Sony PlayStation: Geschichte der Spielkonsole, Modelle, Zubehör, Infos - Wiki

Sony PlayStation

© Sony

Sony PlayStation

Die PlayStation ist wohl die erfolgreichste Spielekonsole aller Zeiten. Hier wollen wir ihre Geschichte Revue passieren lassen, und uns ansehen, wie alles begann.

Die Sony Playstation - Eine Erfolgsgeschichte

Unter den Kindern, die in den letzten 21 Jahre jugendliche waren, dürfte ihr Name stets bekannt sein. Die PlayStation ist wohl die bekannteste Konsole der Welt. Erstmals erschien das System 1994 auf dem Markt. Das Ursprungsmodell der PlayStation wurde bis zum Jahr 2006 produziert und erst dann endgültig eingestellt. Damit ist die PlayStation die wohl am längsten produzierte Konsole in der Geschichte. Für die PlayStation wurde eigens eine Tochterfirma, die Sony Computer Entertainment unter Ken Kutaragi, gegründet. In ihren 12 Jahren verkaufte sie sich rund 104,25 Millionen Mal und wird damit nur noch von der PlayStation 2 übertroffen. Bei den Heimkonsolen brach dieses System die Vorherrschaft von Nintendo auf dem Markt und verbannte diese auf den zweiten Platz.

Hersteller Sony
Typ Stationäre Spielkonsole
Generation 5. Konsolen-Generation
Veröffentlichung  3. Dezember 1994 Japan
 1. September 1995 USA
 29. September 1995 Europa
Hauptprozessor 32-Bit MIPS RISC (R3000 custom), Taktfrequenz: 33,8688 MHz
Speichermedien CDs
Verkaufte Einheiten ca. 102,49 Millionen
Nachfolger PlayStation 2

Playstation - Wie alles begann

Wäre alles so gelaufen, wie es geplant war, dann würde es die PlayStation in ihrer heutigen Form nicht geben. Vorgesehen war, dass Sony ein CD-Laufwerk für das Nintendo Entertainment System konstruieren sollte. Dieses sollte als Add-on fungieren. Nintendo war im Gegenzug dazu bereit, Sony ein Mitbenutzerrecht bei der SNES Technologie einzuräumen. Das Ganze ging dann als Projekt Play Station in die Geschichte ein. Nintendo änderte allerdings seine Pläne und schloss einen Vertrag mit Philips, welche nun das Laufwerk konstruieren sollten. Allerdings hielt diese Vereinbarung nicht lange, sodass aus dem Projekt eigenes Kapital schlagen konnte. Es wurde eine neue Konsole Gebaut, welche intern unter dem Projektnamen Sony PlayStation Experimental geführt wurde. Allerdings könnte das X im Namen auch eine andere Bedeutung aufweisen. So könnte es auch für Extrem gestanden haben oder aber auch Expansion bedeuten. Bis zur PS2 hatte die Ursprungsversion hierdurch allerdings einen ganz eigenen Spitznamen - PSX. Als 2000 die PS2 erschien wurde die PlayStation in PSone umbenannt - das Kürzel PSX bleib allerdings bis heute bestehen. In Japan wurde unter dieser Bezeichnung gar ein Hybrid aus PS2 und Festplattenrekorder auf den Markt gebracht.

Einsatz von CD-ROMs

Bei der PlayStation wurde von Anfang an auf CD-ROMs gesetzt. Zum einen senkte die die Herstellungskosten, was sich auch auf den Preis der Konsole niederschlug. Somit verdankt die PlayStation ihren Erfolg auch dem Einsatz dieser Technik. Allerdings hatten die CDs noch einen weiteren Vorteil. Auf ihnen ist wesentlich mehr Platz, sodass umfangreichere Zwischensequenzen und eine echte Sprachausgabe mit Musik und allem drum und dran bereit gestellt werden konnte. Auf den alten Cartridges war dies in der Regel nicht möglich. Ende der 90er sah sich die Sony PlayStation dem Problem gegenüber, das die CD-ROMs in den damals aufkommenden CD-Brennern sehr leicht kopiert werden konnten. Allerdings war gerade dieser Umstand ein Grund dafür, dass für viele Gamer die PlayStation die erste Wahl bei den Konsolen war. Zwar benötigte man einen speziellen Mod-Chip oder eine Boot-CD, dies war aber immer noch weit günstiger, als jedes Spiel für die Playstation zu kaufen. Später kam dann auch der Swap-Trick auf, wobei sich der entsprechende Boot-Sektor gleich mit auf der CD befindet.

