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Die Geschichte des World Wide Web und was damit alles möglich ist. Alles Wissenswerte, alle Fakten und vieles mehr über das Internet im folgenden Artikel.

Der Begriff Internet

Der Begriff Internet setzt sich aus den englischen Bezeichnungen "inter" und "network" zusammen und bezeichnet einen weltweiten Verbund von Netzwerken, den so genannten autonomen Systemen. Diese machen es möglich Systeme wie e-Mail, das WWW, Usenet, Telnet und FTP zu nutzen. In solch einem System kann sich jeder angeschlossene PC mit einem anderen verbinden. Damit es zu einem Datenaustausch zwischen der Rechnern kommen kann, die über das Internet verbunden sind, wurden technisch normierte Internetprotokolle eingeführt. Die verwendete Technik wird hierbei durch RFCs beschrieben, die Internet Engineering Task Force.

Das Internet und seine Verbreitung

In den meisten Lebensbereichen hat die Verbreitung vom Internet zu umfassenden Umwälzungen geführt. Im privaten und beruflichen Bereich trug es zu einem grundlegenden Wandel des Verhaltens mittel Kommunikation bei und führte auch zu einem Modernisierungsschub in sehr vielen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig konnten durch das Internet ganz neue Wirtschaftszweige entstehen. Manchmal wird die kulturelle Bedeutung gleichgesetzt mit der Erfindung des Bcuhdrucks.

Eine Übertragung von Datenwird im Internet unabhängig vom Absender, vom Empfänger oder vom Inhalt als Netzneutralität bezeichnet.

Die Bezeichnung Internet

Die Bezeichnung Internet ist eigentlich ein Anglizismus. Dieser entstand aus der Kurzform des Fachbegriffs internetwork. Unter dieser Bezeichnung wurde in den 70er und 80er Jahren die Entwicklung des Systems diskutiert, welches mehrere kleinere Netzwerke vernetzt. Für das große Netzwerk wurde der Begriff internetwork als "Internet" abgekürzt. In der Alltagssprache etablierten sich die Begriffe "Netz" oder auch "Internet", je mehr es zu einem gesellschaftlichen Durchdringen kam. Allerdings gilt hier zu beachten, dass die Bezeichnung "Netz" im Informatikbereich nicht unbedingt für das Internet stehen muss, sondern auch andere Netzwerk-Infrastrukturen gemeint sein können.

Das Internet und die verschiedenen Sprachvereine

Die unterschiedlichsten Sprachvereine oder auch einige rechtsextreme Organisationen verwenden aber auch andere Begriffe anstelle "Internet". Gerne wird hier von Zwischennetz, Weltnetz oder Internetz gesprochen. In der Alltagssprache konnten diese Wortfindungen, auch wenn sie bereits seit den 90er Jahren bekannt sind, keine Bedeutung erlangen. Auch im Duden wurden die Begriffe Zwischen- oder Weltnetz noch nicht aufgenommen. Den Begriff Internet kann man dort allerdings finden. Im rechtsextremen Umfeld wird vorwiegend das Internet als Weltnetz bezeichnet.

Der gesellschaftliche Aspekt

Das Internet hat für viele Experten nicht nur große Auswirkungen auf den Alltag, sondern ist auch die größte Veränderung des Informationswesens. Und dies seit der Erfindung des Buchdrucks. 2013 wurde vom Bundesgerichtshof erklärt, dass zur Lebensgrundlage von Privatpersonen das Internet gehört.

Mailbox-Netze entstanden bereits Anfang der 80 er Jahre. Diese basierten auf einer Datenfernübertragung entweder über Netze wie zum Beispiel das Datex-P oder über das Telefonnetz. Die Technik blieb in den ersten Jahren aber nur den Experten vorbehalten. Auch die weltweiten TCP/IP-Netze konnten über eine lange Zeit nur von Universitäten genutzt werden. Erst am Anfang der 90er Jahre konnte sich das WWW durch die Verbreitung der Internet-E-Mail etablieren. Somit wurde es zum Standard für eine Verbreitung von Informationen jeglicher Art.

