Sexting Gefahren: Neuer und gefährlicher Trend bei Jugendlichen

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

 Sexting Gefahren: Neuer und gefährlicher Trend bei Jugendlichen

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Sexting Gefahren: Neuer und gefährlicher Trend bei Jugendlichen

Bei Jugendlichen stellt das Thema Sexting eine große Gefahr dar. Denn durch veröffentliche Nacktbilder kommt es häufig zu Mobbingattacken.

Ein gefährlicher Trend

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Bei Jugendlichen gibt es einen neuen und sehr gefährlichen Trend und zwar das „Sexting“. Das erotische Nachrichten mal einfach so ausgetauscht werden, ist sicherlich schon älter. Doch die jetzige Generation der Jugendlichen mit ihren Smartphones hat durch die technischen Hilfsmittel, ganz andere Möglichkeiten. Besonders anzügliche Bilder lassen sich so auf schnellstem Wege verbreiten oder auch mit anderen teilen. Sexting ist bei Jugendlichen ein neuer und leider auch sehr gefährlicher Trend. Das Wort „Sexting“ kommt einmal von dem Wort „sex“ und „texting“, was im englischen nichts anderes Bedeutet als eine SMS schreiben. Durch den starken sozialen Druck, Vertrauensseligkeit und die Hormone, werden besonders Teenager dazu verleitet, unanständige Fotos mit ihrem Smartphone abzuschicken. Was am Anfang vielleicht wie ein ganz harmloser Flirt aussieht, wird dann meistens ganz schnell ernst. Doch die jungen Menschen merken das Ausmaß meistens erst viel zu spät.

Private Fotos

Sehr häufig landen dann private Fotos bei sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel Facebook. Doch diese Vorgänge namens Sexting lassen sich dann nicht wieder Rückgängig machen. Hat ein Jugendlicher erstmal ein Foto versendet, verliert dieser meistens die Kontrolle darüber und kann nicht verhindern, dass sich das Foto weiter verbreitet. Die jeweiligen Personen sind dann Hohn und Spott ausgesetzt oder müssen sich mit schlimmen Mobbingattacken rumschlagen. In diesen Fällen werden Mädchen ganz häufig von Jungs unter Druck gesetzt oder auch umgekehrt. Dies meint die Medienpädagogin Frau Kristin Langer, gegenüber dem Tagesspiegel von Berlin. Für einige Jugendliche ist Sexting die neue und moderne Art vom Flirten. In einigen Fällen wird diese Vorgehen auch als Mutprobe bezeichnet, wenn der Vorgang innerhalb einer Gruppe durchgeführt wird. Hier werden Schüler dann ungefragt mit zum Teil sehr freizügigen Bildern belästigt.

Sexting

Bei einigen Fällen sind es sogar unbekannte Erwachsene, welche mit Hilfe eines Pseudonyms den Kontakt zu den Jugendlichen suchen, um auf diesen Weg an erotische Bilder zu kommen. Dazu werden kinderpornografische Interessen verwendet, die manchmal auch als Erpressungsmittel dienen. Das Ausmaß kann dabei so enden, wie im Fall der Armanda Todd, wo im Jahre 2012 in den Medien berichtet wurde. Da verschickte eine Schülerin aus Kanada Bilder an einen Mann, wo sie mit nackten Brüsten abgebildet war. Als der Mann dieses Foto bekam, verbreitete er diese einfach bei Facebook. Dies hatte für Armanda Todd so schlimme Folgen, dass das Mädchen so stark gemobbt wurde, dass sie am Ende sogar Selbstmord begann.

Sehr beängstigend

Nach dieser Bekanntgabe, hat eine Schweizer Jugendschutzorganisation mit dem Namen „Pro Juvente“ auf diese Gefahren hin reagiert und eine Kampagne gestartet, die sich mit dem Thema Sexting bei Jugendlichen beschäftigt. Neben Plakaten und Merkblättern, hat die Organisation auch eine Hotline eingerichtet, so sich Betroffene von Sexting melden können. Das Unwissen von Online Risiken mit solchen Bildern ist sehr beängstigend, meint dazu die Mitarbeiterin der Kampagne „Pro Juvente“ Tanja Oswald. Sie ist auch die Leiterin von der Notrufnummer, sagt sie dem Tagesanzeiger (eine Schweizer Zeitung).

Maßnahmen

Auch hierzulande sind solche Maßnahmen nicht verkehrt, denn so wird die Machtlosigkeit der Schulen und Eltern dargestellt. Der Schulleiter vom Cloppenburger Gymnasium, Günter Kannen sagte gegenüber dem NDR, dass die Smartphones seiner Schüler zum Teil sehr voll seien mit Nacktbildern von Sexting. Er finde es äußerst erschreckend, besonders das Eltern und Lehrer von diesem Sexting Thema fast überhaupt nicht wissen und mitbekommen.

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