AOL Mail Test: Kostenlose Email, App, Freemail-Angebot

AOL Mail

© AOL Mail

AOL Mail

Wer auf AOL Mail setzt, kann sich über viel Speicherplatz und ein solides System verlassen. Mehr über die Vor- und Nachteile verrät unser Test.

AOL Mail ist einer der ältesten Onlinemaildienste und noch immer aktiv

>

Es gibt wohl keinen Anbieter der noch vor einigen Jahren mehr mit dem Thema E-Mail-Dienste verbunden war, als AOL. Die Zeiten haben sich geändert, viele weitere Unternehmen haben sich ihren festen Platz im E-Mail-Bereich gesichert. Doch AOL oder „America Online“, wie das Unternehmen ausgeschrieben heißt, ist noch immer am Markt aktiv. Nicht ohne Erfolg, wie Kenner wissen. Natürlich bietet AOL auch noch immer ein kostenfreies Mailsystem an – ganz in der Tradition der ersten Phase. Der Anbieter punktet mit einer sehr klaren Struktur, die ohne die vielen Details auskommt, mit denen manch ein anderer Anbieter sein Angebot überflutet. Doch es gibt auch einige Kritikpunkte, die im Folgenden (neben den Highlights!) näher beleuchtet werden sollen. So lassen zum Beispiel die AGB und auch der Support schon ein wenig zu wünschen übrig.

AOL Mail blickt auf eine lange Tradition zurück

Wer schon früh damit begonnen hat, im Internet aktiv zu sein – und zwar in der Phase, als das Onlinesurfen noch längst nicht jedermanns Sache war – der wird AOL und auch AOL Mail vermutlich wie seine Westentasche kennen. Allen anderen Usern sei AOL Mail als eine der ältesten „Marken“ unter den Freemail-Anbietern empfohlen. Das deutsche Mailgeschäft liegt mittlereile in den Händen einer deutschen Tochtergesellschaft, der AOL Deutschland Medien GmbH. Diese Entwicklung war übrigens keineswegs von Anfang an klar. Noch 2010 hatte man angekündigt, man werde das Mailgeschäft in Deutschland aufgeben – um dann doch noch eine Kehrtwende zu vollziehen. Noch immer ist es also möglich, das AOL-Portal zu nutzen und die Mails hier und über das eigene Mailprogramm zu empfangen und zu versenden.

Registrieren und ganz einfach losmailen!

Wie es in den meisten Fällen notwendig ist, müssen sich auch bei AOL Mail alle Nutzer registrieren, bevor sie aktiv werden können. Es sind einige persönliche Angaben zu machen, damit der Anbieter auch wirklich weiß, mit wem er es zu tun hat. Doch wenn diese Formalitäten erledigt sind kann man direkt mit AOL Mail durchstarten. Der erste Klick nach der Anmeldung führt in das eigene Postfach, in der in den meisten Fällen schon ein kleiner Willkommensgruß des E-Mail-Anbieters AOL wartet. Nicht nur das ist angenehm, denn das Postfach fällt auch gleich durch seine Größe auf, wenn man sich die Details betrachtet. Die Größe des Speicherplatzes ist doch tatsächlich unbegrenzt, was eine echte Rarität bei kostenlosen Diensten für E-Mails ist. Auch beim Versenden von Mails mit Anhängen darf man als Nutzer geradezu verschwenderisch sein. Es ist möglich, Dateien mit einer Größe von bis zu 16 MB zu versenden. Für ein richtig gutes Bild in hoher Auflösung reicht das allemal aus!

Ein stringenter Aufbau erleichtert das Malien

Klarheit und Struktur – das waren wohl die Leitmotive für die Entwickler, dies sich das Design von AOL Mail ausdachten. Wer sich das Frontend ansieht, wird direkt begeistert sein, dass sich hier alles so einfach erkennen und verwenden lässt. Im Gegensatz zu anderen Anbietern, bei denen allerlei bunte Buttons blinken und Werbung ohne Ende auf den Nutzer niederprasselt, geht es hier geradezu ruhig zu. Der Aufbau sieht ähnlich auch wie bei einem klassischen Mailprogramm. Man kann sich schnell zum Posteingang klicken und hat auch direkten Zugriff auf den Ordner mit dem Spamverdacht und auf weitere Standards. Darüber hinaus sind der Kalender und die Kontakte über die Vertikalleiste zu erreichen. Wer seine Maildienste gerne noch etwas erweitern möchte, finden auf der Startseite seines Programms auch noch den AOL Instant Messenger.

Wie kann man die AOL-Mails abrufen?

