Alienware Steam Machine: Test, Preis und Technische Daten der Hardware

Alienware Steam Machine

© Alienware Steam Machine

Alienware Steam Machine

Genau am 10.11.2015 startet der Verkauf der Steam Machines von Alienware. Im Test zeigt sich, dass die Modelle hochwertig sind, jedoch noch kleinere Tücken haben.

Die Steam Machines von Alienware im Test

Am 10. November 2015 beginnt der Verkauf der Spieler-PCs von Alienware. Die Steam Machines sind die ultimativen Computer, wenn es darum geht auf höchstem Niveau zu spielen. Einige der im Test betrachteten Features sind jedoch noch verbesserungswürdig.

Die Steam Machines von Alienware

Die von Alienware produzierten Steam Machines erscheinen wie eine Spielkonsole und lassen sich ebenso wie solche bedienen. Erik Johnson, der langjährige Valve-Mitarbeiter, sagt jedoch, dass es keine Parallelen zu einem Launch von Konsolen gibt. Johnson informiert, dass die Steam Machines von Alienware keine Konkurrenz zu PlayStation, Xbox und anderen Konsolen sein sollen. Valve möchte erreichen, dass die 125 Millionen Nutzer von Steam eine Hardware-Option erhalten, welche es ermöglicht die Spielebibliothek von Steam auch im eigenen Wohnzimmer benutzen zu können. Dies ist für viele Spieler ein großer Vorteil. Bei den meisten neu auf dem Markt befindlichen Konsolen stehen zum Launch meist lediglich zehn bis 20 Spiele zur Verfügung. Die Nutzer von Steam können jedoch auf viele Tausende Spiele zurückgreifen. Für alle Steam-Nutzer, die schon Computer-Spiele im eigenen Account gesammelt haben, besteht die Option diese ohne zusätzliche Kosten auf die eigene Alienware Steam Machine laden zu können, wenn die Version kompatibel ist. Dies ist nötig, da die Spiele für den Computer meist Windows-Spiele sind. Hierfür wird eine angepasste Fassung für Steam OS, das Betriebssystem, benötigt, damit die Spiele auf der neuen Steam Machine installiert werden können. Diese Problematik stellt lediglich eine von vielen weiteren kleinen Problembereichen dar.

Stark und klein - die relativ leise Steam Machine von Alienware

Viele Gründe sprechen dafür den eigenen Desktop-Computer nicht im eigenen Wohnzimmer zu integrieren, um ihn dort an einem großen TV anschließen zu können. Das Umstecken der Kabel wird dauerhaft zur Belastung und die Entwicklung des Lüftungsgeräuschs von einem klassischen Tower führt dazu, dass sich alle Anwesenden gestört fühlen. Das Testgerät von Alienware wiegt lediglich zwei Kilogramm und ist deshalb ein handliches und praktisches Gerät. Der Lüfter der Steam Machine ist zu hören, jedoch lediglich dann, wenn im Raum kein Geräusch zu hören ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Desktop-Computern ist das Geräusch leise. Der Anbieter Alienware offeriert vier unterschiedliche Steam Machine Modelle, welche in gleichen Kompaktgehäusen verstaut wurden. Die Größe der Steam Machines von Alienware ist mit dem Nintendo Wii zu vergleichen. In einem direkten Vergleich mit einer Xbox One oder der PS4 erscheint die Hardware jedoch eher klein.

Der Anschluss der Steam Machine

Die Steam Machine von Alienware ist besonders einfach anzuschließen. Das HDMI-Kabel wird eingesteckt und im Anschluss daran das Gerät eingeschaltet. Der Controller kann nun angemeldet und die Verbindung mit dem Internet hergestellt werden. Nachdem die Steam Machine zum ersten Mal in Betrieb genommen wurde, wird ein Update gezogen, welches ein bis zwei Minuten dauert. Im Moment befindet sich das Betriebssystem noch in einer Testphase, weshalb es täglich zu Aktualisierungen kommt. Wird kein Patch durchgeführt, dauert es etwa 40 Sekunden bis der Steam-Desktop nach dem Einschalten erscheint.

Steam Machine: Anschluss und Start

Die Benutzeroberfläche der Steam Machine

In Anlehnung an den Big-Picture-Modus von der Plattform Steam wurde die Benutzeroberfläche konzipiert. Diese kann auch auf dem Mac oder PC getestet werden. Die Nutzung von der Steam Machine ist intuitiv und wirkt besonders aufgeräumt in den Bereichen der Community, dem Shop und der Bibliothek. Mit einem Tastendruck können die Nutzer zügig zum Web-Browser und der Freundesliste gelangen. Der Web-Browser ist besonders wichtig, da im Moment noch keine für Mediendienste verfügbaren Apps wie Amazon Video, Netflix oder Spotify vorhanden sind. Das Unternehmen Valva möchte jedoch passende Programme nachliefern. Einen Termin hierfür gibt es jedoch noch nicht. Mithilfe des Steam-Browsers ist es jedoch möglich die Webseitenversionen mithilfe solcher Dienste ansteuern zu können, was sich jedoch etwas kompliziert gestaltet.

Der Controller für die Steam Machines

Damit der Nutzer navigieren kann, kann dieser einen USB-Port oder ein Xbox-Gamepad anschließen. Die höchste Eingabeflexibilität verspricht jedoch der im Lieferumfang enthaltene drahtlose Controller von Steam. Mit dem Daumen können zwei großzügig gestaltete Trackpad-Flächen bedient werden. Auch ein Analogstick kann vom Nutzer zur Steuerung verwendet werden. Hierdurch ist es möglich jene Steam-OS-Spiele mit einem Controller spielen zu können, welche normalerweise nur mit einer Tastatur oder Maus gespielt werden können. Beim Konfigurieren der Titel ist viel Handarbeit gefragt. Die User von Steam können passende Templates für die jeweiligen Spiele selbst anfertigen und in der Community von Steam teilen.