Das Internet und der Online-Handel

In den Anfängen des Internets diente dies besonders der Kommunikation per Mail und der Selbstdarstellung von Firmen oder Personen. Am Ende des letzten Jahrtausends folgte dann der Online-Handel. Mit sinkenden Preisen und steigenden Datenübertragungsraten, wie auch die Verfügbarkeit der DSL-Flatrates, dient es nun auch dazu, größere Datenmengen zu verbreiten. Der Großteil der Internet-Gesetzgebung besteht aus diesem Grund auch aus den massenhaften Urheberrechtsverletzungen und deren Bekämpfung.

Auch der Online-Journalismus erhält eine zunehmend größere Bedeutung und ist heute bereits ein großer Konkurrent der klassischen Medienverbreitung geworden. Viele Beobachter sehen außerdem einen Wandel des passiven Medienkonsumenten zu einem aktiven User-Generated-Content-Autor. Dieser vernetzt sich zu verschiedenen Themen in Communitys mit Gleichgesinnten und ergänzt dadurch die techniklastige Netzkultur. Räumliche Grenzen wurden durch das Internet komplett aufgehoben. Ersetzt werden diese durch themenbezogene Gruppen. Eine andere Anforderung stellt der sinnige Umgang mit dem Internet durch eine Vielzahl von Informationen an die Medienkompetenz der User als die klassischen Medien.

Als rechtfreier Raum wird das Internet oft in politischen Kontexten bezeichnet, da es nur schwer möglich ist, nationale Gesetze durch eine internationale Struktur und der Anonymität des Internets durchzusetzen. Es zeigt sich immer wieder, dass die Technik zum Beispiel auf das Phänomen des Spam in Anwendungen wie der E-Mail nicht vorbereitet ist. Den Aufbau von sozialen Netzwerke sollen Dienste wie Facebook oder MySpace ermöglichen; Instant Messaging erlaubt eine nahezu verzögerungsfreie online Kommunikation. Die Internetsucht wird mit der Verbreitung des Internets auch immer mehr thematisiert. Wissenschaftlich ist dies aber umstritten. In aktuellen Studien wird untersucht, ob und wann eine exzessive Nutzung zu einem schädlichen Gebrauch oder sogar zum Missbrauch und zu einer Abhängigkeit führt.

Eine lange Zeit hatten staatliche Stellen wenig Kenntnisse und Erfahrung von der Funktionsweise des Internets und einer Anwendung der Gesetze. Auch wurde die Bedeutung des Internets bis zum Jahr 1998 und der New-Economy-Entwicklung von der Politik unterschätzt. Infolge der New-Economy-Entwicklung änderte sich dies und die Rechtsprechung konnte zumindest de jure einige Unklarheiten beseitigen.

Der Einfluss des Staates wird einerseits als als eine Steigerung unserer Rechtssicherheit begrüßt, andererseits aber auch als Überwachungsstaat kritisiert. Das kommt auch durch das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, welches am 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist. Als verfassungswidrig wurde dieses Gesetzt aber wieder am 3. März 2010 eingestuft. Aber auch auf internationaler Ebene wird eine Kontrolle durch den Staat beobachtet. Ein Beispiel ist die Überwachung des Internets durch die Volksrepublik China.

Die Technik und die Infrastruktur

Aus verschiedenen administrativen Verwaltungen und deren Netzwerken besteht das Internet. Dazu zählen in erster Linie  die Providernetzwerke. Hier sind die Computer der Kunden an einen Internetproviders angeschlossen,  Intranets oder auch Firmennetzwerke, die die Rechner einer Firma miteinander verbinden, sowie auch  Forschungs- und Universitätsnetzwerke.

Im Kernbereich besteht das Internet physikalisch in den Backbones und den oben genannten Netzen interkontinental und kontinental in erster Linie aus Glasfaserkabeln. Diese werden durch Router zu einem gemeinsamen Netz verbunden. Seit einigen Jahren werden Glasfaserkabel bereits als See- und Landkabel verlegt, da man mit der Übertragung von enormen Datenmengen rechnete. Pro Faserpaar konnte sich eine physikalisch mögliche Übertragungsrate durch die fortschrittliche Lichteinspeisetechnik (DWDM) immer weiter vergrößern, was dazu führt, dass das Internet teilweise über Überkapazitäten verfügt. Im Jahr 2005 wurden schätzungsweise zwischen den US-amerikanischen oder europäischen Städten lediglich drei Prozent genutzt. Einen geringen Anteil haben die eingebundenen Richtfunkstrecken und Satelliten in unsere globale Internet-Struktur.

