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Nokia

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Was ist Nokia für ein Unternehmen und welche Produkte stellt es her? Nicht nur Handys und Smartphone gehören zum Angebot, auch Netz- und Kartendienste gehören dazu.

Was genau ist Nokia?

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Nokia gehört zu der Kategorie der Telekommunikationsunternehmen und hat den Sitz in Espoo (Finnland). Das Unternehmen ist vor allem bekannt geworden, als Hersteller von Nokia Handy und Nokia Smartphone. Als Betriebssystem verwendet Nokia Symbian. Seit dem Jahr 2011 rüstet der Hersteller seine Nokia Handys und Nokia Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone aus. 2014 im April hat Nokia seine Sparte Mobilfunk dann an das Unternehmen Microsoft verkauft und sich mehr auf die Bereiche Kartendiente und Netzwerke konzentriert. Zu den Diensten gehört auch „HERE“, welches auf Mobiltelefonen und Navigationsgeräten verwendet wird.

Nokia Oyj

  • Rechtsform : Osakeyhtiö (Aktiengesellschaft)
  • ISIN : FI0009000681
  • Gründung : 1865 / 1967
  • Sitz : Espoo, Finnland
  • Leitung : Rajeev Suri (CEO)
  • Mitarbeiter : 57.566 (2014)
  • Umsatz : 12,732 Mrd. Euro (2014)
  • Aktienkurs : NOAA (XETRA) 6,45 € (12. Juni, 09:58 MESZ - Haftungsausschluss)
  • Branche : Netzwerktechnik/Telekommunikation, Datendienste
  • Website : company.nokia.com

Der Hersteller Nokia in Deutschland

1988 übernahm Nokia von der Elektrik Lorenz AG den Audio und Video Bereich. Dazu gehörten Standorte in Bochum, Geroldsgrün und Esslingen. Anfang 1990 erwarb der Konzern dann einige Teile von Philips Kommunikations Industrie GmbH, wo auch Glasfaserkabel hergestellt wurden.

Nokia Smartphone

Die Geschäftsbereiche firmieren seit 1999 unter dem Namen Nokia GmbH. Im Jahre 2007 wurden allein in Deutschland 33 Mio. Mobiltelefone verkauft, was einen Anteil am Weltmarkt von gut 3 Prozent ausmachte. Weltweilt waren gut 40 Prozent der Geräte von Nokia. Von den insgesamt 4.500 Arbeitsplätzen in Deutschland, wurden allein in Bochum jede zehnte Stelle abgebaut und dafür Leiharbeiter eingestellt. 2008, am 15. Januar gab Nokia dann die komplette Schließung von dem Werk in Bochum bekannt und verlagerte die Produktion ins Ausland (Rumänien und Ungarn). Der damalige Ministerpräsident (Jürgen Rüttgers von NRW) kommentierte dieses Vorhaben mit den Worten „Subventions-Heuschrecke“. Nach sehr zähen Verhandlungen wurde das Bochumer Werk am 30. Juni 2008 endgültig geschlossen.

Nokia Handy

Im Jahre 2008 sank der Umsatz von Nokia in Deutschland und über 18 Prozent und auch der Marktanteil gab bis auf 36 Prozent nach. In Westeuropa sankt der Anteil allerdings nur um etwa zwei Prozent. Diese Zahlen waren vor allem durch den Imageschaden begründet, wobei die Werksschließung in Bochum gemeint war. Nokia kündigte die Schließung vom Forschungs- und Entwicklungsstandort Ulm Ende 2012 an. Hier waren etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt. Auf der Gesellschafterversammlung am 19. November 2013 wurde eine Sitzverlegung von Bochum nach Ratingen beschlossen. Durch die Übernahme von Microsoft wurde die Handysparte eine Tochterfirma von Microsoft.

Die einzelnen Standorte

Die Standorte von der Nokia GmbH in Deutschland: In Ratingen war die Deutschland-Zentral mit Vertrieb, Kundenservice, Verwaltung und Marketing. In Berlin gab es den Entwicklungsstandort für die Kartensoftware „Nokia Maps).

Nokia Mobiltelefone

Mobiltelefone, Handys und Smartphones von Nokia Für die jeweiligen Nokia Mobiltelefone verwendete Nokia ein Nummerierungsschema, welches nicht konsequent geführt wurde. Als Orientierung war die Nummer meistens vierstellig. Die erste Ziffer gab das jeweilige Telefon an, an weiteren Nummern waren ein Indikator für bestimmte Varianten und Funktionen. Die zweite Stelle gab immer die Bauform an, bzw. die Generation, wie zum Beispiel 6110-6210-6310 oder 3110-3210-3310-3410. Bei der dritten Stelle gab es Informationen über das mögliche Netz, wie zum Beispiel 6110 = D-Netz, 6130 = E-Netz, 6150 = Dualband. Allerdings gab es diese Unterscheidungen später nicht mehr. Bei der vierten Stelle handelte es sich meistens um eine „0“ und war für die Ausstattung zuständig. Bei dem Modell 6681 im Vergleich zum 6680 gab es UMTS und eine Zweitkamera. Einige Modelle von Nokia hatten sogar noch eine fünfte Stelle mit einem „i“. Hier gab es Verbesserungen zum Vorgängermodell, wie zum Beispiel 6310-6310i, 6610-6610i. Hierdurch sollten erfolgreiche Modelle der aktuellen Technik angepasst werden. Die jeweiligen Modellnummern wurden in zwei Teilen ausgesprochen, wie zum Beispiel 6210 als Zweiundsechzig Zehn.

