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Das Darknet ist der Untergrund des Internets. Hier findet man alles, von Waffen bis hin zu Informationen. Doch funktioniert dieses Netz eigentlich

Das Darknet

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Hier haben wir ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk. Ok, zugegeben können die meisten mit diesem Begriff wohl nicht sonderlich viel anfangen. Dabei ist alles viel einfacher als gedacht. Im Grunde handelt es sich beim Darknet um netzwerk, in dem die Verbindung zu anderem Teilnehmer manuell hergestellt wird. Dies bedeutet, dass es keine Indizierung für die jeweiligen IP-Adresse, also Webseiten, gibt. Konventionelle Peer-to-Peer Netzwerke wie sie zum Beispiel beim Filesharing zum Einsatz kommen, stellen hingegen eine willkürliche Verbindung zu andere Clients her. Betrachtet man dies alles etwas genauer, ist ein Darknet also Sicherher und bietet weniger Angriffsfläche für Hacker. Im Idealfall ist einem potenziellen Angreifer die Existenz des Netzwerkes gar nicht bekannt. Wer sich mit dem Darknet verbinden will, muss in der Regel von anderen Nutzern eingeladen werden. Hierbei können auch die zugewiesenen Privilegien eine rolle Spielen.

Dies ist das Darknet

Im Darknet geht nichts über Sicherheit. Somit ist ein Standardverfahren, dass die Daten in den meisten Fällen verschlüsselt gesendet werden. Dabei sind die Anwendungsmöglichkeiten endlos. Es können sowohl direkte Verbindungen zwischen zwei Personen, als auch kleinere Tauschbörsen aufgesetzt werden. In einigen Fällen dient das Darknet auch als Kommunikationsplattform für Kritiker von Regimen. Oftmals gerät das Darknet in Verdacht, Urheberrechtsverletzungen Tür und Tor zu öffnen oder andere illegale Aktivitäten zu fördern. Allerdings weisen viele Betreiber darauf hin, dass die Meinungsfreiheit ihr Hauptanliegen sei. Dies gelte vor allem in Ländern wie China, wo das öffentliche Internet einer starken Zensur unterliegt. Doch man sollte auch beachten, dass Identitäten im Darknet auch anonym offengelegt werden können.

Ein Darknet ist meist nicht sehr groß. Nur wenige Personen sind hier miteinander vernetzt. Meist übersteigt ihre Anzahl nicht mehr als 10. Dies liegt vor allem daran, dass die Größe in Relation zur Sicherheit steht. Je mehr Mitglieder es hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Informationen oder Zugangsdaten nach außen trägt. Der Terminus Darknet wird auch gerne für große Friend-to-Friend Netzwerke benutzt. Hierbei wird eine indirekte Verbindung zu vertrauten Knoten hergestellt. Allerdings müssen in großen Netzwerken Algorithmen eingesetzt werden, um unsichere Knoten zu erkennen. Zudem muss die Übertragungslatenz eine gewisse Höhe aufweisen.

So funktioniert das Darknet

Ein Darknet ist technisch relativ einfach umzusetzen. So funktioniert das Darknet: Ein Darknet wird nach der Art seiner Nutzung unterschieden. Handelt es sich um Netzwerk, in welchem man Filesharing betreibt, so wird es als Friend-to-Friend Netzwerk bezeichnet. Dabei sind die meisten Tauschbörsen aber keine Darknets - sie bedienen sich der normalen Serverstruktur im Netz und stellen eine Verbindung zu anderen öffentlichen aber nicht geprüften Peers her. Dabei ist die Weiterleitung von Daten nicht nur an direkte Freunde möglich, sondern auch an Freunde von Freunden, was dem Prinzip eines Darknets widerspricht. Allerdings sind auch in einem solchen Netzwerk die IP-Adressen der jeweiligen Freundes-Freunde nicht ersichtlich, sodass auch ein Friend-to-Friend-Netzwerk dem Prinzip eines Darknet entspricht. So funktioniert das Darknet quasi wie ein Netz unter dem Netz.

Die F2F-Net kann nur dezentral organisiert sein. Bei einem Darknet kann dies aber auch zentral erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei einem Darknet jeder die IP-Adresse des anderen kennt. In einen F2F ist dies nicht Fall.

Darknet Software

Nullsoft hat die wohl bekannteste Darknet-Software auf den Markt gebracht. Diese wird als WASTE bezeichnet und erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Über den Messenger Turtel kann ein F2F Netzwerk aufgebaut werden, wobei auf das Filesharing mittles giFT möglich ist. Der Vorteile bei Turtel - im Gegensatz zu Waste - besteht darin, das sich nur Verbindungen zwischen zwei geprüften aufbauen lassen. Dies erhöht die Sicherheit. Allerdings ist Turtle wohl ein Auslaufmodell, denn derzeit steht die Entwicklung still. Allerdings bietet auch andere Software wie RetroShare, HybridShare und Gazzera vergleichbare Optionen.