Gecrackt

Die PlayStation ist wohl die Konsole, die am häufigsten in der Geschichte gecrackt wurde. Nicht nur Spiele wurde fleißig kopiert, sondern auch die regionale Sicherung außer Kraft gesetzt. Dies machte ebenfalls der Mod-Chip möglich. Somit konnte man auch Spiele aus den USA oder Japan hier in Europa laufen lassen. Das so fleißig gebastelt wurde, lag unter anderem daran, dass der Umbau sehr günstig zu haben war. Zum Anderen erschienen viele Spiele, welche in den USA oder Japan bereits verfügbar waren, für die PAL-Version der PlayStation erst Monate oder gar Jahre später. Auch die Qualität des Bildes und des Tones waren zumeist wesentlich schlechter als die Versionen aus anderen Ländern. Dies lag darin begründet, dass keine Anpassung der Bildwiederholfrequenz und der Bildauflösung vorgenommen wurde. Die sorgte nicht nur für fette Ränder sonder auch für ein sehr verlangsamtes Spiel. Hinzu kam die Politik von Sony, dass besonders Textintensive Spiele wie etwa Rollenspiele, in Europa gar nicht veröffentlicht wurden. Hier scheute man davor zurück, diese in die entsprechende Landessprache übersetzen zu lassen. Somit wurde über die Jahre fleißig gemoddet, was das Zeug hielt. Wie viele Konsolen tatsächlich modifiziert wurden, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Die PlayStation als CD-Player

Von Anfang an hatte die Sony PlayStation auch die Fähigkeit Audio-CDs abzuspielen. Allerdings bestand das große Problem darin, dass die Konsole über keinen Lautsprecher verfügt. Somit musste die immer mit dem Fernseher verbunden sein, was einen nicht ganz unerheblichen Verkabelungsaufwand bedeutete. Für die Stereo-Anlage benötigte man sogar bis zu drei Chinch-Stecker, um eine Verbindung aufzubauen. Nur wer ein RGB-Kabel mit separatem Audioausgang besaß, hatte es da etwas einfacher. Das es für die Sony PlayStation aber auch keine Fernbedienung gab, musste man die Musik über das Joypad steuern. Auch dies gestaltete sich meist es aufwendig. Sony fügte dem ganzen später noch ein Ambi-Modus hinzu, bei welcher eine Lichtshow auf dem Fernsehgerät im Rhythmus der Musik abgespielt wird.

3D für die Zukunft

Gegenüber den Produkten von Nintendo, welche sich vornehmlich noch auf 2D-Inhalte beschränkten - das SNES war bereits 1991 erschienen - war die Technik der PlayStation auf die kommenden 3D-Inhalte ausgerichtet und konnte dies auch bereits wiedergeben. Auch das Sega Mega Drive von 1989 geriet hier in Verzug. Allerdings wurde hier mit dem Sega Saturn sehr schnell nachgezogen. Auch der 3DO und der Atari Jaguar konnten mit der entsprechenden 3D-Technologie aufwarten. 1996 brachte Nintendo dann sein N64 auf den Markt, welches ebenfalls über rudimentäre 3D-Fähigkeiten verfügte. Doch der Einsatz von Cartridges machte das System auf lange Sicht nicht konkurrenzfähig.

Das Zubehör

An Zubehör sollte es der Sony PlayStation eigentlich nie mangeln. Zu Anfang gab es insgesamt zwei Anschlüsse für die Controller. Auf dem Joypad befinden sich dann vier Haupttasten, welche durch einen Kreis, ein Kreuz, ein Dreieck und ein Quadrat gekennzeichnet werden. Diese liegen in der richtigen Position, damit man sie mit dem Daumen der rechten Hand bedienen kann. Die zwei Auswahltasten der PlayStation - Select und Start - wurden in der Mitte platziert. Die Schulterknöpfe L1 und L2 sowie R1 und R2 sind so angelegt, dass sie jeweils mit dem Zeigefindger der jeweiligen Hand bedient werden können. Über das 4-Wege Steuerkreuz konnte man dann die Richtung bestimmen. Drückte man zwei Richtungen zugleich, so konnte man sich auch diagonal bewegen. Um dieses Methode der Steuerung zu vereinfachen, führte Sony später den Analogstick in doppelter Ausführung ein. Hierdurch konnte die Richtung nun stufenlos bestimmt werden und es waren sehr feine Richtungsangaben möglich. Allerdings wurde das Design des Joypads dabei nicht angetastet - die Sticks sind lediglich angefügt. Im Rahmen weiterer Überarbeitungen, wurde die L2 und die R2 Taste in der Größe verändert. Mit den Tasten L3 und R3 wurden zudem zwei weitere Steuerungsmöglichkeiten hinzugefügt, welche direkt unter den Analogsticks angebracht wurden. Somit muss man den Analogstick nach unten pressen, um den Knopf zu bedienen.

