Facebook #celebratepride Trend: Regenbogen-Profilbilder erstellen

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

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© Alexander Hauptmann / Facebook

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Auf facebook.com/celebratepride können Nutzer jetzt Facebook Regenbogen-Profilbilder erstellen und via #celebratepride in die Welt senden. Die Feier der "Homo-Ehe"!

Facebook #celebratepride Trend: Regenbogen-Profilbilder erstellen - facebook.com/celebratepride

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Facebook wäre nicht Facebook, wenn aktuelle Ereignisse keine Trends auslösen würden. So ist es auch mit dem Thema Homosexualität beziehungsweise mit der gleichgeschlechtlichen Ehe. Am 26. Juni – also am Freitag – fiel in den USA eine sehr wichtige Entscheidung: Der Oberste Gerichtshof oder Supreme Court genehmigte die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare. Seit der Entscheidung sind nun die homosexuellen Paare den heterosexuellen Paaren gleichgestellt, was die Ehe-Rechtsprechung angeht. Dies gilt für die gesamten USA und nicht nur für die Staaten, die zu Beginn im Gespräch waren – also Kentucky, Ohio, Tennessee und Michigan. 2013 nahm dieses Thema seinen Anfang vor dem Obersten Gerichtshof.

Damals klagte Jim Obergefell, weil er in dem Staat Ohio, wo er zu Hause war, seine Ehe mit John Arthur nicht anerkennen lassen konnte. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür existierten nicht – er konnte das nicht akzeptieren und beschloss, vor Gericht zu gehen. Viele Nutzer möchten nach dem spektakulären Urteil ihre Unterstützung dafür zeigen, und zwar nicht nur auf Twitter oder Instagram, sondern eben auch über das Soziale Netzwerk Facebook. Hier beginnt die Geschichte der bunten Regenbogenbilder, die derzeit überall im Netz kursieren. Weshalb nun ein Regenbogen, mag sich manch einer fragen. Die Fahne mit den bunten Streifen gilt schon seit langer Zeit als Zeichen der Akzeptanz und der Toleranz sowie des Vielfalt. In den 1970ern etablierte man die Regenbogenfahne als Symbol für schwule und lesbische Bewegungen.

So kann man Regenbogen-Profilbilder auf Facebook erstellen

Es ist gar nicht schwierig, an der Aktion #celebratepride teilzunehmen. Wer selbst Regenbogen-Profilbilder erstellen möchte, kann dazu einen praktischen Service der Facebook-Macher nutzen. Dazu muss nur die Unterseite /celebratepride aufgerufen werden. Sofort erhält man hier eine Vorschau seines eigenen, bisherigen Profilbildes – nur eben in buntem Regenbogendesign. Wer die Ansicht so gut findet, kann sie gleich sichern. Man muss dazu nur auf die Anzeige der Worte „Als Profilbild verwenden“ klicken. Nun ist alles bereits erledigt und das neue Profilbild ist online. Selbstverständlich kann man jederzeit ein neues Profilbild hinterlegen, um das bestehende auszutauschen. Hier bleibt alles wie gehabt.

Seit dem Wochenende zu finden: #celebratepride und facebook.com/celebratepride

Wie so mancher andere Trend haben auch #celebratepride und damit auch die Seite facebook.com/celebratepride schnell große Bekanntheit erlangt. Wer heute seinen Facebook Account ansieht, wird sicherlich viele Regenbogen-Profilbilder entdecken. Die ersten Bilder dieser Art tauchten schon sehr früh auf, nachdem die Entscheidung des Gerichtshofs in Washington am Freitag bekannt geworden war. Zu Beginn wurde wohl noch selbst umgefärbt. Es waren auch gleich einige Promis mit von der Partie, zum Beispiel Vanessa Hudgens von "Spring Breakers", die sich entsprechen auf Twitter zeigte sowie Arnold Schwarzenegger (einstiger "Terminator"). Was der „Terminator tat, wollten auch viele andere tun. Darüber hinaus klickten Sie auf „Gefällt mir“ – insgesamt wurden in dieser Form rund 300.000 Facebook-Fans solidarisch aktiv.

Wie sieht #celebratepride bei Twitter aus?

Wer auch andere soziale Netzwerke als Facebook nutzen möchte und die Regenbogen-Profilbilder toll findet, wird nicht enttäuscht. Während im einen Fall facebook.com/celebratepride aufgebaut wurde, begann #celebratepride auch auf Twitter, seine Kreise zu ziehen. Statt der Regenbogen-Profilbilder setzte sich hier ein ganz besonderer Hashtag durch, und zwar „LoveWins“.

Kritik an der Internetaktion

Wie so oft gibt es auch bei der Aktion #celebratepride auf Facebook nicht nur Befürworter. Die Regenbogen-Profilbilder und damit auch facebook.com/celebratepride riefen bislang auch schon Kritik hervor. Die Macher des amerikanischen Portals „The Atlantic" stellten die Vermutung an, dass die Extra-Seite bei Facebook Teil eines wissenschaftlichen Experiments sein könnte. Wie stark lassen sich Facebook-Nutzer von sozialen Netzwerken beeinflussen? Dies könnte man über die Aktion sicherlich herausfinden.

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