Google umgeht beim Videodienst Youtube den Adblocker

von Aachen, Ulrike veröffentlicht

Google umgeht beim Videodienst Youtube den Adblocker

© Google - YouTube - ABP - Adblocker

Google umgeht beim Videodienst Youtube den Adblocker

Nutzer des Browsers Chrome werden seit Kurzem trotz Adblocker bei Youtube mit Werbeclips drangsaliert. Wie schafft es Google, den Werbeblocker zu umgehen?

Googles Verluste durch den Adblocker

>

Bisher hat der Adblocker bei einem jeden Browser für ein werbefreies Surfen gesorgt. Doch damit ist nun Schluss. Google hat es geschafft, bei dem hauseigenen Browser Chrome speziell für Youtube das an und für sich sehr nützliche Programm Adblocker auszutricksen. Youtube generiert regelmäßig eine enorme Summe an Einnahmen durch Werbung für das Mutterschiff Google. Der Adblocker sorgte dafür, dass letztlich mehrere Millionen US-Dollar weniger verdient wurden.

Der Adblocker auf Youtube

Mit Hilfe des Adblockers konnten bislang ohne Weiteres Display Ads, Banner und auch die Youtube typischen Preroll-Ads unterdrückt werden. Nun haben sich immer mehr Benutzer des Werbeblockers beschwert, dass das Programm bei ihnen nicht mehr funktioniere. Auch das Magazin Neowin hat bereits darüber berichtet, dass Google anscheinend Wladimir Palants Programm neutralisiere. Die Problmatik ist jedoch nicht flächendeckend aufgetreten. Lediglich die Benutzer des Chrome-Browsers sind betroffen. Die nerven- und zeitraubenden Prerolls werden einfach als Vorspann deklariert und müssen ohne wenn und aber bis zum Schluss angeschaut werden. Selbst die Möglichkeit des Überspringens besteht nicht.

Google erklärt sich

Bei Neowin liest man unlängst eine Erklärung zu dem Tatbestand von einem Entwickler aus dem Google-Chrome-Team. Dieser meint, dass die Dysfunktionalität lediglich eine Begleiterscheinung von einem neuen Sicherheitsupdate sei. Innerhalb von ein paar Wochen soll ein neues Update (Google Chrome 46) erfolgen, mit welchem die alte Funktionalität des Adblockers wiederhergestellt sein soll. Es bleibt zu hoffen, dass das Management von Google dies auch wirklich wieder möchte. Anderenfalls bleibt den Nutzern des Adblockers lediglich die Option auf einen anderen Browser (zum Beispiel Firefox) zurückzugreifen.

Das könnte Sie auch interessieren