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Emoticon

© Emoticon - Skpye

Emoticon

Das Emoticon aus dem Internet nicht mehr wegzudenken und inzwischen gibt es unzählige Abwandlungen von ihm. Wir zeigen euch, wie einstmals alles begann.

Emoticon - Alles was man wissen muss

Bei einem Emoticon handelt es um eine Kombination aus einzelnen Zeichen oder aber um eine Abfolge von ASCII-Zeichen, welche einen bestimmten Gefühlszustand darstellen sollen. Sie erfreuen sich auf sozialen Netzwerken, in Chats und in Foren seit jeher großer Beliebtheit und haben in vielen Bereich auch Einzug in den Alltag gehalten. Wir erklären euch, was es mit dem Emoticon auf sich hat.

Grundlegendes zu den kleinen Zeichen

Das Emoticon ist ein sogenanntes Kofferwort. Es bildeten sich auch den englischen Wörtern Emotion und Icon. Am häufigsten werden sie im lockeren digitalen Schriftverkehr genutzt. Nach dem Aufkommen des Handys, sind sie auch bei SMS und MMS sehr beliebt geworden. Heute kann man sie auch in Briefen und anderen handschriftlichen Dokumenten finden. Das bekannteste und wohl am meisten verwendet Emoticon ist dabei der Smiley. Einfache Emoticons, welche aus einzelnen Zeichen zusammengesetzt sind, liegen dabei immer auf der Seite. Bei diesen handelt es sich im eigentlichen Sinne um Strichbilder, welche Gesichter darstellen sollen. So manche Software hat diesen einfachen Gesichtern eine neue Gestalt gegeben. So werden bei Instantmessengern wie Skype oder ICQ diese Zeichen in echte Bilder umgewandelt. Es wird als aus dem Strichbild ein grafisches Smiley erzeugt.

Abgrenzung des Begriffes

Unter einem Emoticon wird nicht immer das Selbe verstanden. In vielen Fällen beschränkt sich die Definition Emoticon auf die bekannten ASCII-Zeichensätze wie etwa :-). In einer andere Interpretation werden mit einem Emoticon Smiley-Unicode-Zeichen bezeichnet. Zum Teil werden mit diesem Begriff auch Gesten oder Gegenstände und andere Objekte in Verbindung gebracht. So kann es sich auch bei einer digitalen Rose um ein Emoticon handeln, welche dann im ASCII-Format dargestellt wird. Diese werden aber auch unter dem Begriff Emojis zusammengefasst, da ihre Funktion und ihre Handhabung in vielen Fällen denen der Emoticons entspricht. In Japan hat sich derweil eine Sonderform gebildet, welche als Kaomojis bezeichnet wird. Diese Zeichen sind im Unterschied zu den hier bekannten Emoticons, nicht auf die Seite gedreht.

Geschichte

Das Emoticon hat bereits eine lange Geschichte. Schon in früheren Zeiten wurde mit einem Strichmännchengesicht gearbeitet, wobei hier vor allem die Schriftsetzer große Vorarbeit leisteten. Mit der Erfindung des Typendrucktelegrafen wurde das Emoticon zum ersten Mal weiter verbreitet. Aus den vorliegenden Typen wurden Gesichter gebildet, welche zum Zeitpunkt des Absenders eine bestimmte Emotion des Verfassers wiederspiegeln sollten. Das Ganze wurde unter dem Begriff der telegrafischen Zeichenkunst bekannt. Nach dieser Periode wurde es um das Emoticon recht still. Erst im Jahre 1963 erlebte es eine Renaissance, als der Grafiker Harvey Ball das weltberühmte Smiley erfand. Später wurden Smileys dann in den originalen Zeichensatz des ersten IBM-PCs integriert. Genaue Diese wurden später dann als einfaches Emoticon in das Unicode-System übernommen. 2011 wurde dieser Zeichensatz dann um neue Bilder erweitert.

Herkunft des liegenden Smileys

Das um 90 Grad gedrehte Smiley also jenes :-), wurde am 19.September 1982 geboren. Nach dem es in einem Board der Carnegie Mellon University zu Missverständnissen gekommen war, wurde von ihm genau dieses Zeichen als Anspielung für Ironie und Humor vorgeschlagen. So erlebte das Emoticon seine Geburt im digitalen Zeitalter. Über das damalige Arpanet verbreitet sich diese Idee an den Hochschulen in den USA und landete schließlich im Xerox-Forschungszentrum PARC in Kalifornien. Dieses erste Emoticon, welches zum ersten Mal in einer Nachricht genutzt wurde, wurde als verschollen und verloren angesehen. Doch 2002 konnte man den bedeutenden Post auf einem alten Back-up-Band wiederfinden. Eine Anekdote am Rande sei hier erwähnt. 2008 unternahm das russische Werbeunternehmen Superfone den Versuch, das augenzwinkernde Emoticon mit einem Patent schützen zu lassen. Durch diesen Schritt versprach man sich erhebliche Einnahmen an Lizenzgebühren. Allerdings kam das Patentamt in Moskau zu dem Schluss, dass es sich bei diesem Emoticon um kein Warenzeichen handeln würde, und verweigerte das Patent.

Funktion des Emoticon

Emoticon sollen in erster Linie Gefühle übermitteln. Da das Internet eine Barriere in dem Sinne darstellt, dass in vielen Fällen kein direkter Blickkontakt zu seinem Gegenüber besteht, können desen Emotionen auch nicht durch Gesten, Blicke oder andere Anzeichen erkannt werden. Das Emoticon dient aber auch dazu, sich Aufschluss über das Alter, das Geschlecht und sogar die Kleidung und Frisur des Chatpartners zu verschaffen. Hierfür gibt es heute dann auch die entsprechenden Emoticons, die man dem Gegenüber senden kann.

Klärung von Textbedeutungen

Auf der anderen Seite soll das Emoticon aber auch klarstellen, wie ein bestimmter Text zu interpretieren ist. Ist ein Text etwa ironisch gemeint, so kann zum Beispiel ein zwinkerndes Smiley dahinter gesetzt werden. Eine andere Form der Kenntlichmachung ist hier aber auch das bekannte Ironie on beziehungsweise ironie off Tag. Auf diese Weise sollen Missverständnisse reduziert werden, die sich aufgrund der Herkunft und der verschiedenen Kulturkreise der User im Internet, aber nicht immer vermeiden lassen. Ein Emoticon kann auch linkshändig geschrieben sein, wobei die Zeichen genau entgegengesetzt verlaufen. Hierdurch kann etwa geschätzt werden, dass es sich bei dem Schreiber um einen Linkshänder handelt.

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