Amazon: Geschichte, Dienste, Marketplace, Prime, Payments...

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Alle Informationen zu Amazon: News, Geschichte, Tools, Geschäftsfelder, Amazon Prime, Payments, Instant Video, Musik, Amazon Web Services (AWS), Vine ....

Amazon.com Inc. - Eine Geschichte beginnt

Amazon war einmal ein Versandhändler. Doch diese Zeiten sind lange vorbei, auch wenn das Sortiment immer noch reichhaltig mit Produkten bestückt ist. Inzwischen ist Amazon.com auch an der Börse notiert, und hier werden Milliarden erwirtschaftet. Glaubt man den Aussagen von Amazon, so handelt es sich bei dem Unternehmen um den Händler für Bücher, CDs und Videos. Dabei stehen dem Kunden mehre Plattformen zur Verfügung. Mit dem Amazon Marketplace und dem z-Shoops können auch Privatpersonen oder Fremdunternehmen gebrauchte Waren verkaufen. Amazon betreibt unter dem Lable Kindel auch einen eigenen E-Book-Store und vertreibt gleichzeitig ein eigenes Lesegerät für diese. Auch hauseigene Smartphones wie das Amazon Fire Phone, einen speziellen HDMI Stick und eine Set-Top-Box werden angeboten. Zudem verzeichnet Amazon gerade mit dem Spracherkennungssystem Echo große Erfolge. Unter der hauseigenen Marke AmzonBasics können inzwischen auch Notebooktaschen, Computer und Audio/Video-Kabel erworben werden.

  • Rechtsform : Corporation
  • ISIN : US0231351067
  • Gründung : 1994
  • Sitz : Seattle Vereinigte Staaten
  • Leitung : Jeff Bezos
  • Mitarbeiter : 165.000 (2015)
  • Umsatz : 88,99 Mrd. US-Dollar (2014)
  • Branche : Versandhandel, Online-Handel
  • Website : www.amazon.de

Die Geschichte von Amazon

Amazon wurde vom Informatiker Jeff Bezos gegründet. Dabei stammt die Idee eines elektronischen Buchhandels allerdings nicht von Bezos allein. Maßgeblich als Investor beteiligt, war David E. Shaw, in dessen Finanzunternehmen Bezos damals beschäftigt war. Im Jahr 1994 kam es zu Differenzen zwischen Shaw und Bezos. Dieser verließ das Unternehmen und entwickelte die Idee von diesem Moment an alleine Weiter. Im gleichen Jahr wurde dann das Unternehmen Amazon.com im Bundesstaat Washington gegründet. In das Register wurde die Seite als reiner Buchhandel eingetragen. So gut die Idee auch ausgearbeitet war, es sollte noch ein gutes Jahr dauern, nämlich bis zum Juli 1995, bis auf der Plattform das erste Buch verkauft wurde. Bei diesem Werk handelte es sich um Douglas R. Hofstadters "Fluid Concepts and Creative Analogies. Bezos lud insgesamt 300 Freunde ein, die Seite ausgiebig zu testen. Aus diesem Test wurde dann schnell ein florierendes Geschäft. Allein in den ersten 4 Wochen nach dem ersten Verkauf wurden Bücher in alle Bundesstaaten der USA versandt. Hinzu kamen noch 45 weitere auf der ganzen Welt. Zeigte sich der Umsatz im ersten Monat noch bescheiden, so wuchs dieser sehr schnell weiter an. Im zweiten Monat erreichte dieser bereits ein Niveau von 20.000 Dollar. Im Oktober 1995 sollte das ganze Internet von Amazon profitieren. Hier wurde schließlich die Domain Amazon.com online gestellt und die Klicks zeigten deutlich, dass Buchhandel im Internet eine bisher unerschlossene Goldgrube war. Allerdings wäre Amazon fast nicht zustande gekommen. Ursprünglich sollte der Shop nämlich Relentless heißen, was übersetzt so viel wie gnadenlos bedeutet. Erst nach massiven Einsprüchen seiner Freunde ließ Bezos diese Idee fallen. Allerdings gehört die registrierte Domain www.relentless.com bis zum heutigen Tage zu Amazon. Im Jahre 1996 war aus Bezos ein reicher Mann geworden. 15,7 Millionen Dollar Umsatz konnten verzeichnet werden. Im Jahr 1997 waren es dann schon 147,8 Millionen.

