TomTom Bandit: App, Test, Preis, Technische Daten der Actionkamera

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

TomTom Bandit

© TomTom

TomTom Bandit

Der Markt der Action Cams wächst stetig. Immer mehr Hersteller nehmen die kleinen Alleskönner in ihr Portfolio auf, beispielsweise die TomTom Bandit.

TomTom Bandit: Action-Cam aus dem Hause des Navigationsexperten

Die Experten von TomTom sind vor allem für Navigationsgeräte bekannt und versuchen mit der TomTom Bandit den Markt der Action-Cams zumindest teilweise zu revolutionieren. So können beispielsweise Filme einfach geschnitten werden, in dem das mit der Kamera verknüpfte Smartphone geschüttelt wird.

Lieferumfang

  • TomTom Bandit-Actionkamera
  • Batt-Stick 1900 mAh
  • GoPro-Adapter
  • Standardhalterungen (2X2)
  • 1 ebene und 1 gewölbte Halterung
  • Spritzwassergeschützte Linsenabdeckung

Produktdetails im Überblick

  • Video : 1080p30/1080p60/720p60/720p120
  • Film : 4k15/2,7k30
  • Zeitraffer : 1080p30/4k30 (Aufnahme mit 1 Sek., 1/5 Sek., 1/10 Sek., 1/15 Sek., 1/30 Sek., 1/60 Sek.)
  • Zeitlupe : 1080p (2 x)/720P (4 x)/WVGA (6 x)
  • Einzelbild : 16 MP

Medien Server als Alleinstellungsmerkmal

Kann dieses Schütteln noch als Gadget abgetan werden, so dürften Liebhaber von Action Cams bei dem nächsten Feature schon genauer hinsehen: laut Herstellerangaben besitzt die TomTom Bandit als erste Kamera in diesem Segment über einen eingebauten Medien Server. Dieser ermöglicht die sofortige Sichtung und Bearbeitung des aufgenommenen Materials und gestattet das schnelle Hochladen auf soziale Netzwerke und Videoportale wie etwa Facebook oder Youtube.

Automatischer Filmschnitt

Wer sich als Nutzer vor allem auf das Drehen von Videos beschränken möchte und weniger Zeit mit dem Schnitt der Aufnahme befassen möchte dürfte mit der TomTom Bandit voll auf seine Kosten kommen. Markante Szenen werden seitens der Kamera anhand von Beschleunigung und Geschwindigkeit gefiltert und diese Schlüsselszenen in der gesamten Aufnahme entsprechend markiert. Die Messung erfolgt über die eingebauten Beschleunigungssensoren und den GPS-Empfänger, zusätzlich kann an die TomTom Bandit ein Pulssensor gekoppelt werden um Szenen, welche eine höhere Herzfrequenz beim Protagonisten hervorrufen, ebenfalls zu markieren.

Gadget sinnvoll genutzt

Nach der Setzung der entsprechenden Tags kommt wieder die eingangs erwähnte Schüttelfunktion zum Tragen. Mit der Bewegung des mit der TomTom Bandit verbundenen Smartphones wird das aufgenommene Video anhand der beschriebenen Markierungen geschnitten. Aber auch manuelle Markierungen sind seitens des Nutzers möglich. Dies kann entweder bei der Sichtung des Materials auf dem Smartphone erfolgen oder direkt beim Filmen, wofür die Aufnahmetaste erneut kurz gedrückt werden muss. Weiterhin kann der Anwender das Video mit einer gewünschten Musik, welche sich auf dem Smartphone befindet, aufwerten.

Gute Idee mit gewöhnungsbedürftiger Umsetzung

Das Schneiden anhand der automatisch vorgenommenen Markierungen erfolgt bereits nach kurzer Zeit sehr einfach und vor allem intuitiv. Dennoch bedurfte es beim Test einiger Korrekturen, da bisweilen langweiligere Szenen noch nicht entfernt wurden, andere eigentlich interessante Szenen mussten wieder hinzugefügt werden. Unterstützung erhält der Anwender dabei keine, da weder die Anleitung noch die Markierungen selbst besonders selbsterklärend sind.

Ein weiteres Problem tritt beim Upload des fertigen Videos auf Youtube, Facebook und Co. auf. Da zwischen der TomTom Bandit und dem Smartphone eine W-Lan Verbindung aufgebaut wird, kann der Upload nur über das mobile Datennetz des Smartphone erfolgen, was zum einen das verfügbare Datenvolumen schnell aufbraucht und zum anderen in der Geschwindigkeit deutlich hinter einem guten stationären Internetzugang mit W-Lan Zugang liegt. Wenn nicht gerade volles LTE-Netz verfügbar ist.

