Bundesliga heute: Geschichte, TV-Rechte, Lizenzen, Punkte, Vereine, Meister

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Die Bundesliga ist in Deutschland die erste Klasse, wenn es um professionellen Fußball geht. Doch wie hat alles angefangen und wie funktioniert dieses System überhaupt?

Die Deutsche Bundesliga

Jeder Verein träumt davon, sie zu erreichen. Die Bundesliga ist das absolute Nonplusultra, wenn es um den Profifußball geht. Dabei ist ihre Geschichte Weitem noch nicht so lang, wie manche vielleicht denken mögen. Am 28. Juli 1962 entschied der DFB die Gründung einer neuen Liga, in welcher der Deutsche Meister ermittelt werden soll. Diese wurde dann zur Saison 1963/1964 eingeführt und Bundesliga genannt, dann in ihre die Vereine aus dem ganzen Bundesgebiet aktiv sind. Vor der Saison 63/64 wurde lediglich vom DFB eine Endrunde veranstaltet. Dies war von 1902 an der Fall.

Abkürzung BL
Verband Die Liga – Fußballverband
Erstaustragung 24. August 1963
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 18
Meister FC Bayern München
Rekordmeister FC Bayern München (24 Bundesligatitel)
Rekordspieler Karl-Heinz Körbel (602)
Rekordtorschütze Gerd Müller (365)
Website www.bundesliga.de
Qualifikation für Deutscher Supercup
Champions League
Europa League

Ligasystem

Die Bundesliga ist in einem Ligasystem aufgebaut. Dabei wird jeweils eine Hin- und eine Rückrunde gespielt. Das Prinzip besteht darin, dass jeder Verein einmal gegen jeden anderen antreten muss. Auf diese Weise kann der Deutsche Meister ermittelt werden. Auch die Teilnahme am Europapokal wird über dieses System ermittelt. Die Mannschaften, die das Pech haben die beiden letzten Plätze in der Bundesliga einzunehmen, müssen in die Zweite Bundesliga absteigen, welche seit 1974 die zweite Klasse im Fußball darstellt. Wer in der Bundesliga den drittletzten Platz belegt, muss in Relegationsspielen um den Klassenerhalt kämpfen. Hier wird dann jeweils gegen den Zweitliga Dritten gespielt. Der erfolgreichste Club in der Bundesliga ist übrigens der FC Bayern München. Insgesamt konnte er 24 Meisterschaften für sich entscheiden und ist auch derzeitiger deutscher Meister. Mit weitem Abstand folgen dann Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund. Beide konnten lediglich 5 Meisterschaften für sich entscheiden. Die aktuelle BundesligaSaison ist am 26. August 2016 gestartet und geht offiziell am 20. Mai 2017 zu ende. Vom 22. Dezember 2016 bis zum 19. Januar 2017 wird die Bundesliga durch die Winterpause unterbrochen.

Die Spielweise

Die Bundesliga ist in eine Hin- und eine Rückrunde unterteilt. Insgesamt spielen 18 Vereine in dieser Klasse, wobei der Spielplan für die jeweilige Saison bereits im Vorfeld festgelegt wird. Innerhalb dieser Zeit treffen alle Vereine zweimal aufeinander, wobei dies jeweils im eigenen und im Stadion des Gegners geschieht. Derzeit sind in der Bundesliga 34 Spieltage angesetzt, die sich in Regel über eine Zeitspanne von August bis zum darauffolgenden Juni erstreckt. Findet in der Saison eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft statt, so kann diese sich aber auch nur bis April erstrecken. Heute wird im Winter generell eine Pause von Anfang Dezember bis Ende Februar eingehalten. Früher wurde auch im Winter ohne Unterbrechung gespielt. So fand die Partie 1. FC Nürnberg gegen VfB Stuttgart sogar am 31. Dezember 1964 statt. Erstmals wurde die Winterpause in der Saison 86/87, wegen der relativ schlechten Wetterbedingungen eingeführt. Angepfiffen wird in der Bundesliga traditionell am Samstag um 15.30 Uhr. Allerdings hat sich diese Politik etwas geändert, denn heute finden Spiele auch am Freitag oder Sonntag statt. Ausnahmen gibt es dann, wenn gerade die Englischen Wochen stattfinden. Dann wird auch am Dienstag oder Mittwoch gespielt.