Ein besonderes Jahr

1998 war ein besonderes Jahr für das Internet. Hier wurden viele internationale Webseits gegründet. Dies lag unter anderem auch daran, dass Microsoft sein Windows 98 auf den Markt brachte, in welchem zum ersten Mal, eine großflächige Integration des Internets vorgesehen war. Hierdurch wurde das World Wide Web für jedermann sehr leicht zugänglich. 1998 war auch das Jahr, in dem Amazon seinen Fuß auf den deutschen Markt setzte. Im April wurde der ABC-Bücherdienst an Amazon verkauft. Damit ging einer der Online-Pioniere des deutschen Internets in die Hände eines internationalen Konzerns über. Der Geschäftszweig wurde für einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe gekauft. Ursprünglich war der Dienst unter der Adresse www.telebuch.de zu erreichen. Doch nach dem der Deal besiegelt war, tauchte am 15. Oktober 1998 die Domain amazon.de auf.

Der Beginn von AWS

Im Jahr 2006 entschied sich Amazon dazu, eigene Infratstrukturdienstleistungen anzubieten. Dies sollte in erster Linie für andere Unternehmen geschehen. Der Dienst wurde Amazon Web Services oder kurz AWS genannt. Unternehmen greifen bis heute gerne auf die Lösungen von AWS zurück. Mit dem Jahr 2012 und dem verstärkten Aufkommen des Cloud Computing, wurde AWS auch für private Nutzer zugänglich. In der Zwischenzeit hatte Amazon den Online Schuhladen Zappos gekauft. Hierfür musste der Konzern eine Summe von 850 Millionen Dollar entrichten. Dieser Betrag wurde in Form von Aktien bezahlt. Hierzu übertrug Amazon Anteile im Wert von 807 Millionen Dollar an Zappos. Die Differenz wurde in Bar ausbezahlt und kam direkt den Angestellten von Zappos zu gute. Doch war dies noch längst nicht alles. Mit der Übernahme von The Book Depository Ltd. konnte Amazon seinen größten Konkurrenten in Großbritannien zu einem Verbündeten machen. Inzwischen werden auf Amazon nicht mehr nur neue Bücher verkauft. Mit der Plattform AbeBooks werden auch gebrauchte Exemplare wieder unter das Volk gebracht. Mit dem Kauf von AbeBooks im Jahre 2008 hatte der Konzern sozusagen den Jackpot gewonnen. Über diesen Anbieter läuft nämlich auch das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher und ein Independet Publishing Verlag. Hier können User in Eigenarbeit ihre Bücher auf den Markt bringen. Dabei kann dies in Form von E-Book oder als Printedition erfolgen. Wer sich lieber auf ein anders Business verlegen will, kann hier auch Audi und Videoaufnamen veröffentlichen. Im Jahr 2011 kam dann noch Javari.com dazu. Bei diesem Dienst handelt es sich um einen Premium-Anbieter für Schuhe und andere Accessoires in der sehr gehobenen Klasse.