Der Test des Controllers von der Steam Machine

Bei Valve wird Wert darauf gelegt, dass die meisten PC-Spiele vom Steam-Controller unterstützt werden. Die präzisen Trackpads sind Controller-Analogsticks vorzuziehen und somit eine gute Alternative zur Steuerung mit der Maus am Computer. Im Test wurde eine Demoversion des Spiels "Just Cause 3" mit dem Controller ausprobiert. Mithilfe der Steuerung muss der Spieler jedoch genauer zielen. Für Personen, die dies zu kompliziert finden, kann die klassische Bedienung erfolgen. Das wuchtige Xbox-Gamepad liegt gut in der Hand und besitzt eine Vielzahl an Eingabemöglichkeiten. Die beiden Trackpads bieten vier Knöpfe an der Front, Schultertasten und einen Analogstick.

Der große Betrachterabstand und die kleine Schrift

Beim Testen der unterschiedlichsten Spiele fällt auf, dass die Benutzeroberfläche oftmals nicht skaliert werden kann. Bei der Nutzung am Computer sitzt der Benutzer in der Nähe des Monitors, doch bei dem Spielen von der Couch am Fernseher ist die Distanz meist größer. Einige Spiele sind deshalb kaum spielbar wie "Dota 2". Je nach Sitzposition kann die Spielbarkeit jedoch beeinflusst werden. Insgesamt fällt die Lesbarkeit jedoch im Vergleich zu Konsolenspielen schlecht aus.

Das Streaming mit der Steam Machine

Beim Streamen mit der Steam Machine sollten Nutzer nicht zu viel erwarten. Die Tester hätten gerne auf der edlen Konsole "Hearthstone" oder "Star Wars - Battlefront" getestet. Jedoch offerieren Unternehmen wie Blizzard und Electronic Arts die Spiele nicht auf Steam. Der Spieler hat die Option "Hearthstone" und Co. auf dem TV zu Streamen. Hierbei kann die Steam Machine oder ein für 55 Euro erhältlicher Steam Link genutzt werden. Jedoch funktioniert dies nur mit einer Netzwerk-Kabelverbindung. Von Valve wird empfohlen eine Datenübertragungsrate von 30 Megabit pro Sekunde oder mehr zu haben, damit mit einer Auflösung von 1080p gestreamt werden kann. Der Tester des WLANs war hierdurch etwas überfordert und blieb im Hauptmenü stecken. Der Stream von Steam ist eine hochwertige Idee, welche jedoch in Kabelsalat resultiert. Für alle die lieber Spiele von Windows spielen möchten gibt es Alienwares Alpha, was 70 Euro mehr kostet und zum Wohnzimmer-Windows-PC genutzt werden kann.

Die Probleme und Potenziale der Steam Machine

Die Hardware von Alienware ist leistungsstark, attraktiv und solide. Das Herunterladen von Spielen ist einfach und lässt sich leicht starten, die Schriftgröße ist jedoch weniger optimal und erschwert die Nutzung des Controllers. Das Problem ist mithilfe von sogenannten Video-Apps durch ein Update zu beheben. Der Kauf des Geräts sollte zu Beginn lediglich von Steam-Usern überdacht werden, die kaufkräftig sind und die eigene Spielesammlung im Wohnzimmer ausprobieren möchten. Ein vollwertiger PC-Ersatz ist die neue Hardware nicht, jedoch ein kostengünstiges Spielerlebnis wie Konsolen. Die Qualität der Grafik ist besser als bei der Xbox One oder der PS4. Auch die Aufrüstbarkeit und Zukunftssicherheit sind positiv zu erwähnen.

Der Preis der Steam Machine

Ab dem 10.11.2015 möchten viele Anbieter die Steam-Machine-Modelle in unterschiedlichen Varianten mit anderen Ausstattungen anbieten. Einsteigergeräte von Alienware unter der Bezeichnung i3-Systeme gibt es ab 600 Euro. Für 670 Euro erhält der Spieler acht GByte RAM sowie eine TByte Festplattenkapazität. Für das Topmodell von den Unternehmen Falcon Northwest oder Alternate können Spielefreunde auch vierstellige Beträge zahlen. Die hohen Preise der Hardware werden durch günstigere Steam-Preise abgemildert. Bei der zukünftigen Berücksichtigung des Steam-Controllers in Bezug auf die Schriftgröße könnte Valves Idee eine Zukunft haben. Für alle, die im eigenen Wohnzimmer gerne Videos gucken möchten oder einfach spielen möchten, ist die Spielekonsole besser geeignet.

Die Modelle des Geräts

Von Alienware gibt es vier unterschiedliche Steam-Machine-Modelle, welche sich preislich zwischen 600 Euro und 940 Euro bewegen. Auffällig ist, dass die LED-Farbe von den Logos des Herstellers separat eingestellt werden kann oder ganz ausgeschaltet werden kann.

Die Anschlüsse der Steam Machine

Auf der Rückseite des Geräts von Alienware gibt es Anschlüsse wie zwei USB3-Ports, ein Netzteil, ein Digital Audio, ein HDMI-Ausgang und -Eingang und einen Ethernet-Stecker. Vorne gibt es zudem drei weitere USB2-Anschlüsse.

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