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Kabel Deutschland

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Kabel Deutschland

Kabel Deutschland ist ein börsennotierter Kabelnetzbetreiber - Mutter ist mit 76,57 % Aktienanteil die Vodafone Group - Fernsehen, Telefonie und Internet

Kabel Deutschland (KD) und Mutter Vodaphone

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Der börsennotierte Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland Holding AG sitzt in Unterföhring bei München. Der größte Aktionär ist bei 76,57 % Aktienanteil die Vodafone Group. Die Gruppe ist seit 1. April 2014 Muttergesellschaft.

Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000KD88880
Gründung 2003
Sitz Unterföhring, Deutschland
Leitung Manuel Cubero,Vorstandsvorsitzender
Dirk Barnard,Aufsichtsratsvorsitzender
Mitarbeiter 3.841 (2014/15)
Umsatz 2,021 Mrd. Euro (2014/15)
Branche Kabelnetzbetreiber
Website www.kabeldeutschland.com

Kabel Deutschland an der Börse

Kabel Deutschland ist im MDAX börsennotiert und betreibt in Deutschland das größte Kabelnetz mit etwa 8,3 Millionen Kabelanschlüssen in den Haushalten, ausgenommen Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie Baden-Württemberg. Das Kabelfernsehen bietet hochauflösendes (HD), digitales Kabelfernsehen (SD) und analoges Fernsehen. Der Kabelanschluss ermöglicht dem Unternehmen Breitband-Internet bis 200 Mbit/s und WLAN-Verbindungen sowie Festnetz-Telefonanschlüsse über Breitbandkabel, das sogenannte Next Generation Network (NGN). Auch Mobilfunk-Dienste werden über einen Partner angeboten.

Die Geschichte

Zu Beginn der 1980er-Jahre wurde das Breitbandkabelnetz in Deutschland von der Deutschen Bundespost erstellt und betrieben. Durch regulatorische Vorgaben wurde später ein Verkauf erzwungen. In der Vorbereitung hatte die Deutsche Telekom Ende 1999 den kompletten Bereich Breitbandkabelnetze ausgegliedert und baute ihn in die Kabel Deutschland GmbH (KDG), eine in ihrem Unternehmen neu geschaffene Gesellschaft ein.

Die operative Führung des Geschäfts

Die KDG nahm das Kabelgeschäft und die operative Führung in die Hand und teilte das Unternehmen auf in neun eigenständige Regionalgesellschaften. Die Regionalgesellschaften standen zum einzelnen Verkauf an Investoren zur Verfügung unter der Leitung der Abwicklung des verantwortlichen Ministerialdirektors Franz Arnold, der ehemals das Geschäft in der Telekommunikation der Deutschen Bundespost leitete.

Verkäufe und Regionalisierungen

Im Februar 2000 verkaufte die Deutsche Telekom zuerst die Kabelnetze der Kabel Tochter in Nordrhein-Westfalen, Kabel NRW GmbH & Co. KG, an Richard Callahan, einen US-amerikanischen Investor. Kabel NRW ist eine Tochtergesellschaft geworden der Callahan NRW. Sie gehört 55 % zu der Callahan & Associates , die ihren Sitz in Denver hat und zu 45 % Kabel Deutschland, der Telekom-Tochter. Die zweite Region war die Kabel Hessen, die an eine Investorengruppe ging, die unter Gary Klesch geführt wurde. Die Callahan & Associates erwarb im September 2001 auch in Baden-Württemberg von der Kabel BW die Kabelnetze. Die neuen regionalen Kabelgesellschaften bekamen später einen neuen Namen ish in NRW und iesy in Hessen, wobei es bei Kabel BW in Baden-Württemberg verblieb. ish und iesy wurden im Juni 2007 zusammengelegt in einer einheitlichen Marke Unitymedia.

Das Bundeskartellamt untersagte im Februar 2002, die verbliebenen sechs Gesellschaften zu verkaufen an Liberty Media, so hatte im März 2003 die Investorengruppe, die aus den Apax Partners und den Providence Equity Partners sowie den Goldman Sachs Capital Partners bestand, die Chance die sechs Gesellschaften zu erwerben und sie zu bündeln als Kabel Deutschland Gruppe.

