsoft gerne nutzt, kann sich bei Outlook.com auf den gewohnten Look und auf die bereits bekannten Apps verlassen. Die sogenannten „Office Web Apps“ sind jederzeit bereit und links oben zu erreichen, wenn sich der Nutzer in seinen Account eingeloggt hat. Hier steht also alles zur Verfügung, was der klassische Microsoft-User braucht. Im Einzelnen sind das OneNote, Word, Excel und PowerPoint. Darüber hinaus haben die Anwender auch den vollen Zugriff auf OneDrive und können den gewohnten Kalender und die Kontakte nutzen. Wer eines der Programme starten möchte, klickt ganz einfach auf die dazu passende Kachel. Die Anwendung öffnet sich in einem separaten Fenster und lässt sich dann ganz smart bedienen. Als man sich zum Relaunch von Outlook entschloss, startete man auch ein Redesign des gewohnten Kalenders. Darüber hinaus ist die Arbeit mit den Kontakten einfach, und zwar inklusive des Imports von Daten aus anderen Diensten – von Facebook über Twitter, Google und LinkedIn bis hin zu Yahoo. Wer sich bei anderen E-Mail-Programmen immer über eine gewisse Unübersichtlichkeit aufregt, kann bei dieser Outlookvariante im Internet ganz einfach durchatmen. Die Navigation ist schick und gut zu durchblicken. Hier merkt man, dass sich die Verantwortlichen voll und ganz auf das Wesentliche konzentriert haben. Auf der linken Seite haben Anwender den Zugriff auf den Posteingang und natürlich auch auf die klassischen Unterordner wie die für Entwürfe oder Spam-Mails. Auch eine Navigation im oberen Bereich ist vorhanden. Diese erscheint aber der bessere Übersicht wegen erst dann, wenn man eine Mail ausgewählt hat oder wenn man gerade dabei ist, eine neue Mail zu schreiben.

Multimedia mit Outlook.com? Kein Problem!

Videos und Fotos gehören heute ganz klar in den Alltag jedes Internetnutzers. Daher haben auch die Verantwortlichen von Outlook.com nützliche Kombinationen zwischen ihrem E-Mail-System und den modernen Kommunikations- und Videoplattformen geschaffen. Natürlich kann man vom System aus ganz einfach Youtube-Dateien öffnen, und zwar unmittelbar vom eigenen Postfach aus. Darüber hinaus gibt es Schnittstellen zu Flickr. Der Nutzer liebt es, Facebook zu nutzen? Auch das ist denkbar einfach, denn die aktuellsten Aktionen werden direkt im neuen Online-Outlook angezeigt. Auch Kommentare sind möglich und es kann nach Herzenslust geteilt werden. Da auch Skype mittlerweile Teil des Microsoft-Imperiums ist, gibt es auch hier eine harmonische Verbindung. Man kann über Outlook eine Skype-Unterhaltung starten und sogar einen Live-Chat über das neue System vornehmen. Alles ist eins im neuen Outlook.

Einfach zu Outlook.com wechseln

Es ist glücklicherweise nicht schwierig, Outlook.com als neuen Dienst für die eigene Kommunikation zu benutzen. Wer gerne umsteigen möchte, kann einen der praktischen Sammeldienste für Daten nutzen. Als Nutzer sollte man zunächst das Abrufen von Mails über externe Dienste einrichten. Als Alternative ist es auch denkbar, dass die Outlook-Mails weitergeleitet werden.

Werbung und Datensicherheit

Wie viele Daten wann vom wem wohin geschickt werden und wie sicher die Informationen sind, die auf der E-Mail-Plattform gespeichert werden, interessiert die meisten Nutzer sehr. Daher soll auch hierauf ein Blick geworfen werden. Doch zunächst zu den mit Outlook.com verwendbaren Protokollen für die E-Mail-Verarbeitung. Damit die Mails über eine Desktoplösung genutzt werden können und damit sie auch auf Tabletcomputern und auf Smartphones gelesen werden können, sind solche Protokolle notwendig. Einige E-Mail-Anbieter erlauben lediglich POP3, bei Microsoft ist aber auch IMAP kostenlos erhältlich. Dies ist durchaus eine Besonderheit und ein Vorteil. Auch wer sich über zu viel Werbung sorgt, die das Postfach überschwemmen könnte, kann beruhigt sein. Es wird nicht allzu viel werden. Ganz werbefrei wird die Angelegenheit allerdings nur, wenn man sich für die bezahlte Variante von Outlook entscheidet, die für 20 Euro pro Jahr zu haben ist. Schließlich soll noch auf die Thematik der Mailkontrolle verwiesen werden. Selbstverständlich haben auch hier die Strafverfolgungsbehörden gewisse Rechte, denen man mit der Nutzung von Outlook keineswegs entgeht. Da sich der Firmensitz in den USA befindet, gilt hier der sogenannte „Patriot Act“. Das Unternehmen muss also personenbezogene Daten an die Behörden weitergeben, wenn dies verlangt wird. Über die Speicherorte der Daten (Mails und weitere Nutzerdaten aus dem Account) ist keine genaue Auskunft zu erlangen.