Aufkaufmarathon

Amazon ist eines der Unternehmen, die in ihrer Geschichte einen wahren Aufkaufmarathon hinter sich haben. So war es im Jahr 2012 Kiva Systems, dass in die Hände des Konzerns fiel. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, welches Automaten für Lagerhäuser herstellt. Die Firma wechselte für insgesamt 775 Millionen Dollar den Besitzer und wurde als neue Subsektion in die Struktur von Amazon integriert. Kurz darauf drangen Informationen an die Öffentlichkeit, welche bestätigten, das unter dem Lable Amazon Game Studio nun auch eine Sparte existierte, welche Browserspiele vermarktete. Kaum war die Info bekannt, erschien auf Facebook auch schon das erste Spiel mit dem Namen Living Classic. In diesem geht es darum, dass in einer Landschaft unzählige bewegliche Objekte aufgespürt werden müssen. Die nächste Übernahme ließ dann nicht lange auf sich warten. Für 150 Millionen Dollar kaufte man den Buchclub Goodreads. 2013 wurde dann von Bezos selbst bekannt gegeben, dass nun auch Rotordrohnen unter der Bezeichnung Prime Air erhältlich sein. Die Drohnen sind mit 8 Rotoren versehen und können stolze 2.5 Kilogramm Gewicht tragen. Dabei haben diese Logistiktalente eine maximale Reichweite von 16 Kilometern. Allerdings sehen Experten dies anders. Nach ihren Aussagen wäre ein solches Vorhaben nicht nur technisch kaum realisierbar, sondern derzeit auch rechtlich äußerst fragwürdig. So gilt etwa in Deutschland der Grundsatz, dass zivile Drohnen nur innerhalb der Sichtweite des Nutzers fliegen dürfen. Allerdings brachte dieses kleine Episode Amazon durchaus einen Vorteil. Der Konzern geriet mit diesem Vorhaben massiv in die Schlagzeilen.

Amazon Deutschland - Ein kleines Imperium

Der Hauptsitz von Amazon Deutschland liegt nicht etwa in Deutschland, sondern in Luxemburg. Dies mag durchaus steuerliche Gründe haben. Mitte 2004 wurde die Entwicklungsabteilung von Amazon Deutschland in München geschlossen, wobei ein Großteil der Mitarbeiter ihren Hut nehmen durften. Hierbei geriet das Unternehmen durchaus in Kritik, dass es Stellen abbaue, obwohl hierzu keine Notwendigkeit bestehe. Amazon begründete den Schritt jedoch mit einer größeren Zentralisierung. So würden länderspezifische Anpassungen nun entweder direkt aus Seattle oder aber aus dem Slough vorgenommen. Seit 2002 wird Amazon Deutschland von Ralf Kleber geleitet. Dieser befindet sich bereits seit 1999 im Unternehmen und ist sozusagen ein Pionier der ersten Stunde. Dabei trägt Kleber eine große Verantwortung, denn der wichtigste Markt im Ausland ist für den Konzern die Bundesrepublik. Allein 2013 wurden hier 10,5 Milliarden Dollar umgesetzt. Im Jahr davor waren es schon 8,7 Milliarden. Die bedeutet innerhalb nur eines Jahres eine Steigerung von 21 Prozent. Allein die Einnahmen aus Deutschland trugen mit 14 Prozent zum Gesamtumsatz von Amazon im Jahr 2012 bei. Für Deutschland bedeutet dies, dass das Unternehmen für ein Viertel der Versandhauseinnahmen im Internet verantwortlich ist. Daher ist die Sparte Amazon Deutschland ein Zweig, der aus dem Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist. Standort des Konzerns gibt es in Deutschland allerdings keine mehr - oder sagen wir es so - keine an die sich Kunden wenden könnten. Der gesamte Kundenservice von Amazon Deutschland, wird allein über diverse Callcenter abgewickelt.

Amazon Web Services - Die Amazon Dienste

Hinter dem Begriff Amazon Web Services verbergen sich noch weitere Amazon Dienste. Schon lange ist das Hauptgeschäft des Unternehmens nicht mehr nur der Buchverkauf. So gibt es bei den Amazon Web Services etwa die Onlinevideothek Amazon Instant Video und den Hörbuchdienst Audible. Die Amazon Dienste erstrecken sich zudem noch auf das Analyse Tool Alexa sowie auf die Filmdatenbank IMDb. Neben all dem verwendet Amazon keinen Standrdsuchalgorithmus auf seiner Seite. Hier wird die Eigenentwicklung A9 eingesetzt, welche sehr präzise Ergebnisse liefern soll. Doch zurück zu Amazon Dienste und Amazon Web Services. Diese sollen hier der Reihe nach nun einmal durchgegangen werden.