Die Mails nur von zu Hause aus zu checken und dazu ausschließlich einen stationären PC zu nutzen, erscheint vielen Usern heute schon als echte „Steinzeitangelegenheit“. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen von AOL und haben viele Wege geschaffen, auf denen man AOL Mail nutzen kann. Es existiert die Möglichkeit, den Browser zu nutzen, ein Programm für den Desktop zwischenzuschalten oder das eigene Smartphone für das Abrufen zu benutzen. Dazu werden alle notwendigen Dienste mitgeliefert – allen voran die Möglichkeit, sowohl POP3 als auch IMAP zu nutzen – ganz nach eigenem Geschmack und Bedürfnissen des eingesetzten Mailprogramms. Auch SMTP ist kostenlos zu haben – ebenso wie die Verschlüsselung des Web-Frontends, in das man sich vor der Nutzung einloggen muss. Wer über das Frontend im Internet seine Mails verschicken und empfangen möchte, kann dies via TLS-Verbindung tun – also mit einer gewissen Sicherheit. Darüber hinaus kann man auch Verschlüsselungen wählen, wenn man die Mails mit einem Client abruft.

Einige Features wurden abgeschafft

Wer AOL Mail schon länger kennt, könnte sich wundern, wenn er nach langer Zeit mal wieder in das System hineinschaut. Dies liegt vor allem daran, dass der Anbieter in der letzten Zeit viel geändert und auch einige Eigenschaften und Funktionen gestrichen hat. So kann man heute beispielsweise keine Weiterleitungen mehr einrichten, auch nicht mehr via Plug-in. Dies ist vor allem dann unpraktisch, wenn man zuvor bei einem anderen Anbieter angemeldet war und nun zu AOL wechseln will. Weiterhin sind die Plug-ins für die Dienste Photobucket und Flickr entfallen, bei denen man über eine Suche Bilder in Windeseile finden konnte.

Wie geht AOL mit persönlichen Daten um?

Wer besonders viel Speicherplatz haben möchte, ist bei AOL Mail gut beraten. Etwas Werbung muss man dafür natürlich schon in Kauf nehmen – da ergeht es den Nutzern von AOL eben nicht anders als denen anderer Dienste. AOL trackt seine Nutzer bei der Verwendung der AOL-Dienste, um die Werbung möglichst gut auf diese abzustimmen. Auf dieser Basis erscheinen dann immer passende Banner. Zusätzlich gibt das Unternehmen Daten an Werbepartner weiter, zum Beispiel an Yahoo. Somit kommt auch von dieser Seite allerlei an Werbung in den virtuellen Briefkasten beziehungsweise auf den Bildschirm. Wer etwas dagegen hat, dass seine persönlichen Daten für Werbezwecke genutzt werden, muss einen Widerspruch einlegen. Dieser ist an die E-Mail-Adresse DatenschutzDE@aol.com zu richten. Einen bequemeren Weg, zum Beispiel über ein Formular, gibt es leider nicht. Wer nur ein wenig anonymer bleiben möchte, kann in seinem Profil auch das Geschlecht löschen und auch die PLZ herausnehmen.

Wie serviceorientiert präsentiert sich AOL?

Wer ehrlich ist, muss auch ein paar nicht so angenehme Seiten an AOL Mail aufzeigen. Hier ist unter anderem die Rede von dem geringen Ausmaß an Service. Bei Schwierigkeiten kann man die bestehende „Mailhilfe“ nutzen oder eine Mail an den Anbieter senden. Einen Telefonservice gibt es leider nicht.

Das fällt positiv auf

Ganz besonders tut sich der Anbieter durch den unbegrenzten Speicherplatz hervor, den er bereitstellt. Darüber hinaus ist die Klarheit der Navigation ein echter Vorteil – gerade dann, wenn es einmal schnell gehen muss.

Die eher unliebsamen Details

Wer auf Freemail zählt, muss natürlich einige Einschränkungen in Kauf nehmen. So gibt es nicht viele Zusatzfunktionen und auch keine kostenlosen Speicherplatz in der heute so beliebten Cloud. Darüber hinaus ist es schwierig, die AGB nachzuvollziehen und einem Zuviel an Werbung wirkungsvoll zu widersprechen. Schließlich ist der Service nicht auf Topniveau.

Mit diesem System kommen „Vielmailer“ gut klar!

AOL ist ganz klar ein System, das für Menschen mit hohem Mailaufkommen geeignet ist. Der tatsächlich unbegrenzte Speicherplatz ist ein Argument, mit dem AOL viele andere Anbieter ausstechen kann.

Das könnte Sie auch interessieren