Corporate Social Responsibility – Gesellschaftliche Verantwortung wird für Unternehmen immer wichtiger

von Frey, Leon veröffentlicht

Corporate Social Responsibility – Gesellschaftliche Verantwortung wird für Unternehmen immer wichtiger

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Corporate Social Responsibility – Gesellschaftliche Verantwortung wird für Unternehmen immer wichtiger

Für immer mehr Unternehmen zählt es mittlerweile zur Unternehmensphilosophie, sich neben ihren wirtschaftlichen Aufgaben auch ehrenamtlich sozial ihrem Umfeld zu widmen. Schließlich kann wirtschaftlicher Erfolg langfristig nur in einer leistungsfähigen und stabilen Gesellschaft erreicht werden. Gesellschaftliche Verantwortung, auch Corporate Social Responsibility genannt, ist daher ein Erfolgsfaktor für Unternehmen, wie zahlreiche Beispiele aus der Praxis belegen.

Gelebte Nachhaltigkeit

Insbesondere große Industriebetriebe setzten Corporate Social Responsibility   (CSR) gezielt ein, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Der Technologiekonzern Siemens hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Werte für die Gesellschaft zu schaffen und hat diese Mission seit jeher stark im Unternehmenszweck verankert. Das Firmenmotto „Ingenuity for Life“ spiegelt genau das wieder. Joe Kaeser, Vorstandschef von Siemens, erklärt den Claim folgendermaßen: „Ingenuity bedeutet für mich Ingenieurskunst, Unternehmertum, Innovationskraft und die Bereitschaft, für die Gesellschaft tagtäglich unser Bestes zu geben. For life heißt, dass wir in jeder Generation bei Siemens Dinge tun, die langfristig Wert schaffen – für den einzelnen Kunden, Mitarbeiter und Bürger genauso wie für die Gesellschaft als Ganzes.“ Siemens hat daher im Rahmen seines Nachhaltigkeitsprogrammes eine Methode entwickelt, um den eigenen gesellschaftlichen Mehrwert zu messen. Das Unternehmen identifiziert die Themen, die nachhaltig für die Entwicklung relevant sind, wie Wirtschaftswachstum die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitskräften, in Bezug auf Innovationen, Umweltschutz, Lebensqualität und den Wandel der Gesellschaft und kann so entsprechend reagieren.

Online-Casinos übernehmen Verantwortung

Wie aber wird die gesellschaftliche Verantwortung in sensiblen Branchen gelebt? Gerade Glücksspielunternehmen werden immer stärker daran gemessen, ob sie ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen. Im Bezug auf Glücksspielunternehmen stellen sich unweigerlich Fragen wie: Können uns die Anbieter garantieren, dass Verantwortungsbewusstes Spielen an erster Stelle kommt? Können Betreiber mit einer potenziellen Sucht umgehen? Das Online-Glücksspiel-Unternehmen Mr. Green hat sich dieses Problems gany konkret angenommen und in Zusammenarbeit mit „Sustainable Interaction“, dem Marktführer von Selbsthilfe Tools für Online-Spieler, eine eigene Anwendung entwickelt. Mit dem Prognose-Tool  ist es dem Nutzer möglich sein Budget und Spielverhalten besser zu kontrollieren. Zusätzlich zur Selbstauskunft wertet das Tool Spielverhalten aus, analysiert es und macht es so transparenter für den Spieler, der somit schneller alarmiert wird, sollte sein Spielverhalten ausufern. „Mit unserem Green Gaming Instrument sind wir in der Lage, unsere Spielerinnen und Spieler dabei zu unterstützen, bessere und vor allem sicherere Entscheidungen zu treffen“, so der Vorstandsvorsitzende Jesper Kärrbrink. „Green Gaming ist seit Gründung des Unternehmens 2007 Teil der Geschäftsstrategie. Wir wollen den Fortschritt von Green Gaming ermöglichen und die Marke sein, die mit Green Gaming assoziiert wird.“

Mr. Green will das Meer bei Malta vom Müll befreien.

Aber CSR hat viele Gesichter. Mr. Green leistet nicht nur Pionierarbeit bei der Prävention von Spielsucht. Erst kürzlich hat das Unternehmen ein Umweltprojekt auf Malta namens „Red Boat“ ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, das Meer von Plastikmüll zu befreien. 

BMW wirtschaftet nachhaltig

Auch bei BMW wird Corporate Social Responsibilty groß geschrieben. Der Automobilkonzern hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden. Das heißt Nachhaltigkeit nicht nur beim Fahrzeug in Form von reduzierten Abgaswerten und weniger Verbrauch, sondern in der gesamten Wertschöpfung. Im Klartext bedeutet das einen effizienten Einsatz der Ressourcen, sowie eine Erhöhung der Reputation des Unternehmens, als die Antizipation möglicher Risiken und die Kontrolle dieser. BMW führt die stabile wirtschaftliche Position des Unternehmens vor allem auf des Ergebnis des langfristigen und nachhaltigen Wertemanagements zurück und somit als Basis für Erfolg.

CSR sorgt für gesellschaftliche Stabilität

Ob Industriebetrieb, Online-Anbieter oder Dienstleister, Nachhaltigkeit ist nicht nur zu einem Erfolgsfaktor für unternehmerisches Handeln geworden. Immer stärker verbirgt sich dahinter auch eine Frage des individuellen Lebensstils. Ein solcher Lebensstil wird vom Kunden als Bereicherung empfunden. Der Emissionsaustausch beeinflusst die Kaufentscheidung heute mehr als vor 30 Jahren, Green Gaming wirkt präventiv gegen Spielsucht. Die Vorteile von CSR überwiegen, denn nur wer nachhaltig agiert kann auf lange sicht erfolgreich sein.

Win-Win-Situation

Die genannten Beispiele zeigen, dass Corporate Social Responsibility durch und durch eine „Win-win-Strategie“ ist. Die Frage lautet also nicht mehr, ob man CSR lebt, sondern wie! Werden CO2-Emissionen eingespart, sinken auch die Energiekosten. Werden die Sorgen der Mitarbeiter ernst genommen, kann qualifiziertes Personal gehalten werden. Soziale und ökonomische Motive widersprechen sich keinesfalls. Mehr Verantworung  durch CSR ist der richtige Schritt, mehr intra- und intgenerationelle Gerechtigkeit zu schaffen.  

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