Der Amazon Marketplace

Auf Amazon kann man auch privat verkaufen. Hierfür bieten die Amazon Dienste den Amazon Marketplace an. Der Amazon Marketplace trägt hauptsächlich zu den Einnahmen des Unternehmens bei. Die jeweiligen Produkte werden stets bei einer Suchanfrage als Alternative zu den neuwertigen Produkten angeboten. Auf dem Amazon Marketplace wird von jedem Händler für einen verkauften Artikel eine Provision von 15 Prozent, welche sich am Verkaufspreis orientiert, einbehalten. Privaten Anbietern werden in der Regel 99 Cent abgezogen. Hinzu kommt eine Versandtransaktionsgebühr, welche je nach Kategorie und Käuferland unterschiedlich ausfallen kann. In Deutschland beträgt diese derzeit 1,16 Euro. Dabei ist es unerheblich, ob Amazon den Versand durchführt oder der Artikel privat verschickt wird, die entstandene Gebühr wird in jedem Fall immer eingezogen. In der Deutschland betragen die Versandkosten bei gebrauchten Büchern derzeit 3 Euro pauschal, womit die Spanne der Kosten vollständig gedeckt ist. Infos zum Thema:  Amazon FBA - Versand durch Amazon

Tools

Dabei kann der Anbieter noch auf weitere unterstützende Tools zurückgreifen. Hier kann zum Beispiel Amazon Advantage erwähnt werden, welches die Möglichkeit offeriert, Produkte direkt über den Katalog anbieten zu können. Wird dieser Amazon Dienst in Anspruch genommen, so werden die Artikel in Kommission genommen und direkt aus dem jeweiligen Logistikzentrum verschickt. Auf dem Amazon Marketplace muss sich der User in der Regel selbst um den Versand kümmern. Seit 2004 bietet der Konzern auch eigene Produkte unter verschiedenen Namen an. Zum Teil kann man diese auch auf dem Amazon Marketplace finden. Hierbei handelt es sich um Gartenmöbel, Werkzeuge und vieles mehr. Der Nachteil beim Amazon Marketplace besteht allerdings darin, das der Gestaltungsspielraum für das Einstellen von Artikeln äußerst begrenzt gehalten ist. Somit können nicht in jedem Fall alle geltenden Rechtsvorschriften erfüllt werden. Dies kann für professionelle Verkäufer mit hohen Abmahnrisiken verbunden sein. Deshalb sollte man im Vorfeld überlegen, ob man wirklich über den Marketplace verkaufen möchte.

Amazon Instant Video

Mit Amazon Instant Video hat sich unter die Amazon Dienste auch eine Videothek geschlichen. Diese ging aus dem Filmverleih Lovefilm hervor, welche immer noch bei Amazon zur Verfügung steht. Hier kann der User sich die gewünschten DVDs direkt nach Hause schicken lassen. Ab dem Jahr 2006 konnte man sich auch Filme mit einer Freigabe ab FSK 18 zusenden lassen. Diese konnten dann auch beim Unternehmen erworben werden, obwohl dies im Vorfeld niemals geplant war. 2011 wurde das bis dahin zum Teil eigenständige Unternehmen Lovefilm vollständig von Amazon übernommen. Kurz darauf wurde bekannt, das Amazon sogar eigene Fernsehserien produzieren will. Diese sollen dann über einen entsprechenden Kanal abrufbar sein. Doch zuerst musste mit Amazon Instant Video ein eigenes Streaming-Portal her. Hierzu wurde das komplette Angebot von Lovefilm direkt in Amazon Instant Video übertragen. Am 26. Februar 2014 war es dann soweit und Amazon Instant Video wurde aktiviert. Allerdings war das Angebot nur aus Deutschland erhältlich, da die rechtlichen Fragen im Zuge des internationalen Streamings noch nicht geklärt waren. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Marke Lovefilm aufgelöst, sodass das Angebot nur noch als Lovefilm DVD Verleih simultan zu Amazon Instant Video genutzt werden kann. Der Dienst muss dann extra bezahlt werden und kostet pro Monat 7,99 Euro. Amazon Instant Video wurde auch in das Angebot von Amazon Prime integriert. Hierdurch erhöhte sich auch gleich der Jahresabopreis um 20 Euro, auf nun 49 Euro.