Auslosungsprinzip

Der Spielplan der Bundesliga wird nicht einfach willkürlich festgelegt. In jeder Saison gibt es eine Schlüsselzahl, welche die Systematik festlegt. Früher war dieser Vorgang reine Handarbeit - heute hilft ein Computer dabei, die koitieren genau zu bestimmen. So sind etwa Parameter wie andere Großereignisse oder aber auch Veranstaltungen, an denen bestimmte Clubs grundsätzlich Teilnehmen, maßgeblich bei der Errechnung des Spielplans. Auch der Rahmenterminkalender der FIFA und der UEFA dient als Richtlinie. Zudem muss die ZIS dem Spielplan der Bundesliga zustimmen, da es ansonsten zu Dopplern kommen kann. Auf diese Weise können dann Heimspiele bestimmter Vereine, welche sonst auf den selben Tag fallen würden, vermieden werden.

Qualifikation für Turniere

Bei der Bundesliga handelt es sich um eine doppelte Punktrunde. Die Mannschaft, die nach dieser auf dem ersten Platz liegt, wird zum Deutschen Meister ernannt. Wie bereits erwähnt, werden die zwei Letztplatzierten in die Zweite Liga heruntergestuft, wobei der Drittletzte immer noch die Chance hat, sich in einem Relegationsspiel den Klassenerhalt zu sichern. Dies ist aber erst seit 2008 der Fall, denn in dieser Saison wurde dieses Prinzip erneut eingeführt. Für den Abstieg der zwei letzplatzierten Mannschaften steigen zwei Teams aus der Zweiten Liga in die Bundesliga auf. Die Bundesliga dient aber nicht nur zur Ermittlung des Deutschen Meisters, über sie wird auch die Teilnahme den den europäischen Wettbewerben der Vereine ausgelöst. Die Grundlage hierfür ist die Fünf-Jahres-Wertung der UEFA, in welcher festgelegt ist, welcher nationale Verband mit wie vielen Teams antreten darf. Je höher ein verband dabei in dieser Wertung steht, desto mehr Mannschaften dürfen an den Spielen der Champions League teilnehmen. Hier wird auch die Teilnahme an der UEFA Europa League ermittelt. Deutschland darf derzeit den Deutschen Meister, den Vizemeister und den Drittplatzierten in die Champions League entsenden. Der Viertplatzierte hat sich allerdings immer noch die Teilnahme an den Play-Offs gesichert. Auch der fünfte und der Sechste Platz haben sich für die Champions League qualifiziert, wobei dann aber der Siebtplatzierte nur an der Europa League teilnimmt. Über die Fair-Play-Wertung können allerdings auch andere Mannschaften für diese Turniere qualifizieren.

Punktewertung

In der Bundesliga werden für jedes Spiel Punkte vergeben. Dabei zählt in erster Linie nur der Siege oder die Niederlage. Bei einem Sieg bekommt der Gewinner 3 Punkte, während der Verlierer keine erhält. Sollte es zu einem unentschieden kommen, so erhält jede Mannschaft immer noch einen Punkt. Die Punkte werden an jedem Spieltag addiert, sodass man die bekannte Bundesliga Tabelle nach Spieltagen erhält. Sollte es zu einer Punktgleichheit kommen, wird die Reihenfolge anhand der Tordifferenz ermittelt. Sind auch hier alle Werte gleich, zählen nur die tatsächlich erzielten Tore des Vereins in der laufenden Saison. Gibt es auch hier eine Gleichheit, so wird das Gesamtergebnis aus allen Partien gewertet, wobei aber die auswärts erzielten Tore mehr Bedeutung haben. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass beide Mannschaften immer den gleichen Platz belegen, so muss ein Entscheidungsspiel ausgetragen werden. Dieses muss an einem Neutralen Ort stattfinden - es darf also nicht in einem Heimatstadion der jeweiligen Vereine durchgeführt werden. Seit der Existenz der Bundesliga ist ein solcher Umstand aber noch niemals eingetreten, sodass es bisher noch kein abschließendes Entscheidungsspiel gab.