Eine weitere Software ist Freenet. Dabei ist nicht der E-Mail-Anbieter gemeint, sondern ein Programm, welches seit der Version 0.7 darauf angelegt ist, ein globales Darknet zu erzeugen. Ziel soll der freie Informationsaustausch auf der ganzen Welt sein. Hierbei kann das Darknet auch mehrere millionen Teilnehmer aufweisen. Dieses Prinzip wird auch als Kleine-Welt-Phänomen bezeichnet. In früheren Versionen von iTunes war es ebenfalls möglich, ein kleines Subnetz zu erzeugen. Hier konnten die Benutzer dann Musik teilen. Zwar wird in den heutigen Versionen diese Möglichkeit nicht mehr geboten, allerdings kann die Musik weiterhin um eigenen Subnetz übertragen werden. Inzwischen gibt es Hacks, dies auch Erlauben, die Musik gegenseitig herunterzuladen.

Begriffsherkunft

Der Begriff Darknet kommt nicht von ungefähr, sonder ist einem Artikel von 2002 entsprungen. In "The Darknet and the Futureof Content" sprechen vier Angestellte von Microsoft. Diese behaupten, dass Darknets das wesentliche Hindernis für die digitale Rechteverwaltung darstellen würden. Durch kann aller Content an ihnen vorbei geschleust werden.

Wo ist der Darknet Zugang?

Nun wurde viel über das Darknet gesprochen, doch wo ist der Darknet Zugang? Zuerst einmal muss man sich klar machen, dass das Darknet viel größer als das sichtbare Internet ist. Hier sind unzählige private Computer miteinander verbunden. Allerdings gibt es im Darknet keine Suchmaschine. Somit kann kein Index der verfügbaren Seiten aufgerufen werden -vielmehr muss man die Seite kennen, zu der man will. Auch wird eine spezielle Software benötigt, um den Zugang zum Darknet zu erlangen. Also, wo ist der Darknet Zugang?

Dieser versteckt sich zum Beispiel hinter dem Tor Browser. Dieser anonymisiert und verschleiert die jeweilige IP-Adresse. Schon aus diesem Grund ist der Zugriff auf das Darknet über den Tor Browser oder vergleichbare Software möglich. Allerdings gibt es in der Theorie noch zwei weitere Möglichkeiten. Durch diese wird das Darknet vor allem am Wochenende erheblich langsamer.

Wie komme ich ins Darknet?

Nun werden sich viele User die Frage stellen, wie komme ich ins Darknet? Nun, hierzu muss einfach nur der Tor Browser geladen und installiert werden. Bei bedarf stehen noch zusätzliche Bundles zur Verfügung, die aber optional gewählt werden können. Wichtig ist, dass man die Webseite kennt, auf die man zugreifen möchte, denn eine Suchmaschine oder ein zentraler Index für das Darknet existiert nicht. Zudem muss man sich darauf einstellen, dass nicht alle Webseiten immer verfügbar sind, denn schaltet jemand seinen Rechner aus, ist natürlich auch der gewünschte Content nicht mehr erreichbar. Genaueres über den Tor Browser kann man auch im Internet nachlesen.

Wie komme ich ins Darknet? Diese Frage dürfte beantwortet sein, doch was findet man den nun im Darknet? An dieser Stelle sei vorausgeschickt, dass keine der Informationen hier dazu anregen soll, eine Straftat zu begehen. Vielmehr sollen sie als reine Wissensbasis dienen, um sich auf einen Besuch im Darknet vorzubereiten. Eine häufig besuchte Seite ist hier The Hidden Wiki. Diese Seite funktioniert wie Wikipedia und stellt an große Liste an Adressen bereit. Angefangen von Drogen über Waffen, Raubkopien und Mailbombs bis hin zu nicht allgemein verfügbaren Informationen, kann man hier alles finden. Beliebt ist in diesem Zusammenhang auch die Seite Silk Road, wo man quasi alles kaufen kann. Zudem natürlich auch Dinge, die man niemals in einem Supermarkt finden wird. Eine weitere Seite ist Black Market Reloaded, welche allerdings nicht immer Online ist. Hier gibt es sehr schwere Probleme mit der Software und verständlicherweise auch rechtlicher Natur. Wer mehr über andere Seiten wissen möchte, kann sich auch diverse Listen über Google anschauen.

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