Halloween 2017: Kostüme, Bräuche, Herkunft, Kürbis, Trick or Treat...

Halloween

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Halloween

Halloween ist in den USA und Kanada das wichtigste Fest - Re-Import nach Europa - Forschung nach Ursprung - Der Kcrbis statt Rübe aus einer Legende geboren

Inhaltsverzeichnis

  1. Infos zu Halloween
  2. Die Bräuche finden Verbreitung
  3. Die Herkunft und die Etymologie
  4. Die Suche einer Herleitung aus der Kirchengeschichte
  5. Allerheiligen und Allerseelen
  6. Waren die Traditionen hergeleitet aus keltischen oder vorchristlichen Wurzeln?
  7. Die Informationen aus Handwörterbuch sowie Konversations-Lexikon
  8. Sind keltische Wurzeln vorhanden?
  9. Die Kontroversen um die Kontinuitätshypothese
  10. USA Re-importiert
  11. Der Aspekt Unruhnacht
  12. Kirchlicher Widerstand gegen Bräuche
  13. Die Kürbisse
  14. Die weitere Verbreitung der Bräuche von Halloween
  15. Der Charakter von Halloween
  16. Trick or Treat

Halloween

Vor Allerheiligen werden die Volksbräuche zelebriert, abends am 31. Oktober bis nachts zum 1. November. Ursprünglich kommt Dieses Brauchtum wurde original im ursprünglich im katholischen Irland All Hallows’ Eve genannt. Die Einwanderer aus Irland pflegten ihre Bräuche und bauten sie aus in den USA. So wurden sie jedes Mal an ihre Heimat erinnert.

Die Renaissance in Irland nach 1830 prägte in der volkskundlichen Literatur eine Kontinuität von Halloweenbräuchen seit der Keltenzeit. Dazu gab es Bezüge zu heidnischen, keltischen Traditionen beispielhaft zum Samhainfest. Bis heute zitiert man von James Frazer entsprechende Mutmaßungen, dem Religionsethnologen.

Die Bräuche finden Verbreitung

Von den 1990ern an finden die Bräuche des Halloween Verbreitung in der amerikanischen Ausprägung. Seinerzeit ging die Verbreitung von Frankreich aus über den süddeutschen Sprachraum und zog dann in das kontinentale Europa. Dabei existieren auch merkliche regionale Unterschiede. Besonders im deutschsprachigen Raum flossen die heimatlichen Bräuche integral ein wie das Rübengeistern. So konnten sie kommerziell im Umfeld des Halloween festgehalten werden. Das Halloween konnte ebenso in traditionellen Kürbisanbaugebieten wie zum Beispiel in der Steiermark sowie im Spreewald schnell heimisch werden.

Die Herkunft und die Etymologie

Kontrahiert man die Bezeichnung All Hallows’ Eve zum Wort Halloween oder der früheren Bezeichnung Hallowe’en, so meint man den Tag und Abend vor Allerheiligen. So ist es auch üblich bei Heiligabend, dem Tag vor dem 1. Weihnachtstag: Christmas Eve im Englischen.

Die Suche einer Herleitung aus der Kirchengeschichte

Catherine von Cleves beschreibt in ihrem Stundenbuch in der Morgan Library und Museum, wie fünf Arme Seelen von einem Engel aus dem Fegefeuer befreit werden.

Allerheiligen als Festtag entstand allerdings als ein Fest der gesamten heiligen Märtyrer. Es wurde gefeiert am 13. Mai im Jahre 609 oder im Jahre 610. In Rom feierte man damals den Weihetag von der Kirche der Märtyrer, Sancta Maria. Damals der Papst Bonifatius IV. weihte seinerzeit den Tempel Pantheon. Der Tempel ist allen römischen Göttern gewidmet. Die Kapelle der Basilika St. Peter weihte Papst Gregor III. über hundert Jahre später den gesamten Heiligen. Er legte damit im Zusammenhang für die Stadt Rom den Feiertag zum 1. November. Gregor IV. als amtierender Papst, übernahm den Feiertag und ließ ihn in den römischen Generalkalender eintragen.

Allerheiligen und Allerseelen

Das Hochfest Allerheiligen gibt den Bezug von Halloween zum nachfolgenden Allerseelen. An diesem Tag gedenken die Katholiken ihrer Verstorbenen und den armen Seelen im Fegefeuer und beten für Ablässe. Der Abt Odilo von Cluny führte im Jahre 998 den Allerseelentag am 2. November ein.