Marginale Änderungen

Dieser Spielmodus hat sich seit der Gründung der Bundesliga niemals verändert. Einzig die Anzahl der Vereine und die Zahl der Abstiegsplätze, wurde immer mal wieder angepasst. Die Relegationsspiele tauchen dabei immer wieder auf, um dann wieder zu verschwinden. Sie sind in der Geschichte der Bundesliga also keine feste Konstante. Auch die Art wie eine Punktegleichheit vermieden wird, hat sich immer mal wieder geändert. So bis zum Jahr 1969 der Torquotient herangezogen. Das Drei-Punkte-System wird seit 1995 angewandt, wobei es davor für einen Sieg 2 Punkte gab und für ein unentschieden noch einer verteilt wurde. Für eine Niederlage musste der Verein sich von zwei Punkten und bei einem unentschieden von einen Punkt trennen.

Die Veranstalter der Bundesliga

Die Bundesliga entstand unter der Schirmherrschaft des DFB. Bis zum Jahr 2001 war er der alleinige Veranstalter. Doch im besagten Jahr schlossen sich alle 36 Lizenzvereine der ersten und Zweiten Liga zu "Die Liga - Fußballverband e.V. zusammen. Seit diesem Zeitpunkt teilen sich der DFB und der DFL die Aufgabe als Veranstalter. Zu diesem Zweck wurde ein Grundlagenvertrag ausgehandelt, welcher explizit festlegt, wer welche Pflichten und Verantwortungen zu tragen hat. Dabei ist der DFL nicht etwa eigenständig, sonder eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft des DFB. An diese wurden alleoperativen Aufgaben delegiert. Dabei verfolgt der DFL ein eindeutiges Ziel. Der Profi-Fußball in Deutschland soll erhalten und vornehmlich auch gestärkt werden. Dabei übernimmt der DFL die Vertretung der Vereine aus beiden Ligen vor den Medien und ist als eine Art von Dienstleistungunternehmen zu betrachten. Zu diesen Leistungen gehören die Ausrichtung des Spielbetriebs in der Bundesliga und in der Zweiten Liga, die Lizenzierung und die Vermarktung im Bereich von Werbung und Fernsehübertragungen. In einer Saison sind der zeit 616 Spiele zu organisieren, wobei für jedes die entsprechenden Rechte an der Übertragung aufgeteilt und vergeben werden müssen. Auch die Lizenzierung der 36 Profiklubs und deren vermarkt auf internationaler Ebene, fallen in den Aufgabenbereich des DFL.

Lizenzen

Alle Mannschaften, welche an der Bundesliga teilnehmen wollen, müssen über eine entsprechende Lizenz verfügen. Diese wird ausschließlich vom DFL vergeben. Dabei sind die Kriterien hoch gesteckt, denn nicht nur sportlich muss man sich Qualifizieren. Auch die Administration eines Vereines muss übersichtlich und korrekt sein. Rechtlich muss der Verein als Sportclub anerkannt sein und seine Struktur muss eine entsprechende Gliederung aufweisen. Hauptsächliches Kriterium sind allerdings die Finanzen, denn die Vereine müssen wirtschaftlich leistungsfähig sein. Die neuste Regelung ist die sogenannte Lizenznachschau. Von dieser sind vor allem finanziell schwächere Vereine betroffen, welche ihre Lizenzierung nur mit Auflagen erhalten haben. Hier wird jedes Jahr im März dann eine erneute Prüfung durchgeführt, wobei die Liquidität bis zum Ende der laufenden Saison nachgewiesen werden muss. Sollte dies nicht der Fall sein, so können neue Auflagen festgelegt oder sogar Sanktionen wie Punkteabzug erfolgen.

