Apple Music Streaming-Dienst: Apple erwacht zurück auf Platz 1?

von Hauptmann, Alexander veröffentlicht

Apple Music Streaming-Dienst: Apple erwacht zurück auf Platz 1?

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Apple Music Streaming-Dienst: Apple erwacht zurück auf Platz 1?

Neuer Apple Streaming-Dienst geplant: Der IT-Riese bereitet mit seinem Apple Music Streaming-Dienst den Konkurrenten Spotify & Co. großes Kopfzerbrechen.

Apple Music Streaming-Dienst soll das Ruder herumreißen

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Spotify, Deezer oder Napster machen es vor, Apple hingegen hat sich bislang auf seine Download-Plattform iTunes konzentriert und die Streaming-Entwicklung verschlafen - der Apple Streaming-Dienst namens Apple Music wird im Juni 2015 auf der Entwicklerkonferenz WWDC präsentiert und soll den Platzhirsch im digitalen Musikmarkt wieder auf seine gewohnte Spitzenposition befördern.

Apple Streaming-Dienst als soziales Netzwerk für Künstler

Für rund drei Milliarden Euro übernahm Apple den Kopfhörer-Hersteller Beats Electronics - ausschlaggebend für diesen Deal waren wohl weniger die Kopfhörer als vielmehr der Streaming-Dienst Beats Music, der über 20 Millionen Songs auf Abruf bereitstellt. Dieser soll als Basis für den Apple Music Streaming-Dienst fungieren und mit dem reaktivierten Social-Network-Projekt Ping verknüpft werden. So ist es die Vision von Apple Music, ein soziales Netzwerk für Künstler zu schaffen: Diese können eigene Profile erstellen und dort Musikausschnitte, Fotos, Videos und Konzerttermine veröffentlichen - Nutzer mit iTunes-Konto können die Beiträge liken, teilen und kommentieren. Vor allem Independent-Musiker können frohlocken: Der Apple Streaming-Dienst kann im Gegensatz zu Spotify ohne teuren Vertrieb bedient werden.

Apple Streaming-Dienst mit rechtlichen Startproblemen

Komplikationen rund um Apple Music sind vorprogrammiert: Es gilt zu befürchten, dass der iTunes-Betreiber seine dominante Rolle im Download-Bereich nutzen wird, um Labels exklusiv an den neuen Apple Streaming-Dienst zu binden - Regulierungsbehörden werden das genau beobachten. Außerdem stellt sich die Frage, wie umfangreich das kostenlose Angebot von Apple Music sein darf: Die gebührenfreie Probephase soll drei Monate umfassen, anschließend könnte ein „Freemium“-Modell zur Anwendung kommen, das Gratis-Angebote mit kostenpflichtigem Premium-Service verbindet.

Apple Music Streaming-Dienst im Kampf gegen Internet-Piraterie

Warner Music hat im vergangenen Quartal mehr Geld mit Streaming als durch Downloads umgesetzt - CEO Stephen Cooper gab zu bedenken, dass die Gefahr der Internet-Piraterie durch das Unterbinden von Gratis-Angeboten wieder ansteigen würde. So widerspricht er dem Universal-Music-Chef Lucien Grainge, der eine Fokussierung auf kostenpflichtige Monatsabos gefordert hatte. So sieht sich der Apple Streaming-Dienst mit vielen Unklarheiten konfrontiert, die es in zähen Verhandlungen mit den Rechteinhabern zu beseitigen gilt. Die Preise von Apple Music sind noch nicht bekannt, könnten aber mutmaßlich unter jenen von Spotify und Google Play Music angesiedelt sein, die beide monatlich 9,99 € verlangen.

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