Online Bezahlmöglichkeiten - Wer konkurriert mit dem rasanten Aufstieg von Paypal?

von Frey, Leon veröffentlicht

Online Bezahlmöglichkeiten - Wer konkurriert mit dem rasanten Aufstieg von Paypal?

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Online Bezahlmöglichkeiten - Wer konkurriert mit dem rasanten Aufstieg von Paypal?

PayPal wurde 1998 gegründet und hat sich seitdem zu einem der wichtigsten Onlinebezahldienste entwickelt. Laut Stand des zweiten Quartals 2017 gibt es über 210 Millionen registrierte Accounts, weshalb PayPal als Gigant in der Branche betrachtet werden kann. Doch wie möchte der Konzern auch in Zukunft seine Vormachtstellung halten und gibt es Alternativen?

PayPals Aufstieg 

In den ersten Jahren arbeiteten viele bekannte und kluge Köpfe aus dem Silicon Valley für den Konzern und setzten ihn erst auf die Schienen des Erfolgs. Dazu gehörten Peter Thiel, Elon Musk, Reid Hoffman, Luke Nosek oder Ken Howery - alles Pioniere der Digitalisierung, die heute ihre eigenen Projekte wie Tesla, SpaceX, LinkedIn, Palantir Technologies, YouTube und Yelp managen und allesamt zum Club der Milliardäre gehören.

Durch diese Leute und die ausgeklügelte technische Finesse ist es auch nachvollziehbar, warum PayPal zur Spitzenklasse zählt. Doch es hat seinen großen Erfolg mitunter auch der Tatsache zu verdanken, dass es stetig auf dem Markt expandierte und damit die richtigen Entscheidungen traf. So ist PayPal dafür bekannt, Konkurrenzunternehmen oder Start-ups aufzukaufen und in das PayPal-Empire zu integrieren. So traf der Konzern 2013 die strategische Wahl zur Übernahme von Braintree, welches sich schon etabliert hatte und mit Händlern in über 40 Ländern zusammenarbeitete. Ein Teil von Braintree war auch Venmo, eine Smartphone-App, die es Nutzern erlaubte untereinander Geld zu versenden. PayPal hatte es also geschafft, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und erlangte dadurch die Kontrolle über eine gut funktionierende Infrastruktur, was den Status als Branchenführer untermauerte. 

PayPal besitzt kein Monopol - wo liegen die Alternativen?

Eine gesunde Konkurrenz ist gut für Endverbraucher, denn Monopolisten tendieren dazu, dem Markt ihre Bedingungen zu diktieren, da sie als einziger Anbieter fungieren. Dies ist jedoch nicht der Fall im Online-Handels-Service. Es gibt verschiedene Konkurrenten, die ebenfalls sichere Zahlungen im Internet erlauben. Hierzu zählt Skrill. Das britische Unternehmen ist in über 200 Ländern vertreten und erlaubt Zahlungen mit den unterschiedlichsten Währungen. Skrill ist besonders bekannt dafür, als Zahlungsplattform fürs Online Gaming zu fungieren. So kann man es in Onlineshops wie Steam, MMOGA oder Sloty Casino verwenden. Allerdings gibt es auch Shops außerhalb der Gamingbranche, die Skrill akzeptieren wie z. B. Skype. Darüber hinaus ist der weltweite Geldversand unter Freunden möglich und Geld kann auch auf das eigene Konto überwiesen werden. Ein weiterer bekannter Konkurrent ist Amazon Pay. Hierbei nutzt Amazon seine Infrastruktur als größter Online-Versandhändler, um Bezahlungen in teilnehmenden Geschäften zu ermöglichen. 

Wohin will PayPal?

Möchte PayPal also ganz oben an der Spitze bleiben, muss es dafür kämpfen. Da das Unternehmen schon seit 2015 an der Börse ist, kann es den Kurs seiner Aktien dadurch steigern, auf seine altbewährte Strategie, strategische Käufe zu tätigen zu setzen, um geografisch zu expandieren oder eine größere Nutzerbasis zu erreichen. Potenzielle Ziele in den USA können hier Square oder Stripe sein, in Europa wären Adyen und Klarna offensichtliche Kandidaten. Schaut man sich die Unternehmensgeschichte und den Markt an, scheint dies eine logische Vorgehensweise zu sein. Viele andere Möglichkeiten besitzt das Unternehmen auch nicht, da der Onlinemarkt immer mehr Konkurrenten erhält: so gibt es ebenfalls Banken, die versuchen in das Geschäft im Internet einzusteigen. Die kommenden Monate werden zeigen, welchen nächsten Schachzug das Unternehmen durchführen wird.

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