Während des hohen Mittelalters sowie später in der irischen Renaissance kamen schon einige der christlichen Aspekte hervor. Diese Aspekte projizierte man auf tatsächliche und angenommene heidnische Traditionen. Verbreitet sind bis heute die entsprechende Wechselwirkung mit den zugehörigen Widersprüchen. Der bestehende Charakter als Unruhenacht sowie die Erneuerung und weitere Verbreitung mehrerer Wanderungsbewegungen sind in die Bereiche der volkskundlichen Forschung eingegangen.

Waren die Traditionen hergeleitet aus keltischen oder vorchristlichen Wurzeln?

In der 1922er Ausgabe seines Standardwerks The Golden Bough beschrieb Sir James Frazer, ein Religionsethnologe, Halloween als ein altes Totenfest der Heiden, dünn christlich umhüllt. Es war das zweite Fest, das den Kelten wichtig war, gehandelt, neben dem 1. Mai, der Walpurgisnach und Frühjahrsfest Beltane, das bereits seit dem 8. Jahrhundert nachgewiesen worden sei. Christliche Synoden versuchten damals, diese heidnischen Riten abzuschaffen.

In der Encyclopædia Britannica wird der Ursprung des Halloween beschrieben aus alten keltischen Bräuchen. Die Kelten feierten auch das Sommerende sowie den Einzug des Viehs, das zurück in die Ställe kam. Damals hatte man den Glauben, dass auch eine Rückkehr der Seelen der Toten zu ihren Heimen stattgefunden habe. Zum Fest zündete man laut der Encyclopædia Britannica Freudenfeuer auf Hügeln an, im Englischen mit bonfires bezeichnet. Das wörtliche Knochenfeuer nahm Bezug darauf, dass die Knochen des Schlachtviehs verbrannt wurden. Dazu gehörten auch manchmal Verkleidungen, damit die bösen Geister vertrieben wurden. Derzeit sei auch Wahrsagerei weit verbreitet gewesen.

Die Informationen aus Handwörterbuch sowie Konversations-Lexikon

In das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens erschien von 1927 bis 1942. Es berichtet über den November, dass er der Jahresbeginn der Kelten war. Am Anfang des Monats feierten sie ein großes Totenfest. Das Handwörterbuch beschreibt die Bräuche im November: „Die Kelten starteten ihr Jahr im November und am Beginn des Monats feierten sie ihr großes Totenfest. Die Kirche setzte dafür die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen ein. Zu Allerseelen: „Die Kelten mochten große Feuer gern. An Tage Allerseelen, sollte man erleuchtet werden, wie der kommende Winter ausfallen könnte sowie wie sich Liebesangelegenheiten entwickeln würden. Man glaubte daran dass die an Allerseelen am Christtag geboren oder in den Zwölften, Geister sehen konnten.

Das Konversations-Lexikon von Meyers glaubt nicht an die angeblichen keltischen Herkunft der Halloween Bräuche: Die Legende sei historisch nicht zu beweisbar und es gäbe keine Verbindung zum Fest des Samhain, dem Totengott in der keltisch-angelsächsischen Historie. Die sollen sich Aus der Verbindung zum Totengott hätten sich Gebräuche zu Halloween ableiten lassen sollen und ein Bezug zum Totenreich und zu den Geistern.

Sind keltische Wurzeln vorhanden?

;Auf das Samhain-Fest vermutete die frühere Forschung den älteste Hinweis im Kalender von Coligny, der aus dem 1. Jahrhundert stammt nach Christus. Der Hinweis bezieht sich auf die Feier des Sommerendes. Das keltisch Wort fuer Sommer ist samos in gälisch heißt der Sommer samhuinn und samain oder irogälisch für Versammlung. Heute ist diese Vermutung wissenschaftlich ist diese Vermutung nicht mehr vertretbar. Selbst der Totengott Samhain, den es angeblich gegeben haben soll, kann man historisch nicht mehr nachgewiesen In späteren mittelalterlichen Schriften berichtet man über einen Bezug und Gebräuche der Kelten und das Totenreich. Die Kelten sind ohnehin unter christlichem Einfluss (vergleiche Keltomanie).

