Google Chromecast Test: Preis, Technische Daten, Apps, Setup

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Google Chromecast Test: Preis, Technische Daten, Apps, Setup

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Google Chromecast Test: Preis, Technische Daten, Apps, Setup

Google Chromecast bringt das Internet auf den Fernseher. Doch kann Chromecast mit anderen Anbietern mithalten? Der Chromecast Test wird es zeigen.

Google Chromecast - Ein Stick verändert alles

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Smart-TVs sind teuer und nicht jeder Flat ist gleich Smart. Doch dies soll sich durch Google Chromecast nun ändern. Jeder Fernseher soll auf diese Weise in der Lage sein, Inhalte aus dem Web zu empfangen, Filme aller Art wiederzugeben und auch der Zugriff auf diverse Apps kann erfolgen. Doch Google ist mit dieser Technik nicht alleine auf dem Markt. Auch Apple hat ein vergleichbares System im Angebot - dies schon vor Google. Kann Google Chromecast eine echte Konkurrenz zu den anderen Anbietern werden? Hier erfährt man es.

Der Chromecast Test

Im Chromecast Test muss sich die Technik von Google nun gegen die anderen Anbieter erwehren. Doch macht das Ganze überhaupt Sinn? Einen Flat mit Internetzugang bekommt man mittlerweile für unter 500 Euro und auch die Datenraten sind durchaus annehmbar. Allerdings gibt es bei den Anwendungen wie Youtube, Webseiten oder Meditheken arge Probleme. Für den genannten Preis kann man nämlich nicht wirklich Qualität erwarten und muss sich daher mit schwer zu bedienenden Benutzeroberflächen und langsamen App-Aufbau zufriedengeben. Allerdings haben Hersteller wie Apple und Händler wie Amazon bereits bewiesen, das man durchaus eine Benutzeroberfläche schaffen kann, welche sich sehr leicht bedienen lässt und dazu noch schnell reagiert. Daher erfreuen sich Apple TV und Fire TV auch großer Beliebtheit. Doch nun kommt Google und geht gleich noch einen Schritt weiter. Chromecast soll auch mit älteren Geräten Funktionieren, die nie dafür vorgesehen waren, ins Internet zu gehen. Dabei schlägt der Preis bereits alle Rekorde - Google will nur 35 Euro für sein Gerät haben. Billiger geht es nicht - soweit kann man im Chromecast Test schon einmal ein Fazit ziehen.

Was ist Chromecast?

Doch worum handelt es sich bei Chromecast eigentlich? Nun - im Grunde ist das Ganze nicht mehr als Stick, welcher über einen HDMI-Anschluss verfügt. Dieser wird in den Flachbildfernseher gesteckt. Anders als bei USB muss der Stromanschluss aber separat erfolgen, denn die HDMI-Buchse steht für gewöhnlich nicht unter Spannung. Daher wird Google Chromecast über ein beiliegendes Netzteil mit dem nächsten freien USB-Anschluss am Fernseher verbunden. Zum Glück spielt es dabei keine Rolle, ob der Fernseher einen Internetzugang hat oder nicht. Der Stick ist intern mit einem WLAN-Modul versehen, welches den n-Standard nutzt. Durch dieses kann man das Gerät mit dem heimischen Netzwerk verbinden. Die Daten werden nun vom Stick auf den Fernseher übertragen. Dabei können sogart Videos in HD angeschaut werden, sofern die Leistung des Netzwerkes dazu ausreicht. Stürzt das System einmal ab, so muss lediglich auf eine kleine Resettaste drücken, um den Stick wieder in Schwung zu bringen.

Das Chromecast Setup

Wichtig für unseren Chromecast Test war auch das Chromecast Setup. Wie einfach oder schwer ist es, das System zu installieren? Öffnet man das Paket, sieht man zuerst den Stick und ein paar Kabel vor sich. So findet man ein USB-Kabel, das Netzteil und die HDMI-Verlängerung vor. Die Verlängerung wird allerdings nur dann gebraucht, wenn der Stick aufgrund des Gehäuses nicht in den HDMI-Port schieben lässt. Allerdings gibt es kein Handbuch, dafür findet man eine Anleitung, welche in drei Schritte gegliedert ist. Reicht das? Die Antwort lautet ja. Die Anleitung wurde direkt auf den Karton gedruckt, und zeigt im Grunde das Auspacken, das Einstecken in den Fernseher und dann einschalten. Leichter geht es nicht.