Nokia Modelle

Im Jahre 2010 war die vierstellige Namensgebung kann nicht mehr aktuell. Der Hersteller Nokia Deutschland setzte dann auf eine ganz andere Strategie mit vier Kategorien: Eseries, Cseries, Xseries und Nseries, sowie auf eine aufsteigende Zahlenfolge mit einem Suffix. 9xxx, die Communicator Series: Dazu zählten aufklappbare und große Smartphones mit einer kompletten Tastatur. 8xxx, die Premium Design Series: Hier wurden vor allem edle Design und Exklusives geboten. 7xxx, die Fashion Experimental Series: Hier gab es ungewöhnliche Designs und Formen. Neuartige Funktionen wurde bei dieser Serie zuerst implementiert, wie zum Beispiel beim Nokia 7110, welches das erste WAP fähige Handy war. 6xxx, die Classic Business Series. Diese Modelle waren für den geschäftlichen Einsatz vorgesehen. Sie boten ein schlichtes Design mit gedeckten Farben (Nokia 6150, 6210, 6680). 5xxx, die Active Series. Erst waren es Einsteigergeräte, später dann Outdoor Modelle. Mittlerweile haben die Telefone eine Ausrichtung auf ein Spezialgebiet. 3xxx, die Youth Expression Series. Früher waren dies die Prepaid Geräte, heute stellen sie die Modelle der mittleren Preisklasse dar (Nokia 3210, 3330, 3510). 2xxx, die Basic Expression Series. Hier gibt es einfache Modelle, teilweise mit einer Kamera ausgestattet. 1xxx, die Ultrabasic Series. Ganz einfache Modelle ohne viel Funktionsumfang. N-Gage: Die Kategorie der mobilen N-Gage Modelle

Baureihen

2006 bis 2011 Nseries, Explore: Eine Baureihe für High End Smartphones Eseries, Achieve: Modelle für Business Xseries, Live: Telefone mit hochwertigen Musikeigenschaften Cseries: Das Augenmerk liegt auf Telefone mit Connectivity 2011 bis 2014 Lumia: Nokia Modelle von Smartphones mit dem Windows Phone Betriebssystem Asha: Die Baureihe für recht günstige Telefone Ab dem Jahr 2014: Nokia Modelle können durch ein proprietäres Ladegerät aufgeladen werden. Dabei kann jedes Nokia Modell mit einem Ladegerät verwendet werden. Ganz aktuelle Modelle verwenden dazu einen Micro-USB-Anschluss für die Ladebuchse.

Nokia Deutschland

Bei Nokia Deutschland war es im Vergleich zu anderen Herstellern nicht möglich, den Akku, das Display oder auch bestimmte Gehäuseteile zu wechseln. Im Februar 2012 brachte Nokia Mobiltelefone ein Smartphone (Nokia 808) mit einer 41 Mio. Pixel Kamera auf den Markt. Hierzu wurde das Betriebssystem Symbian Belle verwendet. Einen Großteil der Smartphone Fertigung verlagerte Nokia nach Asien.

Video: Happy 150th Birthday Nokia

Der Nokia Store

Der Nokia Store, früher hieß dieser Ovi Store, stellte eine gegründete Vertriebsplattform vom finnischen Unternehmen Nokia dar. Diese wurde im Mai 2009 gegründet und stand für Inhalte wie Medien und Apps bei Mobilgeräten und ganz besonders für Modelle von Smartphones. Die verwendeten Inhalte darin, waren die verwendeten Betriebssysteme Maemo, Symbian, Meego und Series 40. Eine Umstellung kündigte Nokia im Mai 2011 für sämtlicher Ovi Dienste an. Dabei sollten in Zukunft sämtliche Unternehmensdienste „Nokia“ im verwendeten Namen tragen. Bereits im Oktober 2013 kam heraus, dass es ab dem 01.01.2013 keine neuen Updates und Apps im Nokia Store für MeeGo und Symbian mehr gibt und nicht mehr eingereicht werden. Allerdings bleiben bereits vorhandene Apps komplett erhalten. 2014 am 25. April Übernahme der Microsoft Konzern den Nokia Store im Rahmen der geplanten Übernahme für die Geräte Sparte von Nokia. Der Nokia Store gehörte nun an zur der Tochtergesellschaft Microsoft Mobile und wurde am 01.01.2015 ganz abgeschaltet. Einen Teil der verfügbaren Apps wird noch von Opera Mobile weiter verwendet. Allerdings wurden Apps der Betriebssysteme MeeGo und Maemo nicht übernommen.

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