Das Dark Internet - Trend Micro Erfahrungen mit dem Darknet/Dark Web

von Braun, Thorsten veröffentlicht

Dark Internet - Trend Micro Erfahrungen mit dem Darknet/Dark Web

© Trend Micro

Dark Internet - Trend Micro Erfahrungen mit dem Darknet/Dark Web

Die Trend Micro hat sich mit dem Darknet (auch Dark Internet oder Dark Web genannt) beschäftigt und die gemachten Erfahrungen in einem Bericht zusammengefasst.

Das Sicherheitsunternehmen Trend Micro über das Dark Internet

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Als Dark Web wird die dunkle Seite des Internets bezeichnet, über die es mit etwas Recherche kein Problem ist, Anbieter für alle Arten von Verbrechen zu finden. Selbst Auftragsmorde können über das Darknet in Anspruch genommen werden. Neben diesem düsteren Angebot im Dark Internet, ist dieses Medium jedoch für viele politische Aktivisten regelrecht überlebenswichtig geworden. Das japanische Sicherheitsunternehmen im TI-Bereich Trend Micro, hat sich dabei in den vergangenen zwei Jahren ausgiebig mit dem Darknet beschäftigt und ihre Erkenntnisse in Forschungspapieren zusammengefasst, die ein erschreckendes Bild wiedergeben. Unter dem Namen „Unter der Oberfläche: Das Deep Web erkunden“ geben diese Aufzeichnungen nicht nur Behörden einen umfangreichen Einblick in das Dark Internet.

Die Angebote im Darknet

Ein gefälschter Führerschein oder Pass für Deutschland ist im Dark Web schon für rund 700 Euro zu haben. Auftragsmorde werden hingegen am 180.000 US-Dollar angeboten, beziehungsweise für 300.000 Dollar, wenn der Mord wie ein Unfall arrangiert werden soll. Dies sind nur einige wenige illegale Aktivitäten und Angeboten, die über das Dark Internet mit ausreichen viel Geld gebucht werden können.

Die schockierende Wahrheit über das Dark Web

Rund ein Viertel aller Webadressen, die von der Firma Trend Micro im Dark Web gefunden wurden, stehen in Verbindung mit Kindesmissbrauch. Weiterhin werden auch gewalttätige Akte, wie ein Bombenanschlag, Vergewaltigungen oder Prügelattacken als eine Art „Dienstleistung“ angeboten. Ebenso werden Dienste wie dem Erstellen von einer Schadsoftware, Geldwäsche oder auch geklaute Kreditkartendaten für den richtigen Preis offeriert. Mit Abstand am meisten werden im Darknet jedoch nach Drogen gesucht. Hierbei führt der Begriff Cannabis vor dem Begriffen Ritalin und Xanax die Liste der meistgesuchten Wörter im Dark Internet an.

Das Darknet in den Medien

Es dauerte bis 2013, bis dem Dark Internet zum ersten Mal eine größere Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt wurde. In dieser Zeit beschäftigte sich das FBI damit, den „Silk Road-Markt“ zu schließen. Im Zuge dieser Bemühungen wurde der weltweite Drogenverkehr im Internetuntergrund offengelegt.

Die Anfänge von dem Darknet

Es wäre falsch, wenn das Dark Web auch als Deep Web bezeichnet werden würde und es nur als Plattform für kriminelle Aktivitäten anzusehen. In seinen Uhrsprüngen war das Dark Internet eher als Kommunikationsstelle für User gedacht, die beispielsweise von einer Zensurbehörde des Staates verfolgt wurden und die sich sonst dem Risiko einer Repression aussetzten. Als Beispiel wurde das Dark Web von politischen Aktivisten verwenden, die sich während des „Arabischen Frühlings Proteste“ mobilisierten. Wie in der realen Welt kann somit auch im Dark Internet nicht einfach zwischen gut und böse unterschieden werden, da die jeweilige Einstufung oft von den Motiven und Absichten der Akteure abhängig ist, wie die Firma Trend Micro weiter ausführt.

Dir Nutzung von dem Dark Internet

Das dunkle Web verwendet als Anonymisierungswerkzeug „TOR“ und „I2P“ beziehungsweise andere Netzwerke, die Peer-to-Peer verwenden. Somit kann das Darknet komplett anonym besucht werden, was vor allem für Whistleblower oder auch Dissidenten, in einem Regime einfach eine Frage des Überlebens darstellt. Leider gibt diese Anonymität auch Verbrechern die Möglichkeit, unentdeckt und ohne großes Risiko zu agieren. Wer sich ein Bild er Studio „Unter der Oberfläche: Das Deep Web erkunden“ von der Sicherheitsfirma Trend Micro machen möchte, kann die dazugehörige PDF unter folgender Adresse herunterladen: http://www.trendmicro.de/media/wp/tl-forschungspapier-deep-web-whitepaper-de.pdf .

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