Sichere Passwörter: Wie merkt man sich ein sicheres Passwort?

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Sichere Passwörter: Wie merkt man sich ein sicheres Passwort?

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Sichere Passwörter: Wie merkt man sich ein sicheres Passwort?

Die Wahl verschiedener Passwörter für Websites, die dann auch noch alle Kriterien der Sicherheit erfüllen sollten, ist oftmals gar nicht so einfach. Hier die besten Tipps.

Die Wahl von sicheren Passwörtern - Sichere Passwörter sind ein Muss

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Die Wahl eines sicheren Passworts scheint oft deutlich schwieriger zu sein, als sie tatsächlich ist. Vor allem durch zahlreiche Richtlinien, mit denen einige online Portale ihre Kunden dazu zwingen, ein Passwort zu wählen, welches bestimmte Kriterien erfüllt, wird den Nutzern das Merken ihres Passworts oftmals erheblich erschwert. Weiters sollten sichere Passwörter jeweils nur bei einem Anbieter, nicht aber bei mehreren verwendet werden. Doch wie soll man sich eine solche Vielzahl von unterschiedlichen Passwörtern merken, die dann auch noch mit unzähligen Merkmalen gespickt sein sollen? Wir geben die besten Tipps für sichere Passwörter.

Zur eigenen Sicherheit

Ein erhebliches Defizit im Bereich der Sicherheit in der IT sind schlechte Passwörter. Vor allem das Verwenden des immer gleichen Passworts bei allen Anbietern ist geradezu eine Einladung für Kriminelle. Denn wer das Passwort eines Accounts einer bestimmten Person herausgefunden hat, hat somit Zugang zu all ihren Konten bei allen Unternehmen, wenn dort nicht extra andere Passwörter verwendet wurden. Für Hacker ist damit ein unglaublich einfacher Zugang zu den Daten ihrer Opfer geschaffen, sie besitzen Werkzeuge, mit denen es ihnen möglich ist, automatisiert alle eventuell möglichen Kombinationen von Zeichen auszuprobieren. Doch damit nicht genug, neuere Software ist sogar dazu im Stande, ganze Wörterbücher vollautomatisch als Passwort auszuprobieren, angefügte Zahlen stellen dabei definitiv kein Hindernis für die Hacker dar. Damit man nicht selbst Opfer eines solchen Angriffes wird, ist es wichtig, dass das eigene Passwort bestimmte Kriterien erfüllt, die es auch den vollautomatischen Programmen zum Ausprobieren möglicher Passwörter nicht zu einfach machen sollen - Im besten Fall scheitern diese natürlich daran.

Mit unsicheren Passwörter wird nicht nur der Account offen gelegt - Auch die persönlichen Daten sind damit quasi frei zugänglich

Noch dramatischer wird die Situation unter dem Gesichtspunkt, dass mit den jeweiligen Passwörtern oftmals äußerst sensible, private Daten geschützt werden sollen, mit denen in den falschen Händen erheblicher Schaden für einen selbst angerichtet werden kann. Besonders in der heutigen Zeit besitzt nahezu jeder ein Konto bei Facebook, eine eMail Adresse, viele weitere Konten bei Online Shops, bei denen persönliche Kreditkarten Informationen hinterlegt sind und oftmals auch einen online Zugang zum eigenen Bankkonto. Gerät genau dieser in die falschen Hände, wäre das das schlimmste, was dem betroffenen passieren kann. Nicht zuletzt aus all diesen Gründen sollte ein sicheres Passwort zum Standard gehören und als selbstverständlich angesehen werden - Zum Schutz des eigenen Wohls.