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Dass die Polizei und andere Behörden im Ernstfall Zugriff auf die eigenen Daten erhalten, ist den meisten Anwendern klar und wird in der Regel auch nicht als besonders kritisch empfunden. Doch wie sieht es mit dem unberechtigten Zugriff auf die eigenen Informationen aus? Hier ist immer Vorsicht geboten. Bei Microsoft hat man das Thema allerdings recht gut im Griff, wie es scheint. Gerade in den zuletzt vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen stark mit dem Thema befasst und in Sachen Schutz neue Vorkehrungen geschaffen. Unter anderem meldet man sich unter Nutzung aktueller Verschlüsselungstechniken bei Outlook im Netz an und nutzt die verschlüsselte Datenübertragung. Die Mails werden unter Nutzung von SSL abgerufen. Falls die Daten „unterwegs“ dennoch abgegriffen werden sollten, dann müssen sie noch entschlüsselt werden. Auf dem Microsoft-Server liegen sie dagegen unverschlüsselt, was manche User durchaus als Schwachstelle betrachten.

Unterwegs die Mails checken

Die meisten Menschen rufen heute ihre Mails auch unterwegs ab, zum Beispiel mit ihrem Smartphone oder mit einem Tablet oder Laptop. Outlook.com stellt dabei keine Hürde dar. Man kann die E-Mail-Adresse beispielsweise im normalen E-Mail-Client des Geräts hinterlegen und hat dann alle Vorteile, die ein solches System bietet, das komplett auf seine Hardwareumgebung abgestimmt wurde. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Anwendungen für die unterschiedlichen Plattformen, zum Beispiel OWA für iPhone oder eine App für Android. Allerdings muss man für OWA ein Office 365-Abo haben, das nicht kostenlos ist.

So hilft Microsoft bei Problemen

Wie die meisten Onlinedienste bietet auch Outlook eine Möglichkeiten an, um häufig gestellte Fragen und die passenden Antworten zu finden. Darüber hinaus gibt es eine Hotline und ein Forum für Menschen, die Fragen zur Software haben. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann die Telefonnummer 01806/67 22 55 nutzen oder sich via support.microsoft.com melden. Allerdings sind die Anrufe kostenpflichtig – es werden aus dem deutschen Festnetz 20 Cent berechnet, aus dem Mobilfunknetz sind es in der Regel 60 Cent pro Anruf (maximal).

Pro und Contra – Outlook in der Gesamtbewertung

Auf einen Blick fallen besonders die folgenden Vorteile auf: Wer Outlook über das Internet nutzt, kann auf einen umfassenden Speicher zurückgreifen und hat seine Daten sehr schnell und übersichtlich im Blick. Darüber hinaus existiert durch die Einbindung in die Windows-Welt auch eine sehr gut Verzahnung mit aktuellen Cloud-Diensten. Praktisch ist – die sonstige Nutzung von Office vorausgesetzt – auch die optimale Verbindung zu Word, Excel und Co. Nicht ganz so angenehm ist es, dass nicht die deutschen Datenschutzregelungen gelten, sondern die amerikanischen. Darüber hinaus werden die Mails auf den Servern des Softwarekonzerns unverschlüsselt aufbewahrt, was man durchaus als Schwachpunkt interpretieren kann.

Ein Programm, auf das man sich verlassen kann

Alles in allem ist die Onlinevariante Outlook.com heute ein E-Mail-Dienst, der auch in der kostenlosen Version viele überzeugende Features mitbringt. Gerade gegenüber den Vorgängerversionen ist diese Variante äußerst angenehm zu bedienen und bietet so gut wie alles, was sich Internet- und Mailnutzer heute wünschen.

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