Indiegogo Crowdfunding für Griechenland - Thom Feeney will mit Spenden helfen

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Indiegogo Crowdfunding für Griechenland - Thom Feeney will mit Spenden helfen

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Indiegogo Crowdfunding für Griechenland - Thom Feeney will mit Spenden helfen

Griechenland soll per Crowdfunding gerettet werden. Dies ist zumindest die Idee von Thom Feeney, der ein entsprechendes Projekt auf Indiegogo gestartet hat.

Das Indiegogo Crowdfunding in Griechenland

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Der Streit ist fast nicht mehr zu ertragen. Griechenland und seine Geldgeber rangeln um Kredite und um das neue Reformpaket, und fast schon könnte man sagen, dass es sich nur noch um ein einziges Beharken handelt. Somitist für viele Menschen bereits nicht mal mehr im Ansatz zu erkennen, wo berechtigte Forderungen geäußert werden und was von dem ganzen nur Säbelrasseln ist. Und an dieser Stelle kommt Thom Feeney ins Spiel. Wer das ist? Er ist 29 und kommt aus England und will das ganze Ringen um eine Lösung vereinfachen. Mit seiner Idee soll Griechenland per Crowdfunding aus den groben Problemen geholt werden. Dabei soll Brüssel außen vor bleiben, nur die Bürger der EU sollen eine kleine Spende in den Crowdfunding Topf tätigen.

Thom Feeney plant - Über Indiegogo sollen Spenden fließen

Auf der Plattform Indiegogo, wurde von Thom Feeney eine entsprechende Crowdfunding Kampagne gegründet. Dieser stellt dabei eine beeindruckende Rechnung vor. In der EU leben 503 Millionen Menschen. Würde jeder nur ein paar Euro über die Crowdfunding Seite spenden, so könnte man Griechenland retten und wieder auf den richtigen Kurs bringen. Mindestens 3 Euro sollen nach Meinung von Thom Feeney nötig sein. Indiegogo sei dafür die beste Plattform, weil es beim Crowdfunding darum gehe, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

Kollaps bei Indiegogo

Sofort nachdem das Crowdfunding Projekt bekannt wurde, stürzten sich die Medien auf dieses Thema. Somit ist ersichtlich, das Thom Feeney definitiv einen sehr empfindlichen Punkt getroffen hat. Auch bei Indiegogo musste man erkennen, dass das Interesse an Griechenland anscheinend doch größer ist als erwartet. Die Seite musste am Dienstag vom Netz genommen werden, da sie den Ansturm der User nicht mehr verkraftete. Dabei ist das Interesse nicht nur auf Europa beschränkt, sonder erstreckt sich auf die ganze Welt. Diese Nachricht konnte man seitens Indiegogo, jedenfalls auf Twitter lesen. Vor dem Abbruch konnte die Seite allerdings bereits 200.000 Euro an spenden verzeichnen. Dabei wurde Feeney von einem Journalisten erzählt, dass der Ministerpräsident Griechenlands ein Treffen in Auge gefasst habe.

Verlockender Plan

Der Plan, auf diese Weise Griechenland zu retten, ist durchaus verlockend. Wirtschaftsideologien und Verhandlungsstrategien sei hierbei außen vor, sodass nur das eigene Urteil darüber entscheide, ob man hilft oder nicht. Viele Menschen sehen diese Möglichkeit durchaus als sehr verlockend an. Seiten wie Indiegogo mit ihrem Crowdfunding sind hierbei die beste Lösung. Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass es auch einige Probleme rund um die Initiative existieren. Dabei sind diese nicht in technischen Problemen zu suchen.

Hilfe per Naturalien

Feeneys Plan sieht vor, dass vor allem durch den Kauf von Naturalien, das Geld nach Griechenland fließen soll. So soll jeder Teilnehmer Ouzo, Salate und Wein erhalten, welche aus Griechenland stammen. Dabei sei ein solcher Aufwand logistisch kaum zu meistern, denn die Waren müssten in alle Welt verschickt werden. Auch der Staatshaushalt würde dadurch nicht entlastet werden, denn die Hilfe wäre nur indirekt. Allerdings gibt es noch ein weiteres Problem. Das Geld muss über Indiegogo innerhalb von einer Woche zugesagt werden, wobei dabei die Kleinigkeit von 1,6 Milliarden Euro zusammenkommen muss. Bisher sind 200.000 Euro durch das Crowdfunding zusammen gekommen - ein Bruchteil, der nicht einmal erwähnenswert ist. Auch die 1,6 Milliarden Euro selbst, wären für den maroden Staat nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Politische Lehren

Allerdings könnte doch eine kleine Lehre haften bleiben. Diese könnte lauten, das irgendwann einmal genug geredet wurde. Ist dies der Fall, dann schlägt die Stunde für die unpolitische Hilfe, über das Sammeln von Spenden im Web. Thom Feeney kann zumindest eines von sich sagen. Diese Idee heftet an seinen Revers. Sollte das Ganze wirklich Früchte tragen, sei es auch anders als geplant, so wird sein Name immer mit diesem Projekt verbunden bleiben.

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