Wie funktioniert Chromecast?

Schaltet man nun den Fernseher ein, so kann man direkt den Stick auswählen und auf Google Chromecast zugreifen. Zuerst wird die Internetverbindung eingerichtet. Hierzu muss man den WLAN-Schlüssel bereithalten. Sobald das Gerät eine Verbindung mit dem Internet hergestellt hat, kann es auch schon losgehen. Dabei sind diverse Apps vorinstalliert. So kann man sofort auf Youtube zugreifen, Google Movies aufrufen, sich RedBull-TV anschauen oder sich auf Watchever umsehen. Dabei funktioniert auch alles einwandfrei - die Apps werden schnell geladen und laufen flüssig - auch die Videos stellen kein Problem dar. Doch wie kann man nun den Stick steuern, ohne das eine Fernbedienung dabei ist?

Chromecast über Smartphone

Im Chromecast Test stellte sich heraus, dass dies ganz einfach funktioniert. Will man auf dem Fernseher etwa Youtube sehen, so muss man dieses einfach nur auf dem Smartphone öffnen. Hat man ein passendes Tablet, kann Chromecast auch über dieses bedient werden. Die App auf dem Tablet oder dem Smartphone erkennt dabei von alleine, ob ein Chromecast Stick im Netzwerk installiert ist. Ist dies der Fall, wird eine Schaltfläche angezeigt, mit welcher man die Inhalte auf Chromecast weiterleiten kann. Hierzu müssen das Smartphone und Chromecast gekoppelt werden. Ist dies geschehen, erscheint sofort Youtube auf dem Fernseher. Die Daten werden nicht vom Smartphone übertragen, sodass man dieses auch noch für andere Aufgaben verwenden kann. Google Chromecast bezieht alle Daten selbstständig aus der Google Cloud. Über die App auf dem Smartphone oder Tablet, kann bei Chromecast auch die Lautstärke geregelt oder von Inhalt zu Inhalt gesprungen werden. Dabei bietet das Gerät alle Funktionen einer Fernbedienung für einen Smart-TV, sodass Chromecast keine eigene Fernbedienung benötigt.

Bild und Ton im Chromecast Test

Was liefert Chromecast nun an Bild- und Tonqualität? Hier sei klar gesagt, dass dies stark von der Leitungsgeschwindigkeit abhängt. Im Test stand eine 16.000 DSL Verbindung zur Verfügung, wobei der Stick natürlich über WLAN verbunden wurde. Mit dieser Leitung lassen sich alle Videos und auch Musik flüssig und problemlos laden. Es gibt keine Ruckler und auch Aussetzer im Bild muss man nicht befürchten. Lediglich im ersten Moment muss man einen Augenblick warten, bevor der die Daten geladen wurden, denn Chromecast puffert den empfangenen Inhalt aus der Cloud zwischen. Dabei zeigen sich das Bild und der so, wie die Qualität des Materials es hergibt. Liegt dieses in HD vor, wird auch HD ausgegeben. Allerdings handelt es sich dabei nur um HD-Ready, denn Full-HD kann der Chromecast nicht abspielen. Kinosound in 3D oder in Dolby sind ebenfalls nicht drin.

Was kann Google Chromecast? - Die Chromecast Apps

Mit Chromecast kann man also Videos und Musik von verschiedenen Plattformen aus dem Netz auf den Fernseher holen. Doch ist dies schon alles? Was kann Goolge Chromecast? Im Gegensatz zu Apple TV oder dem System von Amazon, soll Chromecast schon etwas mehr bieten. Bei Google soll es sich um eine offene Plattform handeln. Somit können auch Drittanbieter für Chromecast neue Apps entwickeln. Google hat hier für eigens Google Cast entwickelt - ein Entwicklerpaket, welches es den Programmierern ermöglichen soll, ihre Apps mit der passenden Schnittstelle zu versehen. Das Prinzip hat offenbar Erfolg, denn die Anzahl der Chromecast Apps wächst. Inzwischen kann man bis zu 3.000 Downloads für Chromecast aus dem Internet beziehen. Und es sollen noch viele weitere folgen.