Die Kontroversen um die Kontinuitätshypothese

Die These kontinuierlicher Entwicklung der keltischer Bräuche ist zu modernen Halloweenbräuchen veraltet sowie unhaltbar.

Irland wurden in den Ländern Europas mit am frühesten christianisiert. Bernhard Maier konnte keine Quellen finden, die eine Kontinuität belegt hätten bezüglich den keltisch-heidnischen Riten. Sie seien gerade dort unwahrscheinlich und zeigen keine Wurzeln seit dem 19. Jahrhundert zur keltischen Renaissance.

Ronald Hutton, der englische Historiker, fand für Samhain als Totenfest nicht beweisende Belege, er unterstreicht aber, die keltische Bevölkerung habe in dem Termin eine Zeit gesehen, um gegen übernatürliche Kräfte vorzugehen. Das Allerheiligen- und Allerseelenfest habe die Toten-Thematik genutzt, um das ältere Samhainfest zu überlagern. In Großbritannien und darueber hinaus sind interkonfessionelle Unterschiede und Gegensätze im Umgang mit Halloween. Wegen des Reformationstages sowie des Gedenkens, das die Briten an Guy Fawkes begehen, den Gunpowder Plot sind sie in Großbritannien zeitlich im Umfeld sichtlich naheliegend.

Aus den USA Re-importiert

In den Ursprüngen sieht Editha Hörandner, die Ethnologin aus Österreich, eine historische Projektion, die keltischen oder heidnischen Wurzeln, die behauptet werden. Diese Projektion habe bereits den Charakter eines Gütesiegels. In der Forschung habe die widerlegte These schon längst keinen Wert mehr. Eine ungebrochene Kontinuität bis ins Altertum sei weniger von Interesse seitens der Forschung. Sondern viel wichtiger sei, wie eine aktuelle Sehnsucht nach fiktiven keltischen Traditionen aussieht und eine Verbreitung. Solche Vorstellungen sind in der Praxis nicht gleich dem derzeitigen Fest Halloween. Es sei das weder heidnisch noch sei es keltisch geprägt. Die Entwicklungen des Re-Imports aus den USA sind heute viel interessanter.

Der Aspekt Unruhnacht

In der frühen Neuzeit waren in den Ursprungsländern bereits einzelne Aspekte der Halloweenbräuche umstritten. Weniger die apostrophierten Heischebräuche mit christlichem Anstrich, als die Streiche sowie Ruhestörungen oder die Belästigungen waren es, die man in Mitteleuropa vergleichen konnte sind mit unterschiedlichen Unruhnächten wie die Walpurgisnacht oder den Rauhnächten, die Neujahr folgen.

Kirchlicher Widerstand gegen Bräuche

Einige der Bräuche in Bezug auf Halloween mochten kirchliche Stellen in Großbritannien absolut nicht, beispielhaft die sogenannten Bonfires (vergleiche Funkenfeuer) sowie die Wahrsagerei. Das schottische Stirling verbot erließ in 1589 ein Verbot der sog. Hallowmas-Feuer. Darauf notierte in 1741 ein Chronist aus Anglesey notierte, dass die Halloween-Bonfires zurückgegangen seien. In seiner Rural Cyclopedia bezeichnet Reverend John M. Wilsonsin 1852 das Fest Halloween als in der Landbevölkerung einen der wichtigsten Feiertage, der auf dem Lande in England und in Schottland ausgelassen begangen wird. Allerdings seien die abergläubischen und heidnischen, dazu höchst tadelnswerten Riten, die in Schottland in der Landbevölkerung üblich sind, nicht tragbar. Sie verstoßen sowohl gegen einen gesunden Menschenverstand sowie die guten Sitten, dazu gegen die christliche Religion. In England dagegen veranstalte man meist lediglich harmlosen Schabernack, das sogenannte „cheerful merry-making“.

Verbreitung vom Halloween

Halloween feierte man ursprünglich nur in den katholischen Gebieten der britischen Inseln, also zumeist in Irland, während in der anglikanische Kirche die Reformation am Vortag von Allerheiligen auf dem Festplan stand. Zahlreiche irischen Auswanderer, die ihr Brauchtum mitbrachten, wanderten im 19. Jahrhundert aus in die Vereinigten Staaten. Die Bräuche wurden bald übernommen bald war Halloween schon aufgrund der Attraktivität das wichtige Volksfest, das man in den USA sowie Kanada gefeierte.

