Deutsche Bank: Junge Deutsche sind die neuen Spar-Meister

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Deutsche Bank: Junge Deutsche sind die neuen Spar-Meister

© Deutsche Bank

Deutsche Bank: Junge Deutsche sind die neuen Spar-Meister

Junge Menschen sparen für die Kosten ihrer Ausbildung und sorgen frühzeitig für die Altersvorsorge. Sie sind die neuen Spar-Meister in Deutschland

Die neuesten Umfragen der Deutschen Bank ergaben eine deutliche Zunahme an jungen Menschen, die sich mit Sparen eine Rücklage bilden. Früher wurde diese Sparwilligkeit nur dern Schwaben nachgesagt, doch gegenwärtig sind es ca. 90 Prozent der Jugend, die dem Trend zum Spar-Meister folgen, reservieren monatlich einen bestimmten Anteil des Einkommens für das Sparbuch. Die Studie zeigte, dass Schüler und Auszubildende von ihrem Geld, das sie zur freien Verfügung haben, durchschnittlich 126 Euro von 464 Euro sparen. Das gleiche Verhalten zeigte sich bei Studierenden und Arbeitnehmer von 14 bis 25 Jahren.

Junge Männer sind die Spar-Meister

Den monatlichen Spareinsatz von 126 Euro muss differenzierter betrachtet werden, denn junge Männer legen einen höheren Betrag zurück, als gleichaltrige Frauen. Der männliche Jugendliche zahlt 146 Euro im Monat, als Rücklage, bei der Bank ein. Junge Frauen dagegen sparen nur 106 Euro, wobei zu beachten ist, dass ihnen 2014 nur 425 Euro zur Verfügung standen, den jungen Männern dagegen 483 Euro.

Konservatives Sparen liegt an der Spitze

Ein Großteil der Spareinlagen wird auf ein Sparkonto oder eine Sparcard überwiesen. Der Sparplan ist eine weitere Variante der unkomplizierten Sparform. So favorisieren 63 Prozent der jungen Erwachsenen diese Möglichkeit, um Vermögen anzusparen. Die restlichen Prozente teilen sich, mit 32 Prozent, das Tagesgeldkonto und mit 20 Prozent, das Sparen mit der Bausparkasse.

Aktien und Fonds sind Männersache

Im vergangenen Jahr ist die Beliebtheit der Geldanlage mit Aktien und Fonds, bei den männlichen Jugendlichen, um 4 Prozent angestiegen, wogegen bei den jungen Damen die geringe Höhe von 6 Prozent blieb. Doch das Interesse an Aktien und Fonds hat im vergangenen Jahr zugenommen und stieg als Sparmöglichkeit um 3 Prozent, von 9 auf 12 Prozent, an. Dieses Verhalten, der jungen Menschen, wird stark von den aktuellen Niedrigzinsen beeinflusst, wobei wiederum junge Frauen das Risiko scheuen.

Durch Sparen werden Konsumwünsche wahr

Die Studie gibt einen interessanten Hinweis auf die Motivation zum Sparen. An erster Stelle steht mit 52 Prozent die Erfüllung von Wünschen, wie Führerschein und Auto oder elektronische Geräte. Urlaubsreisen in ferne Länder wurden auf der Wunschliste ebenfalls ganz vorne platziert. Erst an der zweiten Position, mit 23 Prozent, folgt das Sparen für die Ausbildung, damit der Wunschberuf nicht an den Kosten scheitern muss. An letzter Stelle, mit 17 Prozent, steht die Altersvorsorge, die mit einem regelmäßigen Sparbetrag, gesichert werden soll.

Jugendliche vertrauen auf professionelle Beratung

Erstaunlich sind die Umfrageergebnisse, im Hinblick auf die Fragen zu Vertrauen und Zuverlässigkeit. Hier antworteten 64 Prozent der jungen Spar-Meister, dass sie bei Geldangelegenheiten der fachlichen Beratung eines Profis vertrauen. Ob sie mit einem Bankberater über ihre Finanzen sprechen oder mit einem Vermögensberater ihre finanzielle Zukunft planen, entscheiden sie bei Bedarf. Anders verhalten sich die jungen Menschen mit den täglichen Bankgeschäften. 71 Prozent möchten ihr Konto online oder mobil verwalten, mit der Tendenz nach oben.

Online-Banking via Smartphone

Die jungen Erwachsenen erledigen zu 47 Prozent ihre Bankgeschäfte Online und regeln die finanziellen Kontoangelegenheiten auf dem Apple iPhone oder mit dem Samsung Galaxy. Sehr beliebt ist das Online-Banking auf dem iPad von Apple, das über eine vergrößerte Bildfläche verfügt. Aber auch hier ist das Verhalten differenziert, denn 54 Prozent der männlichen Jugend nutzen Handy oder Tablet unterwegs, wogegen nur 40 Prozent der weiblichen Jugendlichen dazu greifen, auch wenn das Interesse im letzten Jahr um 9 Prozent, auf 69 Prozent, stieg.

Das könnte Sie auch interessieren