Facebook Like-Buttons - Problematischer Einsatz auf Webseiten von Unternehmen

von Eggers, Ursula veröffentlicht

Facebook Like-Buttons - Problematischer Einsatz auf Webseiten von Unternehmen

© Darren Abate/Invision/AP

Facebook Like-Buttons - Problematischer Einsatz auf Webseiten von Unternehmen

Unternehmen setzen gerne auf die Like-Buttons von Facebook. Dabei wird den Usern oft nicht mitgeteilt, dass bei der Nutzung Daten erhoben werden. Die VZ-NRW klärt auf.

Like-Buttons - Einfach Inhalte teilen

Die Like-Buttons von Facebook haben sich im Internet wie ein Lauffeuer verbreitet. Sie lassen sich auf Blogs, Presseportalen und auf den Seiten der meisten Unternehmen finden. Dabei wissen die User dieses Feature durchaus zu schätzen, denn noch nie war es so einfach wie heute, über den kleinen Schalter des sozialen Netzwerkes, Inhalte mit anderen zu teilen. Dabei sind es in der Regel die eigenen Freunde, die als erstes von interessanten Informationen profitieren sollen. Doch vielen Nutzern ist überhaupt nicht bewusst, dass nicht nur das "Gefällt mir" auf das eigene Profil übertragen wird. Der Online-Gigant aus dem Sillicon-Valley liest nämlich auch alle anderen Zugriffsdaten der jeweiligen Webseite aus. Hierzu muss ein Nutzer noch nicht einmal über ein Facebook-Profil verfügen.

Aufklärungspflicht für Unternehmen bei Nutzung der Facebook Buttons

Unternehmen stehen dabei in einer Aufklärungspflicht gegenüber den Nutzern ihrer Seiten, klärt Wolfgang Schuldzinski - aktuell Vorstand der Verbraucherzentrale in NRW - auf. Diese müssen konkret darüber informieren, dass durch die Nutzung des Like-Buttons auf ihrer Präsenz, Daten erhoben werden. Hierzu gehören auch entsprechende Hinweise darauf, dass diese gespeichert und sogar an dritte weiterübermittelt werden, um diese etwa zum Zwecke maßgeschneiderter Werbung zu verwenden, führt Schuldzinski weiter aus. Bereits im Jahr 2015 wurden von der VZ-NRW mehrere Abmahnungen ausgesprochen, da diverse Firmen die Buttons von Facebook nutzen, ohne allerdings über die Datenerhebung aufzuklären.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Im Streitfall der Verbraucherzentrale gegen die Unternehmensgruppe Peek & Cloppenburg KG wurde der VZ mittlerweile vom Landgericht Düsseldorf recht gegeben. Das Urteil unter dem Aktenzeichen 12 O 151/15 ist derzeit aber noch nicht rechtskräftig und kann somit nicht als Präzedenzfall angeführt werden. Allerdings sieht Schuldzinski optimistisch in die Zukunft. So kommentiert er den Richterspruch mit den Worten, dass der Praxis von Facebook, die Daten der Nutzer, ohne deren Wissen zu erheben, nun endlich ein Riegel vorgeschoben werden.

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