Freiheit für DSL-Router – Bundesregierung schafft Router-Zwang ab

von Braun, Thorsten veröffentlicht

Freiheit für DSL-Router – Bundesregierung schafft Router-Zwang ab

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Freiheit für DSL-Router – Bundesregierung schafft Router-Zwang ab

Bislang schrieben DSL-Anbieter ihren Kunden vor, welchen DSL-Router sie nutzen müssen. Durch eine Entscheidung des Kabinetts wurde jetzt der Router-Zwang gekippt.

Bundesregierung schafft Router-Zwang ab

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Auf Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums beschloss das Bundeskabinett per Gesetzesentwurf die Abschaffung des sogenannten Router-Zwang. Bisher war es branchenüblich, dass die Nutzungsdaten der Internetanbieter erst an die Kunden weitergegeben wurden, wenn diese sich für einen entsprechenden DSL-Router des Anbieters entschieden hatten. Durch die Entscheidung gewinnen die Nutzer nunmehr die Wahlfreiheit bei der Anschaffung eines DSL-Router zurück, wodurch jeder Endverbraucher einen Gerät nach Wahl anschaffen kann bzw. bei einem Anbieterwechsel sein bisheriges Gerät ohne Probleme weiter nutzen kann.

Einwahldaten frei für alle DSL-Router

Neben der Abschaffung des Router-Zwang werden die Anbieter mit dem neuen Gesetz dazu verpflichtet, wichtige persönliche Daten an die Kunden herauszugeben um die Einwahl ins Internet zu ermöglichen. Bisher konnte ein DSL-Router nur mit vorgelieferten Daten eingerichtet werden ohne das Kunden die Möglichkeit hatten dies selbst vorzunehmen. Verstöße gegen dieses Gesetz werden seitens der Regierung zukünftig mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro pro Fall geahndet.

Zustimmung des Bundesrat notwendig

Es gilt in Fachkreisen als sehr sicher, dass auch der Bundesrat dem Gesetz zustimmt und damit einen jahrelangen Streit zwischen Telekommunikationsherstellern und Providern beendet. 19 renommierte Unternehmen auf Seiten der Hersteller plädierten während dieses Streits für eine frei Endgerätewahl an den Netzabschlusspunkten bei den Kunden vor Ort.

Positive Resonanz auf die Entscheidung gegen den Router-Zwang

Aufgrund des Rechtsstreits ist es wenig verwunderlich, dass vor allem die beteiligten Gerätehersteller das Ergebnis positiv aufgenommen haben. Durch den Wegfall des Router-Zwang sehen sie bessere Chancen auf dem Markt gerade gegenüber asiatischen Anbieter, welche aufgrund Kooperationsverträgen mit den führenden Providern beinnahe eine Monopolstellung bei den Endgeräten inne hatten. Aber auch für Nutzer bedeutet diese Entscheidung eine Verbesserung, da nunmehr durch die freie Wahl etwa teurere bisher genutzte Router bei einem Anbieterwechsel weiter zur Anwendung kommen können.

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