In 2002 Beschäftigte das Unternehmen etwa 2400 Mitarbeiter, die einen Umsatz erzielten von rund einer Milliarde Euro mit etwa 10 Millionen Kunden.

Pilotprojekt unter dem Namen „Kabel Internet“

Kabel Deutschland startete in Berlin im Dezember 2003 ein Pilotprojekt unter dem Namen „Kabel Internet“ mit dem Fernsehkabel für den breitbandigen Internetzugang. Ein Jahr später folgen die vier weiteren Städte: Leipzig und Bayreuth und München sowie Saarbrücken. Der Regelbetrieb wurde Ende 2004 aufgenommen und begonnen, bundesweit Kabel Internet bereitzustellen.

Die Angebote von Kabel Deutschland

Der Unternehmenssitz von Kabel Deutschland ist im Januar 2004 von Bonn und Berlin verlegt worden nach Unterföhring. Kabel Deutschland brachte im April 2004 Kabel Digital BASIC sowie Kabel Digital BASIC Plus auf den Markt, zwei digitale Programmpakete, die für deutschsprachige Abonnenten bestimmt waren. Kabel Digital BASIC war das Startpaket, das eine Kombination enthielt von PREMIERE Start und 45 digitalen Radioprogrammen. Darüber hinaus bietet es den Zugang zu den beiden Paketen TV-auf-Abruf: PREMIERE Direkt sowie PREMIERE Erotik. In Digital BASIC Plus waren sieben Spartensender zusammengefasst: E! Entertainment Television und Fashion TV und Kinowelt und Meteos TV und Motors TV und Planet sowie Trace.TV. Die Kunden konnten für 99,00 Euro den DC220KKD, den Kabel-Digital-Receiver erwerben, den der britische Hersteller Pace produziert. Die Bayerische Landeszentrale, die für Neue Medien (BLM) zuständig ist, hat zudem am 27. Juli 2004 von Kabel Deutschland den elektronischen Programmführer (EPG) freigegeben.

Das Kabel Digital HOME hat Kabel Deutschland im September 2004 mit anfangs erst einmal 20 zusätzlichen Programmen gestartet, darunter war 13th Street Universal sowie Sci Fi Channel.

Übernahmen, Verkäufe und Aktien

Die Investmentgesellschaft Providence Equity Partners übernahm im Februar 2006 die Anteile, die die bisherigen Mitgesellschafter Apax sowie Goldman Sachs Capital Partners hielten. Danach hatte die Gesellschaft über 95 Prozent der Anteile. Der Gang an die Börse erfolgte im März 2010 in Frankfurt. Dabei wurden rund 34,5 Mio. Aktien ausgegeben, was etwa 760 Mio. € einbrachte. Kabel Deutschland wurde am 21. Juni 2010 in den MDAX aufgenommen.

Kabel Deutschland wollte im Mai 2012 den Kabelanbieter Tele Columbus übernehmen für 603 Millionen Euro . Tele Columbus hat seinen Sitz in Berlin und etwa 1,7 Millionen Kunden. Da das Bundeskartellamt zu hohe Auflagen stellte, wurde die Übernahme abgesagt im Februar 2013.

Das Unternehmen hatte zum 30. Juni 2012 eine auf rund 13,7 Millionen gestiegene Anzahl Abonnenten , darunter waren ein Drittel Abos aus den Kombidiensten aus Kabelfernsehen und Internet sowie Telefon.

Der britische Vodafone-Konzern gab im Juni 2013 bekannt, dass er ein Übernahmeangebot für die Aktionäre von Kabel Deutschland habe. Mit der erforderlichen Resonanz von 75 Prozent fand das Vorhaben die erforderliche Mehrheit und die EU-Kommission genehmigte die Übernahme im September 2013. Am 14. Oktober 2013 erklärte Vodafone offiziell, man habe bereits 76,6 Prozent des Aktienkapitals erwerben können zu einem Pries von 10,7 Milliarden Euro.