Amazon Music

Amazon Music hat jetzt auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Im Dezember 2007 wurden die Amazon Dienste um Amazon Music erweitert. Hier kann das Angebot offiziell in die Beta-Phase und war seiner Zeit nur aus den USA erreichbar. Insgesamt enthält das Downloadportal Amazon Music mehr als zwei Millionen Titel. Über 180.000 Interpreten sind namentlich erfasst und auch alle großen Lables sind hier bei Amazon vertreten. Dabei werden die MP3s ohne DRM-Schutz angeboten und mit einer Bitrate von 256 kBit/s angeboten. Der Verzicht auf einen Kopierschutz birgt natürlich Risiken, ermöglicht aber den Usern, die Songs auf allen erdenklichen Geräten abzuspielen, und diese sogar auf eine CD zu brennen. Allerdings sind einige Songs mit einem Wasserzeichen versehen. Tauchen diese also als Download im Netz auf, so können sie eindeutig als Eigentum von Amazon Music identifiziert werden. Ein Titel kostet zwischen 89 und 99 Cent. Für ganze Alben muss man mit einem Preis zwischen 5,99 und 9,99 Euro rechnen. Seit 2009 ist das Angebot auch aus Deutschland zu erreichen. Hierbei können auch viele CDs, welche man physisch bei Amazon erwerben kann, als digitales Album heruntergeladen werden.

Amazon Payments

Mit Amazon Payments will Amazon anderen Zahlungsanbietern den Rang streitig machen. Die Beta-Version startete bei Amazon bereits im August 2007. Der eigentliche Amazon Web Services wird Flexible Payments Services oder kurz FPS genannt. Mit Amazon Payments soll es möglich sein, auch bei anderen Online-Shops außerhalb von Amazon zu bezahlen. Hierbei müssen dann die eigenen Kontodaten nicht offengelegt werden. Seit 2011 ist der Service von Amazon auch in Deutschland verfügbar. Amazon Payments kann am Anfang bei ausgewählten Händlern genutzt werden. Für die Kunden sind alle Transaktionen über Amazon Payments absolut kostenlos. Händler, die den Dienst nutzen wollen, müssen allerdings eine Gebühr an Amazon entrichten.

Amazon Prime

Amazon Prime ist seit November 2007 in Deutschland nutzbar. Hierbei kann man für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, Waren noch schneller erhalten. Amazon Prime bietet dabei einen günstigen Expressversand an, sodass manche Bestellungen bereits am nächsten Tag zugestellt werden können. Momentan betragen die Kosten für Amazon Prime jährlich 49 Euro. Vormals waren es 29 Euro gewesen, allerdings stieg dieser mit dem Hinzukommen von Instant Video an. Wer also bereits Amazon Prime Kunde ist, kann somit auch alle Videos aus der Videothek umsonst sehen. Der Dienst von Amazon wird sehr gerne in Anspruch genommen. 2013 konnte Amazon allein in den USA über 10 Millionen Prime Kunden aufweisen. Rund ein Drittel des Gewinns, wurden über diesen Service erzielt. 2014 machte Amazon den Schritt nach Österreich. Von nun an war auch hier Prime verfügbar. Allerdings müssen die Kunden dort auf den Mornig- und Evening-Express-Versand verzichten. Auch die Preise sind identisch mit denen in Deutschland, sodass man quasi Länderübergreifend ohne Einschränkung Einkaufen kann.

Amazon Vine

Amazon Vine handelt es sich um einen Klub für Produkttester. Dieser wurde 2007 gleichzeitig in den USA, in England und in Deutschland ins Leben gerufen. Den Mitgliedern von Amazon Vine werden Produkte übersandt, die dann ausgiebig geprüft und über welcher später ein Testbericht verfasst werden muss. Die Rezensionen tauchen dann unter dem jeweiligen Produkt, zusammen mit den übrigen Kommentaren auf. Allerdings sind die von Amazon Vine Testern verfassten Berichte entsprechend kenntlich gemacht. Bewerben kann man sich für den Klub leider nicht, denn Amazon wählt seine Tester von Hand aus. Diese werden dann entsprechend eingeladen. Die Amazon Vine Tester erhalten die entsprechenden Produkte kostenlos und dürfe diese im Anschluss auch behalten, sofern 6 Monate abgelaufen sind. Die Grundidee sah allerdings vor, dass die Produkte über einen Newsletter vergeben werden, der zweimal im Monat erscheinen sollte. Dieses System von Amazon Vine wurde aller umgestellt, um besser auf das jeweils aktuelle Produktangebot eingehen zu können. Allerdings erfährt Amazone Vine auch viel Kritik. So etwa von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die Amazon vorwarf, auffallend viele positive Berichte zu erstellen. Amazon wies dieses Vorwurf aber zurück, da die Mitglieder ihre Testberichte auf eigene Verantwortung verfassen würden.

