Drohne für iPhone & Android - NINETEC Spyforce1 Mini im Test

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Drohne für iPhone & Android - NINETEC Spyforce1 Mini im Test

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Drohne für iPhone & Android - NINETEC Spyforce1 Mini im Test

Mit der NINETEC Spyforce1 fliegt man günstig. Das Gerät kann auch als auch als Android Drohne oder iPhone Drohne verwendet werden. doch was taugt es?

Die NINETEC Spyforce1 Video Drohne - Der NINETEC Spyforce1 Test

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Es war ja abzusehen, dass es so kommen würde. Zuerst kamen die Billigflieger, die ihre Passagiere zu Tiefstpreisen bis auf den Gipfel des Mount Everest flogen, und nun das. Auch bei den Hobby Drohnen geht es mit dem Preis nun bergab. In letzter Zeit kamen unzählige Billigprodukte auf den Markt. Hierbei geht es nicht nur um den schnellen Verkauf von Ware, sondern auch darum, neue Schichten an Käufern zu eruieren und somit den Markt für das Hobbyfliegen auszubauen. Man investiert also in die Zukunft.

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Eines dieser Geräte ist das NINETEC Spyforce1 Mini. Hier muss man nicht hunderte von Euro auf den Tisch legen, sondern es reicht, wenn man über ein Budget von 149,99 Euro verfügt. Doch dies ist nur der Preis, den der Hersteller für den NINETEC Spyforce1 gerne hätte. Kauft man das Gerät online, so stellt man fest, dass der Preis deutlich unter hundert Euro liegt. Wahrlich ein Schnäppchen, doch Weitem noch nicht das Ende der nach unten führenden Fahnenstange. In diversen Supermarktketten gibt es Drohnen, die man quasi zum Preis einer Packung guten Kaffees bekommt, wenn man es einmal überspitzt ausdrücken möchte. Doch was taugt dieses Equipment eigentlich? Wir haben nachgeforscht und eines sei jetzt schon gesagt, auch mit dem NINETEC Spyforce1 ist der Spass nicht immer garantiert.

Die NINETEC Spyforce1 Mini kommt

Nun geht es los mit dem NINETEC Spyforce1 Test und wie bei vielen Dingen im Leben, entscheidet auch hier der erste Eindruck. Schön ist, das einem diverse Basteleien weitgehend erspart bleiben. Die NINETEC Spyforce1 Video Drohne ist praktisch sofort einsatzbereit. Beim Auspacken hält man auch gleich den NINETEC Spyforce1 selbst, die passende Kamera, die Fernbedienung und den Akku samt Ladegerät in der Hand. Wobei das in der Hand halten so eine Sache ist, beim NINETEC Spyforce1 Mini. Er wirkt doch sehr zerbrechlich und offensichtlichen wissen dies auch die Hersteller, denn es befinden sich gleich vier Ersatzrotoren im Paket. Die NINETEC Spyforce1 Video Drohne ist 18 cm lang, 14 cm breit und hat eine Höhe von 6 cm. Wenn man sie so anschaut, dann denkt man nicht wirklich, dass sie sehr leicht zu zerstören wäre. Allerding wird man eines Besseren belehrt, wenn man die Drohne etwa genauer unter die Luppe nimmt. Ihre Schwachpunkte sind die Einzelteile, sodass man doch sehr vorsichtig mit ihr zu Werke gehen sollte.

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Der Hersteller selbst weißt darauf hin, dass die NINETEC Spyforce1 Mini nur von Profis gesteuert werden sollte. Allerdings ist die angegebene Flugdauer von 4 bis 5 Minuten doch relativ kurz bemessen, wenn man bedenkt, dass der Akku fast eine Stunde zum Laden benötigt. Bei der Steuerungstechnik und der Kamera der NINETEC Spyforce1 Mini soll man sich aber darauf verlassen können, dass diese sich auf dem neusten Stand befinden. So kommt die NINETEC Spyforce1 mit einer HD Kamera daher, die immerhin eine Bildqualität von 1280 x 720 Pixel liefert. Allerdings erst im Nachhinein, denn das Bild wird nicht in Echtzeit übertragen - es gibt also keinen Flight per View Modus. Eine weitere Einschränkung ist der Radius von 100 Metern, in dem sich die NINETEC Spyforce1 bewegen kann. Hier kommt nicht wirklich Spass auf.

