Das Support-Ende von Windows Server 2003 und die Risiken

von Wirth, Uwe veröffentlicht

Das Support-Ende von Windows Server 2003 und die Risiken

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Das Support-Ende von Windows Server 2003 und die Risiken

Der Support von Windows Server 2003 geht zu Ende und birgt dadurch große Risiken. Keine Updates mehr wodurch Sicherheitslücken entstehen können.

Windows Server 2003 - Support Ende mit hohen Risiken

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Vor zwölf Jahren hat Microsoft den Windows Server 2003 auf den Markt gebracht. Der Support für das betagte Betriebssystem hat nun seit dieser Woche ein Ende was einige Risiken mit sich bringt. Das bedeutet für den Anwender, dass es seitens des Herstellers keine Updates mehr für Windows Server 2003 geben wird. Besonders kritisch zu sehen ist aber, dass es ab sofort nun auch keine Hotfixes mehr geben wird und sicherheitsrelevante Lücken nicht mehr gestopft werden. Zuvor wurde im April 2014 bereits der Support für das Betriebssystem Windows XP eingestellt. Nun besteht auch für die User von Windows Server 2003 die Gefahr, dass es verstärkt Angriffe von Hackern auf die Sicherheitslücken geben wird. Schaut man sich die vergangenen Jahre an, wurden von Microsoft allein 2013 37 kritische Updates veröffentlicht, die dem Schutz von Windows Server 2003 dienten. Dies hat damit ein Ende.

Große Risiken für Unternehmen nach dem Support Ende

Privatanwender die immer noch Windows XP nutzen riskieren durch gezielte Cyberattacken besonders finanzielle Schäden. Es gibt übrigens immer noch eine große Anzahl von Nutzern, die dieses Betriebssystem einsetzen. Wird aber Windows Server 2003 weiter eingesetzt, kommen zusätzlich noch rechtliche Komponenten für die Unternehmen hinzu. Wenn Unternehmen die Windows Server 2003 auch nach dem Ende des Support weiter nutzen, verstoßen sie nämlich gegen das IT-Gesetz, welches vom Bundestag im Juni 2015 verabschiedet wurde. Dieses Gesetz sieht nämlich vor, dass ein Unternehmen dazu verpflichtet ist die Software aktuell zu halten und damit für die entsprechende Systemsicherheit zu sorgen. Entsteht noch dem Ende des Support nun ein Schaden, weil die verwendete Software veraltet ist, kann der Vorstand, der Geschäftsführer oder auch der Leiter der IT-Abteilung nun zur Verantwortung gezogen werden. Dadurch entstehen nicht kalkulierbare Risiken für jedes Unternehmen, wenn Windows Server 2003 weiter verwendet wird.

Rechtlich Pflichen nach dem Support Ende

In den meisten Fällen ist überhaupt nicht bekannt, welche Risiken und rechtlichen Pflichten durch das Ende des Support für einen IT-Leiter oder Geschäftsführer entstehen. Besonders in kleinen bis mittelständischen Unternehmen werden die Risiken oft unterschätzt, weil das entsprechende Know-how einfach fehlt. Dies bestätigt auch das Unternehmen Microsoft auf Nachfrage. In einem Whitepaper verweist Microsoft noch einmal auf die Risiken nach dem Support Ende und klärt die IT-Verantwortlichen und Geschäftsführer über ihre Rechte und Pflichten auf. Weiteres unter https://goo.gl/YP1uNs

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