DualShock-Controller

Für das Spiel Gran Turismo wurde 1998 der DualShock-Controller eingeführt. Anfangs wurde dieser parallel zu den normalen Analog-Controllern verkauft - er ersetzte diese aber sehr bald vollständig. Dabei unterscheidet sich dieses Modell im Aufbau nicht von den ursprünglichen Controllern, allerdings benutzt er halbkreisförmige Metallbausteine, welche zum Rotieren gebracht werden. Hierdurch wird der Rumble-Effekt ausgelöst, welcher den Controller zum Vibrieren bringt. Der Effekt dient dazu, dass Spielerlebnis zu intensivieren und dem Spieler das Gefühl zu geben, er befinde sich mitten in den actionreichen Szenen eines Spiels. Auch von seiten der Softwarehersteller wurde diese Technik sehr gut aufgenommen, sodass die Art des Controllers bei der PlayStation, zum Ende hin nur noch eingesetzt wurde. Auch alle Spiele unterstützten den Rumble-Effekt. Neue Geräte wurde auch nur noch mit dieser Technik verkauft. Der Shock-Controller der PlayStation hatte so großen Erfolg, dass die neuen Versionen der Sony PlayStation diese ebenfalls verwenden. Zuerst kam der DualShock2 auf den Markt. Hier konnte man nun auch alle digitalen Tasten stufenlos schalten. Ihm folgte der Sixaxis und der DualShock3, welche sogar kabellos sind und Mittel eines Gyroskops auf Bewegungen reagieren.

Die PlayStation 2

Mit der PlayStation 2 wurde die PlayStation dann erwachsner. Aufgrund ihrer Konkurrenz zu den neuen Systemen von Nintendo, Microsoft und Sega, wurde natürlich der Technik der PlayStation erheblich verbessert. In Europa erschien die neue PlayStation 2006 auf dem Markt. In der Konkurrenz zur Xbox, zur Dreamcast und zum Gamecube zeigte sie sich als äußerst erfolgreich. Die 2. Generation der Sony PlayStation ist die am meisten verkaufte Spielekonsole aller Zeiten. Im Jahre 2012, nach 12 Jahren Produktionszeit, wurde das Modell dann endgültig eingestellt.

Die PlayStation 3

Die PlayStation 3 wurde im Jahre 2005 der Öffentlichkeit im Rahmen der Spielemesse E3 in LA präsentiert. Sie wurde als offizieller Nachfolger der 2. PlayStation Generation erklärt. Dabei kann die PlayStation 3 nicht mehr nur als Spielekonsole genutzt werden. Sie kann nun auch Audio-CDs abspielen, wie auch bereits die PlayStation 1, und zudem DVDs und Blu-rays wiedergeben. Bringt man Videos, Bilder oder Musik auf die interne Festplatte, so können unterschiedliche Formate auch von dort aus aufgerufen werden. Da die neue PlayStation auch DLNA-fähig ist, kann sich auch mit dem Heimnetzwerk verbunden und als Server für Medien genutzt werden. Insgesamt war die PlayStation der 3. Generation nicht so erfolgreich wie ihr Vorgänger, wenngleich das System auch technisch besser ausgestattet war.

Die PlayStation 4

Die PlayStation 4 wurde bereits im Jahr 2013 vorgestellt. Dabei wurden bei dieser Version der Sony PlayStation vor allem die Grafik und das Netzwerkgaming verbessert. Die neuste PlayStation hat dabei starke Konkurrenten erhalten. So muss sich die PlayStation 4 gegen die Wii U und die Xbox One erwehren. Seit dem 29. November 2013 kann die aktuelle Sony PlayStation auch in Europa gekauft werden.

Das könnte Sie auch interessieren