Die wichtigsten Daten der NINETEC Spyforce1 im Überblick

Die NINETEC Spyforce1 Mini wird von NINETEC hergestellt, einer Firma, die im Metier günstiger Technikprodukte nicht ganz unbekannt ist. Der offizielle Name lautet NINETEC Spyforce1 Mini. Ihre Maße werden vom Hersteller mit 17,6 x 14 x 6 cm angegeben. Zum Gewicht der NINETEC Spyforce1 schweigt man sich allerdings aus. Die Drohne sollte ab einem Alter von 14 Jahren eingesetzt werden, wobei das Modell nur für das Fliegen im Freien gedacht ist. Offiziell liegt die Flugzeit zwischen 5 und 6 Minuten. Angetrieben wird die NINETEC Spyforce1 Video Drohne von einem Lipo Akku mit 3,7 V/ 450 mAh. Dieser benötigt für eine vollständige Aufladung etwa eine Stunde. Die Steuerfrequenz liegt bei 2,4 GHz mit 4 Kanälen, wobei die 6 Axis GYRO-Technik zum Einsatz kommt. Das Flugverhalten der NINETEC Spyforce1 ist aber sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man andere Drohnen mit ihr vergleicht. Zudem ist der FPV-Mode von Werksseiten nicht möglich, wobei es aber Optionen hierfür gibt. Die Reichweite beträgt etwa 100 Meter. Die Auflösung der Kamera liegt bei 2MP HD-1280 x 720. Die erforderliche Speicherkarte wird gleich mitgeliefert, hat aber nur eine Größe von 2 GB. Der Flugmodi kann zwischen Anfänger und Profi umgestellt werden. Stabilisiert wird die NINETEC Spyforce1 Video Drohne durch ein Gyroskop, welches die Lage regelt. Auch ein Looping kann geflogen werden.

Das Flugverhalten der NINETEC Spyforce1

Fliegen kann sie, so viel ist sicher. Doch auch Profis haben mit diesem Gerät so ihre Probleme. Allerdings ist daran nicht wirklich die Technik der NINETEC Spyforce1 Mini schuld. Durch ihre sehr leichte Bauweise, wird sie schnell auch von schwachen Böen erfasst und aus dem Tritt gebracht. Das eingebaute Gyroskop kann hier nicht wirklich gegensteuern, denn desto stärker der Wind, umso mehr verliert man über die Drohne die Kontrolle. So hat man also die Wahl, bei Windstille zu fliegen oder doch lieber in einer großen Halle, wo man vor Wettereinflüssen geschützt ist. Hat man draußen dann doch das richtige Wetter erwischt, kann das Fliegen in beiden Modi richtig Spass machen. Beim Anfänger Modus wird allerdings nur die Geschwindigkeit gedrosselt.

Allerdings ist an Funktionen nicht viel zu erwarten. Drückt man auf die Taste Looping, so fliegt der NINETEC Spyforce1 einen Looping. Ein großer Nachteil ist allerdings der Akku und die aus ihm resultierende Flugzeit. Im Grunde benötigt man weit mehr Zeit, um die Drohne Startbereit zu machen, als man in der Luft verbringt. Hinzu kommt die Tatsache, dass die NINETEC Spyforce1 Video Drohne sehr schnell abstürzen kann, denn die Flugzeit und auch die Reichweite der Kamera können nur geschätzt werden, da eine entsprechende Anzeige hierfür fehlt.

iPhone Drohne und Android Drohne in Einem

Ein wenig mehr Spass kann man mit der NINETEC Spyforce1 schon haben, denn es handelt sich bei ihr sowohl um eine iPhone Drohne als auch um eine Android Drohne. Für beide Systeme gibt es entsprechende Apps, welche sogar das vermisste FPV nachrüsten können. Allerdings hat dies auch Konsequenzen, denn durch die zusätzliche Videoübertragung als iPhone Drohne oder Android Drohne, nimmt auch der Energieverbrauch weiter zu. Zudem lässt sich das Gerät schon über die originale Fernbedienung sehr schwer unter Kontrolle halten. Als Android Drohne oder als iPhone Drohne, steigt der Schwierigkeitsgrad nochmals an. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, der kann das Gerät gerne als iPhone Drohne oder Android Drohne testen, sollte aber alsbald wieder auf dieses Feature verzichten.

Die Kamera

Bei der Kamera der NINETEC Spyforce1 Mini gibt es nicht viel zu sagen. Zwar ist die Bildqualität in HD hervorragend, allerdings muss man quasi blind den Auslöser drücken. Daher erscheinen auch viele Aufnahmen verwackelt oder sie sind gänzlich unscharf. Somit kann man wirklich ordentliche Fotos aus der Vogelperspektive mit der Kamera der NINETEC Spyforce1 eigentlich vergessen.

Ein Bodenmodus?

NINETEC Spyforce1 als Auto? Ja, auch so was gibt es, denn die NINETEC Spyforce1 Video Drohne verfügt auch über einen Bodenmodus. Per Knopfdruck schaltet das Gefährt um, landet und fährt sozusagen die Räder aus. Allerdings muss für diesen Einsatz der Untergrund wirklich eben sein. Aufgrund der Bauweise der NINETEC Spyforce1 Mini können sehr schnell Schäden entstehen. Dies gilt auch für abstürze, welche sich durch die Lebenszeit des Akku und mangels vorhandener anzeige, wohl kaum vermeiden lassen werden.

Der NINETEC Spyforce1 Test - Ein Fazit

Zwiegespalten, so könnte man das Ergebnis des Tests mit der NINETEC Spyforce1 Mini nennen. Zwar kann man bei der Ausstattung in Relation zum Preis nicht wirklich meckern, allerdings zeigt die Praxis, dass die NINETEC Spyforce1 viele Unzulänglichkeiten aufweißt. Ihr Betrieb ist daher nur sehr eingeschränkt möglich. Die NINETEC Spyforce1 stellt daher nur einen schlechten Kompromiss zwischen Flugverhalten und Preis da.

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