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Die Mediathek - Was sind eigentlich Mediatheken und was kann man mit ihnen machen? Woher stammt die Definition? Alles erfahren Sie im folgenden Artikel.

Mediatheken - Was ist eigentlich eine Mediathek?

Mediatheken sind Internetportale oder Orte, an denen die unterschiedlichsten Medien auf verschiedene Arten genutzt werden können. In einer Mediathek kann auch ein Medium geliehen oder gekauft werden. Der Begriff Mediathek entstand aus der ursprünglichen Bezeichnung "Medien-Theke" und wurde in den 70er Jahren geprägt für Informations- und Bildungsmaterialien von Arbeitsämtern oder Schulen. Dies konnten mehr als reine Infobroschüren oder Texte herausgeben. So konnten zu dieser Zeit Mediatheken ebenfalls über Tonbänder, Filme und Dias verfügen. Damals wurde anstatt dem Begriff Mediathek auch gerne Midiothek verwendet. Auch in anderen Sprach klingt der Begriff Mediathek durchaus ähnlich. Im spanischen spricht man von Mediateca, im französischen von der Médiathèque. Die englische Bezeichnung Medithek konnte sich aber nicht durchsetzen. Hier spricht man von der Multimedia Library, wörtlich übersetzt: multimediale Bibliothek. Im chinesischem Sprachraum nennt sich die Mediathek genauso wie die Bibliothek: 图书馆.

Die Anfänge der Mediatheken

Bekannt gemacht wurden in Deutschland die Mediatheken durch die Bibliotheken. In den 80er Jahren begannen diese neben ihren Büchern auch noch andere Medien anzubieten. Darunter waren unter anderem Computerspiele, CDs oder auch Videokassetten. Auch wenn es zu dieser Zeit noch mehr Anbieter elektronischen Medien gab (zum Beispiel die Videothek) wurden diese nicht als Mediatheken bezeichnet, auch wenn sie Software, Spiele oder Filme anboten.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen und die Mediathek

Im Jahr 2007 wurde die ARD Mediathek vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorgestellt. Das veränderte die Bedeutung der Mediatheken und der Begriff wird seit dieser Zeit meist nur noch für multimedial aufbereitete Informationen aus dem Internet genutzt. Eines haben alle Mediatheken im Internet gemeinsam: Sie bieten ihren Besuchern die Möglichkeit zum Durchsuchen des Bestands ihrer Medien und gleichzeitig auch die Möglichkeit diese abzuspielen. Auch Verlage bietet meist solche Möglichkeiten, werden aber trotzdem nicht als Mediathek bezeichnet, auch wenn sie interaktive Elemente, Fotos, Texte oder Bewegtbilder auf ihrem Onlineportal anbieten.

Die Mediathek im Fernsehen

In den Netzwerk Mediatheken haben sich Bibliotheken, Archive, Museen und viele andere Einrichtungen zusammengeschlossen. Diese sammeln gemeinsam audiovisuelle Medien und machen diese dem Besucher über die Mediathek zugänglich. Dabei haben sich viele Mediatheken auf Sonderthemen spezialisiert. Das Bundesamt für Sport in der Schweiz BASPO hat die Sportmediathek Magglingen gegründet und sich auf das Thema Sport spezialisiert. In Südtirol gibt es in Meran die Mediathek für Sprachen.

Die Mediatheken im TV

Die Mediatheken des Fernsehens sind ein Angebot von fast allen großen TV-Sendern in Deutschland. Das Ziel dieser Mediatheken ist es, zeitunabhängig noch einmal über das Internet oder auf einem internetfähigen TV-Gerät ganze Sendungen oder auch nur einzelne Beiträge dem Besucher zur Verfügung zu stellen. Dies gilt als ein weiterer großer Schritt in Richtung Video-on-Demand (das Abruf-Fernsehen in der freien Übersetzung) im Internet. Der Begriff Mediathek bezeichnet aber auch weiterhin andere Anbieter wie Schulungszentren oder auch Bibliotheken.