Vorteile überwiegen dennoch

Auch wenn die Bearbeitung und Verwertung der Aufnahmen einige kleinere Nachteile mit sich bringt überwiegen die Vorteile klar. Laut Hersteller ist die TomTom Bandit komplett wasserdicht und lässt sich dank Haltevorrichtung einfach per Klebepads an glatten Flächen, wie etwa einem Helm, anbringen. Zusätzlich kann mittels Adapter das Anbringen an einer GoPro-Halterung erfolgen. Dank des eingebauten 16-Megapixel-Sensors lassen sich mit der TomTom Bandit Auflösungen von bis zu 4K erzielen, was allerdings zu Lasten der Bildfrequenz führt, da diese Aufnahmen dann lediglich mit 15 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Daher sollten Anwender eher auf den Full-HD Modus mit der Auflösung 1080p60 und 60 Bildern pro Sekunde zurückgreifen, damit der Begriff Action Cam auch entsprechend gewürdigt wird. Die Aufnahmen können sich vor allem in puncto Schärfe und Farbe sehen lassen, auch wenn die Farbgebung etwas kräftiger als das reale Bild ausfällt erscheinen diese lebensecht. Gerade im Vergleich mit dem Klassenprimus, der GoPro Hero4, muss sich die TomTom Bandit mit dieser Leistung nicht verstecken. Zusätzlich zu den bekannten Videoaufnahmen kann die TomTom Bandit mit einer Zeitraffer- und Zeitlupenfunktion aufwarten. Im Bereich Fotoaufnahmen lassen sich neben herkömmlichen Bildern auch Serienaufnahmen fertigen, welche bis zu 10 Bildern pro Sekunde knipsen.

Einfache Bedienung als weiteres Plus

Vielfach gestaltet sich die Bedienung der kleinen Action Cams als kompliziert, nicht so bei der TomTom Bandit. Dank einer Vierwegetaste und einem ausreichend dimensionierten Display oberhalb der Kamera lassen sich schnelle Einstellungsänderungen vornehmen. Als Novum, nicht nur bei der TomTom Bandit, kann die komplett herausnehmbare Einheit bestehend aus Akku, micro-SD Karte und USB 3.0 Anschluss gesehen werden. Dies bietet den Vorteil, dass während des Aufladens des Akkus am PC die aufgenommen Bilder und Filme direkt auf den Computer überspielt werden können. Es werden also keine zusätzlichen Kabel oder Adapter dafür benötigt und es lassen sich zwei Arbeitsschritte sehr gut miteinander kombinieren. Jedoch gibt es auch hier eine kleine Einschränkung, da auf der Kamera lediglich die Rohfassungen der Aufnahmen vorliegen. Das geschnittene und überarbeitete Material befindet sich nicht auf der TomTom Bandit sondern auf dem Smartphone auf welchem die Bearbeitungsapp installiert ist.

Alles in allem ist die TomTom Bandit eine gute bis sehr gute Action Cam, welche bis auf einige kleinere Schwächen durchaus überzeugen kann. Diese Schwächen beeinflussen allerdings den Alltag kaum und so dürfte die TomTom Bandit für einen UVP von 429 Euro ausreichend Abnehmer finden.

TOMTOM Bandit - Technische Daten

Video

Video

1080p30/1080p60/720p60/720p120

Film

4k15/2,7k30

Zeitraffer

1080p30/4k30 (Aufnahme mit 1 Sek., 1/5 Sek., 1/10 Sek., 1/15 Sek., 1/30 Sek., 1/60 Sek.)

Zeitlupe

1080p (2 x)/720P (4 x)/WVGA (6 x)

Foto

Einzelbild

16 MP

Serienbild

16 MP/8 MP (Aufnahme mit 10 Sek., 10/2 Sek.)

Sichtfeld

1080p30/1080p60/720p60/720p120

Weitwinkel/Normal

4k15/4k30/2,7k30/Foto

Weitwinkel

Ton

Integriertes Mikrofon

Ja

Externes Mikrofon

Über optionales Kabel

Konnektivität

Wi-Fi

Ja

Bluetooth Smart

Ja

USB 3.0

Batt-Stick

Speicher

Micro-SD-Kartenleser

Batt-Stick

Micro-SD-Karte (Klasse 10)

Nicht im Lieferumfang enthalten

Größe

Display

22 x 25 mm/0,87 x 1 Zoll

Gewicht

190 g

Abmessungen

94 x 38 x 52 mm/3,7 x 1,5 x 2,0 Zoll

Wasserfestigkeit

IPX7

Spritzwassergeschützte Linsenabdeckung

IPX8 (5 ATM/ 50 m/164 Fuß)

Optionale wasserdichte Linsenabdeckung

Akku

Akkulaufzeit

Bis zu 3 Stunden bei 1080p30

Energiesparmodus

Stand-by-Modus nach 2 Minuten

Kapazität

1900 mAh

Aufladen

USB oder optionales Ladekabel

Akkuanzeige

Batt-Stick-LEDs

Unterstützte Sprachen

Sprachen

Englisch, Spanisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch

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