Vodafone und Kabel Deutschland

Vodafone und Kabel Deutschland haben seit 1. April 2014 einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Damit ist Kabel Deutschland nicht mehr unabhängig, sondern eine Tochter von Vodafone. Die beiden Unternehmen bleiben allerdings unabhängig voneinander bestehen und vorerst weitergeführt. In einer gemeinsamen Internetseite kann man aber bald die Produkte von dem jeweils anderen Unternehmen erwerben, die in dem eigenen Shop verfügbar sind. Die Netze werden Stück für Stück allmählich zusammenwachsen, damit Synergieeffekte geschaffen werden. Langfristig werde Vodafone die Marke Kabel Deutschland, wie angekündigt, gegenüber seinen Endkunden nicht mehr verwenden.

Der Kabel Deutschland Vorstand

Der Vorsitzende im Kabel Deutschland Vorstand ist seit April 2014 Manuel Cubero. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Erik Adams und Gerhard Mack sowie Andreas Siemen.

Der Kabel Deutschland Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat von Kabel Deutschland sitzen folgende Mitglieder: Jens Schulte-Bockum, der Vorsitzende im Kabel Deutschland Aufsichtsrat seit 2013 und Joachim Pütz, der stellvertretende Vorsitzender und Susanne Aichinger, die Vorsitzende des Konzernbetriebsrats und Annet Aris und Dirk Barnard und Anna Dimitrova und Petra Ganser und Irena Gruhne, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats KDK und Ronald Hofschläger und Florian Landgraf und Thomas Nowak sowie Karsten Pradel.

Kennzahlen von Kabel Deutschland

In Geschäftsjahr 2014/15 lag der Umsatz der KD zum 31. März 2015 bei 2.020,7 Millionen Euro nach IFRS, im Vorjahr waren es 1.900,2 Euro. Man hatte einen Gewinn verbucht von 238,9 Millionen Euro in diesem Zeitraum bei 68,2 Mio. Euro Verlust dagegen im Vorjahr. Das ergab einen durchschnittlichen Umsatz pro Kunde, der ARPU belief sich auf 18,34 Euro pro Monat, im Vorjahr waren es 17,11 Euro. Zum Stichtag hatte die KD 8,308 Millionen angeschlossene Haushalte, im Vorjahr waren es 8,344 Haushalte, Premium Premium-TV-Abonnements waren davon 2,526 Millionen, im Vorjahr 2,302 Millionen und dazu kamen 5,175 Millionen Internet- sowie Telefon-Kunden, im Vorjahr 4,309 Millionen.

Die Flächendeckung des Kabelnetzes

In gesamt 13 Bundesländern ist Kabel Deutschland als Anbieter von Produkten mit ihren sechs Regionen über das Kabelnetz vertreten. Man hat von den möglichen 15,3 Millionen Haushalten, die anschließbar sind (Homes passed) bereits gegenwärtig angeschlossen 8,7 Millionen (Homes connected). Davon werden allerdings nur etwa ein Drittel direkt versorgt, alle anderen sind angeschlossen über weitere Netzebene-4-Betreiber sowie Wohnungswirtschaftsunternehmen.

Gegenüber Unitymedia Kabel BW ist das Netz der KD kein zusammenhängendes Netz, es besteht aus etlichen kleineren Kabelinseln. Am Stichtag 31. März 2011 wurde das TV-Signal an 882 Stellen in das Netz eingespeist, den sogenannten Kabelkopfstellen.

Man arbeitet allerdings daran, ein zusammenhängendes Netz zu erstellen, und den Großteil der Kopfstellen anzuschließen Die Satelliten-Zuführung soll weitestgehend eingestellt werden, um die zusammenhängende Verbreitung über das Glasfasernetz zu ermöglichen.

Die weitere Verbreitung des Netzes

Nach eigenen Angaben ist es das Ziel Kabel Deutschlands ein flächendeckendes Netz möglichst deutschlandweit zu betreiben. Bisher hat das Bundeskartellamt die Aufkäufe der Mitbewerber der Netzebene 3 jedoch verhindert und damit auch in diesem Segment ein bundesweites Angebot von Kabel Deutschland. Am 7. Oktober 2004 wurden die Übernahme-Verbote ausgesprochen für ish, den Dienstleister für Nordrhein-Westfalen und fuer iesy, den Dienstleister für Hessen sowie für Kabel BW, den Dienstleister für Baden-Württemberg. Für diese Aufkäufe hatte Kabel Deutschland geplant, insgesamt 2,7 Milliarden Euro auszugeben. Nach einem erfolgreichen Kauf hätte Kabel Deutschland 17 Millionen direkte Kabelanschlüssen von 22 Millionen in Deutschland versorgen können Derzeit kauft die KD in der Netzebene 4 auf, um damit die Wohnungen, die sie versorgt, zu erhöhen und damit zum Endkunden einen direkten Zugang zu erhalten.