Doch wer wählt wirklich sichere Passwörter? Eine Umfrage unter den Nutzern von Web.de

Das Portal web.de führte zuletzt eine Umfrage durch, bei der etwa 60 Prozent aller Nutzer angab, nur ein einziges Passwort für alle Webseiten und andere Dienste zu nutzen. Noch schlimmer wird dieser Umstand, wenn das gewählte Kennwort dann nicht ein mal den Richlinien für ein sicheres Passwort entspricht. So war das Passwort von 43 Prozent aller Nutzer so unsicher, dass kriminelle Hacker dieses innerhalb weniger Minuten geknackt hätten. Viele User verwenden offene aber dennoch persönliche Informationen von sich selbst oder ihnen nahe stehenden Personen als Passwort, zum Beispiel ein Geburtsdatum, einen Namen oder eine Adresse. Dass ein Hacker ein solches Kennwort aber innerhalb kürzester Zeit geknackt hat und sich dabei auch an vermeintlich sicheren Merkmalen wie einer angefügten Jahreszahl keines Weges stört, ist den betroffenen Nutzern in der Regel nicht bewusst.

Ein sicheres Passwort ist die halbe Miete zum Thema Sicherheit

Ein sicheres Passwort zu wählen benötigt jedoch absolut keinen großen Aufwand, wie Sebastian Koye von web.de erzählt. Um sich ein sicheres Kennwort zu merken, kann zum Beispiel eine Eselsbrücke helfen, besonders beliebt ist auch die sogenannte Satzmethode, auf die sich einer Umfrage zu folge rund 14 Prozent der Internet Nutzer verlassen. Diese Methode funktioniert folgender Maßen: Der Nutzer wählt einen bestimmten Satz, den er sich, eventuell auch mit Hilfe einer Eselsbrücke einfach merken kann. Dieser Satz wiederum dient als Basis für das neue, sichere Passwort.

Sichere Passwörter wählen mit der sogenannten Satzmethode

Im nächsten Schritt wird von jedem Wort aus diesem Satz der Anfangsbuchstabe genommen, die groß und klein Schreibung wird dabei im besten Fall beachtet, sodass das Passwort möglichst verschiedene Zeichen ohne erkennbaren Zusammenhang enthält. Weiters können nun Buchstaben durch Sonderzeichen ersetzt werden, um sich diese Verschiebungen später leichter zu merken, sollten Sonderzeichen gewählt werden, die wie die jeweiligen Zeichen aussehen. So kann zum Beispiel € für E, $ für S, & für 8 und so weiter verwendet werden. Nun ist ein sicheres Passwort gefertigt, welches für Außenstehende scheinbar keinen Zusammenhang hat, für einen selbst aber durch den geheimen Satz relativ einfach zu merken ist.

Ein Sicheres Passwort für jede einzelne Seite - Tipp zur Sicherheit

Nun ist das Problem der unsicheren Passwörter gelöst, die innerhalb von Sekunden von Hackern geknackt werden können. Doch was soll man nun dagegen tun, dass auf allen Seiten ein und das selbe Passwort verwendet wird? 10, 20 oder gar 50 Sätze merkt sich schließlich auch niemand, vor allem dann nicht, wenn sie auch noch dem richtigen Dienst zugeordnet gehören. Der beste und vermutlich einfachste Trick ist hier das Anhängen eines Kürzels an das zuvor gewählt Passwort. So kann man zum Beispiel an das Passwort für web.de ein -w oder für facebook.com ein -f anhängen.

Daten schützen - Sichere Passwörter sind wichtig

Wichtig ist die Anwendung dieser sicheren Passwörter allerdings nicht nur auf dem Computer, sondern natürlich auch auf dem Smartphone oder Tablet. Denn auch dort werden äußerst sensible Daten verwaltet, die dringend davor geschützt werden sollten, in die falschen Hände zu gelangen. An sich ist die Wichtigkeit dieser Sicherheit aber bereits zur breiten Masse durchgedrungen, einer Umfrage von web.de zu folge verwenden mehr als 85 Prozent der Smartphone Nutzer eine Pin, ein Muster oder einen Fingerabdruck, um ihr Gerät und die darauf gespeicherten Daten vor Kriminellen zu schützen. Der Dank für die weite Verbreitung dieser Funktionen ist wohl den Herstellern der Geräte geschuldet, die die Nutzung der sicheren Eingabe zu einem einfachen Feature gemacht haben.

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