Apple Watch per Zuschuss von der Krankenkasse - AOK und DKV legen vor

von Kluge, Patrick veröffentlicht

Apple Watch per Zuschuss von der Krankenkasse - AOK und DKV legen vor

© Apple Watch / AOK / DKV

Apple Watch per Zuschuss von der Krankenkasse - AOK und DKV legen vor

Die Apple Watch als Zuschuss von der Krankenkasse - ja das geht. Auf diese Weise sollen die Kunden von AOK und DKV für gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt werden

Apple Watch auf Kosten der Krankenkasse - Zuschuss für Fitness-Tracking

>

Wer bei der AOK oder der DKV versichert ist, kann sich in Zukunft vielleicht über ein schönes Stück Technik freuen. So soll Versicherten ein Zuschuss für das Fitness-Tracking mittels der Apple Watch gewährt werden. Dies soll die Gesundheit der Versicherten fördern und somit die Folgekosten für etwaige spätere Behandlungen senken. Schenkt man Gerüchten aus der Branche Glauben, so denkt mittlerweile auch die Techniker Krankenkasse über derartige Zuschüsse nach.

AOK und DKV - Das digitale Zeitalter

Eine Apple Watch und eine Krankenkasse - wie passt das zusammen? Nun ja - die Uhr von Apple ist in der Lage, per Fitness-Apps die Herzfrequenz zu messen, die Streckenlänge genau zu erfassen und auch die Anzahl der verbrauchten Kalorien exakt zu ermitteln. Hierin sehen die Krankenkassen natürlich ihren Vorteil. Jeder Versicherte, der eine solche Uhr am Handgelenk trägt, könnte der Krankenkasse auf diese Weise eine Menge Geld sparen. So soll in Zukunft sogar ein Zuschuss gewährt werden, wenn sich ein Versicherter einen Fitness-Tracker oder eine Smartwatch anschafft. Auch Prämien sind für diese Art der Vorsorge im Gespräch. Besonders die AOK Nordost trabt hier mit Riesenschritten voran. So legt sie beim Kauf einer Apple Watch sogar 50 Euro dazu. Das Angebot beschränkt sich aber nicht konsequent auf diese Uhr, sondern wird für alle Geräte gewährt, welche die Streckenlänge, die Herzfrequenz, Höhenmeter, die Geschwindigkeit und den Kalorienverbrauch aufzeichnen. Unter dieses Kriterium fällt natürlich auch die Uhr von Apple. Allerdings sind Smartphones, welche im Prinzip die gleichen Funktionen erfüllen können, von diesem Angebot ausgeschlossen. Wer sich allerdings über die Apple-Uhr Gesundheits-Apps herunterlädt, der bekommt von der AOK sogar 20 Euro im Jahr erstattet.

Subventionen für Privatversicherte

Privatversicherte können noch mehr profitieren. Schenkt man einem Artikel der Welt glauben, so hat die DKV ein Angebot im Repertoire, durch welches sich die Versicherten sogar eine Apple Watch subventionieren lassen können. So wird von der Krankenkasse ein Zuschuss in Höhe von 50 Euro gezahlt, wenn sich ein Versicherter noch in diesem Jahr eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband anschafft. Allerdings können nicht alle das Angebot der DKV nutzen. Der Versicherungstarif muss nämlich eine Aktivprämie für gesundheitsbewusstes Verhalten beinhalten.

Der Zug ist unterwegs

Dieser Zug in die Zukunft ist nicht mehr aufzuhalten. Auch die Techniker Krankenkasse denkt über entsprechende Schritte nach. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn die TK zahlt bereits jetzt eine Gesundheitsdividende, für alle, die an Vorsorgemaßnahmen teilnehmen. Zurzeit beläuft sich diese auf rund 250 Euro im Jahr. Das Angebot soll nun auch auf den Kauf einer Smartwatch erweitert werden. Ein entsprechender Antrag ist bereits bei der Aufsichtsbehörde eingegangen, welchem noch in diesem Herbst entsprochen werden soll.

Bedenken

Allerdings wird das Vorhaben der verschiedenen Kassen auch mit Argwohn beäugt. Vor allem Datenschützer sehen in der Weitergabe der Gesundheitsdaten ein großes Problem. Die jeweilige Kasse würde praktisch ein Bewegungsprofil des Versicherten erhalten, und auch, an wen die Daten übermittelt werden, sei nicht gesichert. Zudem könne man einen Betrug niemals ausschließen, denn es könne nicht kontrolliert werden, wer am Ende tatsächlich die Kalorien auf dem Zähler verbrannt hat. Auch die Bundesversicherungsanstalt meldete in diesem Zusammenhang ihre Bedenken an. Ob es die Apple Watch letztendlich auf Kosten der Kasse geben wird, ist also noch nicht ganz sicher.

Das könnte Sie auch interessieren