Das Internetprotokoll und der Domain Name System

Den Datenaustausch und die Adressierung zwischen den unterschiedlichen Netzwerken und Computern basiert auf einer Internetprotokollfamilie, die die offenen Standards regelt. Dieses Protokoll, in dem die Adressierung der angebundenen Computer benutzt und festgelegt wird nennt sich heißt Internetprotokoll (IP). Die Kommunikation zwischen den Netzen geschieht aber nicht wie beim Telefon verbindungsorientiert, sondern paketorientiert. Das bedeutet, dass die Daten die übertragen werden in IP-Paketen übermittelt werden. Diese besitzen eine Größe zwischen 1.500 und 65.000 Byte und beinhalten die Ziel- und Absenderinformation. Der Empfänger setzt dann die Nutzdaten in einer festgelegten Reihenfolge wieder zusammen.

Der Energieverbrauch im Internet

In Privathaushalten ist der Strombedarf in den letzten Jahren für die Nutzung des Internets deutlich angestiegen. Schätzungen zufolge wird dieser Bedarf in den kommenden Jahren auch noch weiter ansteigen. 6,8 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden im Jahr 2003 für das Internet benötigt. Im Jahr 2010 waren es bereits 31,3 Milliarden Kilowattstunden. Und dies allein in Deutschland. Bei dieser Berechnung wurde der Energieaufwand für die Endgeräte im Gewerbe und den Privathaushalten, sowie auch die der Serverstandorte berücksichtigt. Nicht in die Berechnung mit eingegangen sind die Serverstandorte im Ausland. Die Privathaushalte sind am Stromverbrauch für das Internet zu einem wesentlichen Teil verantwortlich.

Weltweit wurde für das Jahr 2005 mit einem Verbrauch von 123 Milliarden Kilowattstunden gerechnet. Bei dieser Studie blieben aber die Endverbraucher und deren Geräte unberücksichtigt. Das bedeutet, dass weltweit 0,8 Prozent der derzeitigen Stromerzeugung nur für das Internet benötigt wird. Schaut man sich die Entwicklung des Internet an, ist in Zukunft mit einem noch höheren Verbrauch zu rechnen.

Das Datenaufkommen im Internet

Das Datenaufkommen im Jahr 2012 betrug im Jahr 2012 26,7 Exabyte (1 Exabyte = 1 Mrd. Gigabyte) jeden Monat. Und dies im öffentlich zugänglichen Internet. Das entspricht in etwa einem Datenaufkommen von circa einem Exabyte pro Tag. Diese Datenmenge kann man etwa mit der Menge von aalen Büchern, die je geschrieben wurden vergleichen, wenn man sie mal 2.500 nimmt. Das monatliche mobile Datenaufkommen belief sich im Jahr 2012 auf mehr als 1,1 Exabyte Daten.

Auf voraussichtlich 60 Exabyte je Monat wird das Datenaufkommen bis Ende 2015 wachsen. Auf 6,2 Exabyte monatlich wird das Datenvolumen schätzungsweise im mobilen Internet anwachsen. Videodienste (Video-on-Demand) machen hier mehr als die Hälfte des Volumens aus.

Der IP-Datenverkehr wird weltweit bis zum Jahr 2017 auf 1,4 Zetabyte zunehmen. Allein in Deutschland wird angenommen, dass der Datenstrom auf 38 Exabyte anwächst. Im Jahr 2012 waren es noch 17 Exabyte. Der mobile Datenverkehr wird mit seinen Tablets und Smartphones auf 13,6 Exabyte bis 2017 steigen. Das sind jährlich 60 Prozent.

Die Nutzerzahlen

Die Anzahl der wirklichen Nutzer des Internets kann nicht genau beziffert werden. Das liegt daran, dass die User mit verschiedenen Geräten oft nur kurz das Internet nutzen und auch wieder verlassen. Im März 2007 hatten laut IWS circa 16,9 Prozent der kompletten Weltbevölkerung einen Zugang zum Internet. Seit 2008 nutzten laut EITO das Internet 1,23 Milliarden Menschen.

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