Das Angebot und die Verfügbarkeit der Mediatheken

In den zahlreichen Mediatheken der verschiedenen Fernsehsender finden sich zurzeit aber noch nicht alle Sendungen des abgelaufenen Sendetages wieder. In den meisten Fällen, dies besonders bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten die etwas kleiner sind, findet sich in der Mediathek nur eine kleine Auswahl an ausgewählten Sendungen. Aus rechtlichen Gründen finden sich in den Mediatheken die Verfügbarkeit der Inhalte nur für den Zeitraum von sieben Tagen. Dies ist besonders oft bei Fernsehfilmen und Eigenproduktionen der Fall.

Die Technologie einer Mediathek

Damit die Medieninhalte über das Internet verbreitet werden können, wird in den meisten Fällen eine Streaming Media-Technologie eingesetzt. Bei dieser Methode wird auf der Seite des Anbieters der Mediathek auf dem eigenen Server eine Videodatei hinterlegt. Diese kann dann über die jeweilige Homepage des Senders vom Nutzer abgerufen und zeitunabhängig betrachtet werden. Um diese Videodatei betrachten zu können wird in den meisten Fällen keine zusätzliche Software auf dem PC des Besuchers benötigt und muss nicht installiert werden. Diese Videodatei kann üblicherweise über den Webbrowser abgerufen werden, wenn dieser in der Lage ist auch Flash Videos abzuspielen. Seit dem Jahr 2013 ist diese Funktion in allen aktuellen Browsern enthalten, so dass die Inhalte problemlos abgerufen und angeschaut werden können.

Die Mediatheken der privaten TV-Sender im Überblick nennen sich:

- Die Pro7 Mediathek

- Die Sat.1 Mediathek

- Die RTL Mediathek

- Die VOX Mediathek

- Die RTL 2 Mediathek

- Die ntv Mediathek

- Die Kabel.1 Mediathek

- Das N24 Mediencenter

- Die MTV Mediathek

Die öffentlich rechlichen TV-Sender und ihre Mediatheken im Überblick:

- Die ARD Mediathek

- Die ZDF Mediathek

- Die Bayern Übersicht Mediathek

- Die 3sat Mediathek

- Die WDR Mediathek

- Die ARTE Mediathek

- Die MDR Mediathek

- Die SWR Mediathek

- Die ORF Übersicht

- Das Schweizer Fernsehen

- Die NDR Mediathek

Sonstige Mediatheken

Neben den üblichen Mediatheken der Fernsehsender gibt es im Internet aber auch noch eine Vielzahl von Mediatheken, die sich auf Sondergebiete spezialisiert haben. Hierzu zählt die Microsoft Mediathek für Entwickler oder auch die Fan TV Mediathek

Wer bietet Mediatheken in Deutschland an?

Eine Mediathek wird von fast allen öffentlich rechtlichen TV-Sendern angeboten, wie man oben in der Übersicht erkennen kann. Aber nicht nur die öffentlich rechtlichen TV-Sender, sondern auch die privaten TV-Sender haben sich diesem Trend angeschlossen und bietet nun Mediatheken dem interessierten Besucher an. Der Aufbau der Mediatheken der verschiedenen Sender ist recht ähnlich. Die Inhalte richten sich nach dem ausgestrahlten Programm des jeweiligen Senders. Leider sind einige Angebote der Mediatheken auch kostenpflichtig, so dass man entweder eine monatliche Gebühr entrichten muss oder für einzelne Beiträge zahlt. Der private Sender RTL stellt viele seiner Inhalte aus dem TV-Programm auch auf das Videoportal Clipfish. Die meisten Sender nutzen allerdings die eigene Homepage, um die eigenen Sendungen oder auch nur Teile dieser und Programmausschnitte zu präsentieren.

Die Mediatheken einfach abrufen

Wer sich in einer Mediathek der TV-Sender umschauen möchte und dessen Inhalte ansieht, benötigt nur einen aktuellen Browser. Mittlerweile wurden aber auch schon spezielle Computer Programme auf den Markt gebracht, die es den Nutzer ermöglichen ganz einfach die Mediatheken abzurufen, ohne die Webseite des Senders besuchen zu müssen.

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