Die technischen Voraussetzungen und Video-on-Demand

Hierzu stellt das Unternehmen die technischen Komponenten zur Verfügung: - die MMD, eine Multimediadose, die drei Anschlüsse aufweist für Fernsehen und Radio sowie Datenkommunikation oder den passenden Adapter. - ein besonderes Kabelmodem für Internet und Telefon: zum Beispiel die FRITZ-Box 6490 Cable, mit der man den Computer mit dem Kabelnetz und dem Internet verbinden kann und einen Multimedia Terminal Adapter (MTA), der über das Fernsehkabel das Telefoniere ermöglicht. Heute ist ein solcher Adapter bereits integriert im Kabelmodem . - für das Digitalfernsehen (DVB-C) und Video-on-Demand: wird angeboten je nach Produkt zum Beispiel für HD-Programmangebote ein HD-Receiver, der Video-on-Demand-fähig ist oder einen HD-DVR, einen HD-Video-Recorder, der kabeltauglich ist und digitaler arbeitet oder ein CI+ Modul oder kabeltauglicher Digitalreceiver. In manchen Fernsehgeräten sind solche Receiver bereits integriert. Dazu kommt eine Smartcard, die die digitalen Signale entschlüsselt der privaten Programme und die Pay-TV-Angebote und Video-on-Demand Ngebote der unterschiedlichen Fernsehstationen.

Das analoge Kabelfernsehen

Ein Fernsehempfang über PAL und DVB-C wird von Kabel Deutschland (KD) ebenfalls angeboten, allerdings wird das neue Triple Play DVB-IPTV geeignete Verfahren an einer einzigen Dose nicht unterstützt.

Mit dem analogen Kabelanschluss bietet KD bis 34 Free-TV-Sender sowie sogar 36 analoge Radiosender, die frei empfangbar sind. Im Fernsehanschlusspreis sind diese bereits enthalten und unverschlüsselt zu empfangen. Meist werden diese Programme finanziert durch Werbung oder Rundfunkgebühren.

Das digitale Kabelfernsehen

Die technische Plattform zum digitalen Fernsehen betreibt Kabel Deutschland über DVB-C neben dem Empfang analogen TV-Programmen für die Kabelkunden. Der Empfang der Standard Definition Television (SDTV) beinhaltet bis 100 digitale TV-Programme und weiter bis 70 digitale Radioprogramme. Dazu kommen alle drei HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender: Das Erste HD und ZDF HD sowie ARTE HD, dazu Shopping-Sender QVC HD und HSE24 HD können auch mit einem anderen vorhandenen HD-Receiver ohne HD-Paket frei empfangen werden.

Acht Fremdsprachenpakete können bei Kabel Deutschland zugebucht werden mit aktuellen Nachrichten und Sport und Filmen und Serien und Shows sowie Unterhaltung. Die Pakete werden als Zusatzoption zu den bestehenden Programmpaketen in Englisch und Türkisch und Griechisch und Italienisch und Polnisch und Portugiesisch und Russisch sowie Spanisch angeboten.

Das hochauflösende Kabelfernsehen

Auch der HD-Empfang wird angeboten von hochauflösenden TV-Programmen, dem HDTV oder High Definition Television neben dem angebotenen Digitalfernsehen in Standardauflösung (SDTV). Die HD-Programme sind buchbar in vier unterschiedlichen Fernseh-Paketen: Kabel Digital HD und Kabel Komfort HD und Kabel Premium HD sowie Kabel Premium Komfort HD. Die Neukunden der Kabelanschlüsse können optional zudem weitere drei Fernseh-Pakete erhalten: Kabelanschluss HD oder Kabelanschluss Komfort HD sowie Kabelanschluss Komfort Premium HD einschliesslich des Kabelanschlusses.