Weitere Geschäftsfelder von Amazon

Amazon ermöglicht seinen Kunden auch, selbst Bücher zu veröffentlichen. Hierzu wurde 2005 der digitale Herausgeber Booksurge gekauft. Dabei ist die Plattform von Amazon nicht der einzige Shop, der vom Unternehmen betrieben wird. Auch die Einzelhandelsportale der NBA, Target, von Sears Canada, die Bebe Stores, von Timex, Marks & Spencers, von Mothercare und von Lacoste, werden von Amazon betrieben. Seit 2005 kann man sich auf Amazon auch seine Handwerke selber aussuchen. Hierzu dient die Plattform Amazon Mechanical Turk, auf welcher einfache Arbeiten angeboten werden. In den USA ist es sogar möglich, über Amazon Spendenportale zu eröffnen. Hierfür kann man die Plattform Honor System nutzen. Die komplette Abwicklung erfolgt dabei über die Kaufabwicklung auf der jeweiligen Seite. In Zukunft soll dieser Dienst auf weitere Länder ausgedehnt werden. Amazon bietet noch weitere Webdienste an. Diese kann man unter den Web Services nachlesen.

Amazon astore

Mit Amazon astore kann sich jeder Webseitenbetreiber seinen eigenen Shop einrichten. Bei Amazon astore handelt es sich eigentlich um ein Partnerprogramm, mit denen die Admins auch ganze Produktkategorien auf ihrer eigenen Seite präsentieren können. In den USA können auch Links zu Amazon gesetzt werden. Wenn diese ein Kauf erfolgt, wird die ID des Links erfasst und der Verkäufer wird von Amazon mit einer Provision belohnt. Um das Ganze zu vereinfachen, können die Nutzer auch direkt auf die komplette Produktdatenbank von Amazon zurückgreifen.

Noch mehr Service

Dabei stellt Amazon astore nur einen von vielen weiteren kleinen Services dar. So unterhält der Konzern mittlerweile auch einen eigenen Verlag, welcher als Amazon Publishing bezeichnet wird. Selbst Lebensmittel können hier nun gerordert werden, die dann direkt bis zur Haustür geliefert werden. In Deutschland ist es nun auch möglich, sich Spiele und Software herunterzuladen. Für das Smartphone gibt es zudem einen hauseigenen Store. Allerdings war ein Schritt wohl schon lange fällig. Bisher konnten die User ab einer Schwelle von 20 Euro ohne Versandkosten bestellen. Diese wurde nun auf 29 Euro angehoben.

Patente

Schon 1997 entwickelte Amazon die 1-Click-Methode, mit der Bestellungen durch die Verwendung von Cookies mit nur einem Klick möglich sind. Diese Funktion ist in den USA sogar unter einem Patent mit der Nummer 5.960.411 geschützt. Klagen von Amazon dies bezüglich hatten Erfolg, sodass andere Anbieter die die 1-Click-Technik verwendeten, diese von ihren Seiten entfernen musste. Dabei wurde der Konzern selber aber niemals hinterfragt, den die entsprechende Technologie stammt eigentlich von Netscape. Diese hatten sich diese Entwicklung aber niemals schützen lassen. In Deutschland gilt dieses Patent übrigens nicht, denn das Patentieren von Funktionen auf digitaler Ebene, ist hier nicht zulässig. Ein weiteres Patent wurde auf das Rezensionssystem von Amazon erteilt. Hierzu zählt auch ein von Amazon entwickeltes Bewertungssystem für die entsprechenden Rezensionen.

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