Maxdome und Netflix gefällig?

Bei Google Chromecast wird speziell darauf geachtet, dass nur Inhalte vorhanden sind, die in den jeweiligen Ländern auch verfügbar sind. So werden in Deutschland die Apps von Watchever, Maxdome und Netflix gleich Mitangeboten. Das Ganze funktioniert auf Chromecast dann auch noch sehr simpel. Wer sich zum Beispiel bei Watchever einen Film ausleiht, muss diesen nur antippen und auf das Chromecast Symbol tippen. Der Test war dabei eindeutig - die Schnittstelle funktioniert einwandfrei. Der Chromecast kann auch über den Chrome Browser auf dem Desktop-PC oder Laptop angesprochen werden. Mittels eines kleinen Plugins können sogar Webseiten auf den Fernseher übertragen werden. Auch bei diesem Versuch gab es keinerlei Probleme.

Ein kleiner Umweg

Chromecast ist schon etwas besonderes, denn viele Funktionen stehen ansonsten nur bei Geräten zur Verfügung, welche wesentlich teuer sind. Allerdings hat Apple hier einen kleinen Vorteil, denn mit dem integrierten Mediaplayer, können auch die Inhalte von einer beliebigen Festplatte im Netzwerk, direkt in iTunes integriert werden. Ein derartiges Feature gibt es bei Google Chromecast von hausaus leider nicht. Man kann es aber nach installieren, indem man auf Plex zugreift. Plex muss einmal auf dem jeweiligen Rechner installiert werden, welcher den Server darstellt. Eine App dient dazu, die Verbindung zum Smartphone herzustellen. Nun kann man die Filme von der Festplatte ohne Probleme abrufen. Allerdings muss man bei Material in Full-HD mit Aussetzern und Rucklern rechnen.

Das bleibt unterm Strich

Alles in allem kann man nur sagen - Chromecast funktioniert. Dies nicht nut bei neuen Geräten, sondern auch bei Flats, welche bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Dabei lässt sich Google Chromecast ganz einfach installieren und auch für Bedienung muss man kein Raketenwissenschaftler sein. Beim Netzwerkstreaming muss man allerdings auf eine direkte Unterstützung verzichten und mit externer Software nach bessern. Das funktioniert dann nicht ganz so reibungslos. Leider gibt es auch kein Full-HD und keinen Kinosound bei Chromecast. Doch trotz dieses kleinen Makels, kann Chromecast bedenkenlos gekauft werden, denn das System bringt das Internet ansonsten auf jeden noch so alten Fernseher. Vor allem die vielen Dienste stellen einen weiteren Grund für den Kauf dar. Wer das Streaming und Full-HD haben will, muss aber ausweichen.

Chromecast Technische Daten im Überblick

  • Ausgabe : HDMI, CEC (Consumer Electronics Control)
  • Maximale Auflösung der Videoausgabe : 1080p
  • Abmessungen : 72 x 35 x 12 mm (L x B x H)
  • Gewicht : 34 g
  • WLAN-Standards: 802.11b/g/n (nur 802.11n mit 2,4 GHz)
  • WLAN-Verschlüsselung : WEP, WPA/WPA2
  • Stromversorgung: USB (USB-Kabel und Netzteil im Lieferumfang enthalten)

Systevoraussetzungen - Unterstützte Betriebssysteme:

  • Android 2.3 und höher
  • iOS 6.0 und höher
  • Windows 7 und höher
  • Mac OS 10.7 und höher
  • Chrome OS (auf einem Chromebook mit Chrome 28 und höher)

Der Chromecast Preis im Vergleich zu den Alternativen

Der Chromecast Preis dürfte ein wesentliches Argument für den Kauf sein. Apple TV mit einem Preis von bis zu 79 Euro ist da deutlich teurer, allerdings wird eben auch HD geboten. Auch kann Chromecast keine Spiele streamen. Hier könnte man wiederum auf Fire TV von Amazon zurückgreifen. Allerdings kostet das Komplettpaket hier gleich mal bis zu 100 Euro und mehr. Um dieses Manko auszugleichen, kommt Google nun allerdings mit dem Nexus-Player daher. Sollte dieser ein Erfolg werden, könnte sich Chromecast dennoch durchsetzen. Wer bietet am Ende also mehr Unterhaltung?

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