Das Angebot des Pay-TV Senders Sky Deutschland

Sky Deutschland bietet neben dem eigenen Angebot, das Kabel Deutschland im Bereich Pay-TV bietet, ebenfalls ein eingeschränktes Angebot. Diese Angebote für das Pay-T von Kabel Deutschland sowie Sky Deutschland sind allerdings nur verschlüsselt eingespeist, genauso wie die digital übertragenen Privatsender. Dazu benötigt man die kostenpflichtige, registrierte Smartcard einmal pro Endgerät.

Das Radio

Im Kabelanschluss enthalten sind viele Hörfunk-Programme, die ohne weitere Kosten empfangen werden können. Man unterscheidet dabei zwischen den beiden Empfangswegen: Einmal werden abhängig von der Region unterschiedliche Radiostationen mit einem analogen UKW-Signal ins Kabel eingespeist in das VHF-Band II, die auch mit jedem Radiogerät mit einer Antenne empfangen werden können. Mittels DVB-C werden alle ARD-Hörfunk-Programme bis auf NDR Blue und die Programme des Deutschlandradio sowie zusätzlich in Berlin die Deutsche Welle) unverschlüsselt in das Kabelnetz gespeist. Kabel Deutschland blockiert bis auf Weiteres aktiv wegen eines Streits zwischen Kabel Deutschland und ARD/ZDF sowie Deutschlandradio den Sender NDR Blue. Die weiteren verschlüsselten Radioprogramme werden automatisch durch die angebotenen, diversen TV-Programmpakete freigeschaltet.

Seit 2011: Video-on-Demand

Das Select Video wird seit März 2011 als Video-on-Demand-Angebot schrittweise eingeführt. Filme und Serien sowie TV-Sendungen und dazu verschiedene Gratisinhalte (engl: „CatchUps“) die von den unterschiedlichen Free- und Pay-TV-Sender angeboten werden, können nach Bedarf zu jeder Uhrzeit oder Sendezeit abgerufen werden. Das Angebot war im Juni 2012 für die Kabelkunden in Berlin und Hamburg und München und Rostock sowie Wismar erhältlich. Der Dienst konnte genutzt werden mit dem digitalen HD-Receiver sowie einem HD-Video-Recorder, die einen mit WLAN-Adapter hatten und einen Internetanschluss (IP) mit nicht weniger als 6.000 KBit/s Empfangsdatenrate boten. Das Internet realisiert dabei die Anzeige des Filmkatalogs sowie die Kommandos wie Vor- und Zurückspulen. Übertragen werden die Daten wie beim Fernsehprogramm mit dem Kabelnetz (DVB-C). Etwa die Hälfte der Spielfilme sind bei Select Video optional auch in der Originalversion zu sehen. Die kostenpflichtigen Inhalte kommen auf 0,99 - 6 Euro. Sie werden mit der Kabelabrechnung bezahlt. In 2011 standen etwa 2.500 Stunden Programm, die man abrufen konnte zur Auswahl, davon waren etwa 60 Prozent der Inhalte in auch in einer HD-Auflösung verfügbar.

Das Internet und die Telefonie

Auch Breitband-Internet-Anschlüsse sowie für Telefonie sind im Angebot der Kabel Deutschland Holding AG über das Kabelnetz, das sogenannte "Voice over Cable". Wenn man einen Kabelanschluss hat, den man bereits kostenmäßig in Haushalt mit eingeplant hat, kann man möglicherweise breitbandiges Internet und Telefonie erhalten. Von Juni 2007 konnte man in Teilen versorgter Gebäude Internet und Telefonie erhalten, auch ohne dass man einen TV-Kabelanschluss hatte. Die Produkte wurden als „Kabel Internet“ sowie „Kabel Phone“ bezeichnet. Derzeit gibt es häufig Kombi-Angebote, die aus Internet und Telefonie bestehen.

Die Internet-Verbindung erfolgt im Unterschied zum DSL-Anschluss über das Kabel und ein Kabelmodem. Vorausgesetzt wird dazu ein rückkanalfähiger Hausverstärker, der aber in den meisten Kabelhaushalten heute vorhanden ist. Die erforderliche Aufrüstung der Hausinstallation sowie die Installation des Modems führt Kabel Deutschland mit einem Techniker kostenfrei vor Ort beim Kunden durch.

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