Bewerbung: Unprofessionelle E-Mailadressen mindern Jobaussichten

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Bewerbung: Unprofessionelle E-Mailadressen mindern Jobaussichten

© Jorma Bork / Pixelio.de

Bewerbung: Unprofessionelle E-Mailadressen mindern Jobaussichten

Eine schlecht gewählte E-Mail-Adresse kann die Jobchancen vermindern. Unprofessionelle Privatadressen können zum Stolperstein bei der Jobsuche werden.

Jobchancen werden vermindert durch eine schlecht gewählte E-Mail-Adresse

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Manche Personalchefs öffnen die vielen E-Mails der ganzen Jobbewerber erst gar nicht, damit sie ihnen eine Absage mitteilen können. Denn schon die E-Mail-Adresse kann der erste Stolperstein sein und die Jobchancen vermindern.

60.000 E-Mail-Adressen untersucht

Eine E-Mail-Adresse wie bierfranz84@web.de, heisermax69@gmail.com oder frechefranzi@gmx.de kann bei den Freunden schon mal für den einen oder anderen Lacher sorgen. Doch schickt man mit dieser E-Mail-Adresse eine Bewerbung ab, findet das nicht einmal der Chef einer Brauerei lustig. Bewirbt man sich per E-Mail auf eine Arbeitsstelle, verrät mit dieser manchmal mehr über sich, als er denkt. Immer mehr nationale und internationale Unternehmen lassen digitale Bewerbungsunterlagen zu, oder wünschen diese sogar ausdrücklich. Aus diesem Grund muss man als Bewerber auch heute auf andere Kriterien achten, als bei einer Zusendung per Post. An erster Stelle steht hier sicherlich die E-Mail-Adresse. 60.000 E-Mailadressen von Absolventen und Studierenden wurden von der Personalvermittlung Talerio untersucht. Darunter war unter anderem auch die oben erwähnte E-Mail-Adresse.

Falsche E-Mail-Adresse lindert die Jobchancen

Für eine digitale Bewerbung ist eine solche E-Mail-Adresse vollkommen ungeeignet. Aber auch eine E-Mail-Adresse, die auf den ersten Moment harmlos erscheint, wie "schnecki99@ oder "ichschaffdas@" sendet Signale, warnt der Geschäftsführer von Talerino Marlon Litz-Rosenzweig. Gibt es für die Stelle einen ähnlich qualifizierten Bewerber, kann die E-Mail-Adresse entscheiden, ob man zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird. Sein Tipp lautet aus diesem Grund: Man sollte diesen Effekt nutzen und sich eine entsprechende E-Mail-Adresse anlegen. Diese könnte sich zum Beispiel auf den Job beziehen, auf den man sich gerade bewirbt. Oder man wählt einen geeigneten Provider. Für einen Jura-Studenten könnte dies ein verschlüsselter Dienst sein.

Gmail und die Bewerbung mit besseren Jobchancen

Besonders in naturwissenschaftlich orientierten Berufen ist die E-Mail-Adresse ein wichtiges Kriterium. Eine Gmail.com E-Mail-Adresse wird unter den registrierten Talerino Nutzern von Chemikern zu 65 Prozent, Physikern zu 59 Prozent und Informatikern zu 53 Prozent genutzt. Lehramtsstudenten nuten dies E-Mail-Adresse nur zu 19 Prozent. Der Anbieter des E-Mail-Dienstes bietet viele leistungsstarke und kostenlose Onlinedienste. Um diese nutzen zu können, muss man eine Gmail-Adresse besitzen. Verwendet man nun eine E-Mail-Adresse dieses Anbieters zeigt man damit, dass man technisch interessiert und gewandt ist.

Andere Berufe - andere E-Mail-Adresse

Gmx.de wird von 20 Prozent der angehenden Lehrern genutzt. Bei den Informatikern sind es lediglich sieben Prozent. Auch wenn GMX ein guter Anbieter ist, suchen Informatiker meist einen E-Mail-Dienst der leistungsstärker ist.

Als Nicht-Techniker kann man nichts falsch machen, wenn die E-Mail-Adresse seriös klingt. Möchte man sich in einem technischen Beruf bewerben, kann für das Bewerbungsverfahren eine kostenlose Gmail-Adresse bestellen.

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