Die Kürbisse

Aus Irland stammt der Brauch, die Kürbisse zum Halloweenfest aufzustellen. Der Bösewicht Jack Oldfield lebte der Sage nach dort. Er fing mit einer List den Teufel ein und er wollte ihn solange festhalten, bis er versprach, ihn in Ruhe zu lassen. Später konnte der tote Jack wegen seiner Untaten nicht in den Himmel aber auch nicht in die Hölle wegen des Betruges am Teufel. Aber der Teufel zeigte Erbarmen und schenkte Jack eine Rübe dazu eine glühende Kohle zum Wandern durch das Dunkel. Damit war statt der Rübe der beleuchtete Kürbis geboren. In den USA waren Kürbisse in großen Mengen angebaut, die man aushöhlen konnte. Sie wurden von da an als Jack O’Lantern bezeichnet. Um böse Geister abzuschrecken, wurden in die Kürbisse Fratzen geschnitten und so hatte man den Bereich vor dem Haus beleuchtet.

Die weitere Verbreitung der Bräuche von Halloween

Die amerikanischen Halloweenbräuche verbreiteten sich nach Europa von Frankreich ausgehend in den 1990er Jahre und erzeugten mehr einen fröhlichen als einen schaurigen Charakter als in den USA. Der Karneval entfiel in 1991 wegen des Golfkriegs, so kam der Herbsttermin sehr gelegen. Vom Beginn der 90er Jahre ist Halloween ein Anlass für Feste oder Feiern gesehen, die diese Bräuche thematisch beinhalten. Im deutschsprachigen Raum wuchs die Beliebtheit von Halloween zunehmend. Die Thematik war für die Wirtschaft und Industrie interessant, die nun passende Konsumgüter produzierten und Literatur wie Halloween-Kochbücher sowie Kostüme, Dekorationen und Süßigkeiten. Das Umherziehen an den Haustüren kam mit klassischem „Trick or Treat“ dazu, dem Brauch, der aus vielen europäischen sowie asiatischen oder südamerikanischen Ländern aufgegriffen wurde dazu in Afrika in Mosambik sowie Simbabwe und Südafrika. Er wird allerdings meist praktiziert am 31. Oktober.

Der Charakter von Halloween

Die Bräuche bei Halloween beinhalten Herbst- und Lösebriten sowie Heische- und Verkleidungsbräuchen. Vergleichbar sind sie wie die Riten zu Kirchweih mit dem Kilbesingen und zu Erntedank mit dem Räbenlicht sowie zu Martini mit Räbechilbi sowie Martinisingen und Martinssingen und zu Allerheiligen mit Flenntippln sowie Rubebötz und Riabagoaschtern sowie auch in der Vorweihnachtszeit die Braeuche in der Bochselnacht und Rauhnacht sowie Anklöpfeln und Andreasnacht dazu Glowesabend mit dem Sunnerklauslaufen und zu Silvester mit dem Rummelpottlaufen sowie Hulken. In den USA hat man zum mexikanischen Brauchtum eine gewisse Ähnlichkeit, das gefeiert wird am Tag der Toten.

Trick or Treat

In Nordamerika hat man den bekanntesten Brauch bei Halloween, wo Kinder an den Türen entlang ziehen mit dem Motto: „Süßes oder Saures“, oder englisch: trick or treat. Das heißt, wenn sie keinen Leckerbissen bekommen, spielen sie Streiche. Sie fordern die Hausbewohner auf, etwas Süßes zu geben und drohen, sonst Streiche zu spielen. Man verkleidet sich gern zu Halloween. Kinder sowie Erwachsene verkleiden sich als Feen oder Fledermäuse oder Geistern oder Hexen oder Kürbisse oder Skelette oder Zombies oder Tote oder Vampire oder andere. Typische Halloweenfarben sind schwarz oder orange oder grau oder weiß oder gelb oder rot. Zeitweilige Übergriffe werden vermerkt in den USA bis zu Brandstiftungen und Sachbeschädigungen. Das gibt der Nacht zum 1. November, die auch Mischief Night genannt wird, den gleichen Unruhnachtcharakter wie sie die Walpurgisnacht im mitteleuropäischen Brauchtum aufweist.

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