Verfahren zur Lizenzierung

In anderen Ländern wird das Verfahren zur Zulassung zur Bundesliga als eine der Strengsten überhaupt bezeichnet. Allerdings hat dies auch seine Vorteile für die Vereine. Da vor allem die finanziellen Aspekte unter die Lupe genommen werden, musste noch nie ein Verein in der Bundesliga Insolvenz anmelden. Zumindest nicht in der jeweiligen Saison. Auch alle Mannschaften konnten stets an den Spielen teilnehmen, da durch diese Methodik finanzielle Engpässe ausgeschlossen werden können. Sollte einem Verein keine Lizenz erteilt werden, gilt er automatisch als Absteiger in die dritte Liga. Er wird somit - unabhängig vom Spielergebnis - auf die zwei letzten Plätze der Zweiten Liga gesetzt. Somit ist weniger die Sportlichkeit ein Grund für den Abstieg in die dritte Liga, als vielmehr der finanzielle Aspekt. Einem Verein der Bundesliga wurde bisher nur ein einziges Mal eine neue Lizenz verweigert. 1994 musste der Dynamo Dresden seinen Hut nehmen, weil dieser wirtschaftlich nicht mehr in der Lage war, den Spielbetrieb zu gewährleisten. Zudem wurden Punkteabzüge und Geldstrafen für die Nichterfüllung von Auflagen an diverse Vereine vergeben.

Die Vereine der Bundesliga

Bisher haben 54 Vereine in der Bundesliga gespielt, wobei auch ein ständiger Wechsel zu verzeichnen ist. 2015 kam der FC Ingolstadt 04 als neustes Mitglied dazu. Nur ein einziger Verein gehörte bisher ununterbrochen zur Bundesliga mit dazu. Der Hamburger SV konnte sich seine Stellung über alle 51 Spielzeiten hinweg erhalten. Werder Bremen kann mit 50 Spielzeiten aufwarten, während der FC Bayern nur an dritter stelle mit 49 Spielzeiten zu finden ist.

Vereine der Bundesligasaison 2016/17

  • FC Bayern München (Meister, Pokalsieger)
  • 1. FC Köln
  • RB Leipzig (Aufsteiger)
  • Hertha BSC
  • Borussia Dortmund
  • TSG 1899 Hoffenheim
  • 1. FSV Mainz 05
  • Eintracht Frankfurt
  • Borussia Mönchengladbach
  • Bayer 04 Leverkusen
  • SC Freiburg (Aufsteiger)
  • FC Augsburg
  • Werder Bremen
  • VfL Wolfsburg
  • SV Darmstadt 98
  • FC Schalke 04
  • Hamburger SV
  • FC Ingolstadt 04

Herkunft

Erstaunlich ist die Herkunft der Vereine der Bundesliga, denn diese kamen bisher fast ausschließlich aus Großstädten. Die Ausnahmen stellen hierbei der 1. FC Kaiserslautern, Borussia Neunkirchen, der FC Homburg, die Sp Vgg Unterhaching und die TSG 1899 Hoffenheim dar. Alle diese Städte haben unter 100.000 Einwohner, wobei dies für Kaiserslautern, erst seit 2000 gilt. Der kleinste Ort mit eigenem Verein in der Bundesliga war dabei bisher Unterhaching - die Stadt hat nur 22.000 Einwohner. Die Stadt Bonn hingegen, hatte trotz des Status als ehemalige Hauptstadt, noch niemals einen Verein in der Bundesliga, obwohl diese als Großstadt zu betrachten ist. Berlin war bisher die einzige Stadt, welche bisher gleich mit vier Mannschaften in der Bundesliga vertreten war. Hier war es der Hertha BSC, Tasmania 1900, Tennis Borussia und Blau-Weiß 90, die alle aus der Hauptstadt kamen. So wurde dann auch 1974 und 1976 ein Stadtderby der Bundesliga ausgetragen, wobei allerdings nur Hertha und der TeBE vertreten waren.

Geografische Verteilung

Geografisch gesehen lässt sich bei den Vereinen in der Bundesliga kein Muster erkennen. So kann man anhand der vergangenen Saison sehen, aus welchen Bundesländern die Vereine der Bundesliga stammen. Dabei sind 6 Vereine in Nordrhein-Westfalen zuhause. Sieben Vereine kommen aus Süddeutschland - aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pflaz und Hessen. Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, dass Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben keinen Verein in der Bundesliga. Auch aus dem Osten von Berlin gibt es keinen Verein, welcher derzeit in der Bundesliga aktiv ist. Somit stammen alle teilnehmenden Teams aus dem ehemaligen Westdeutschland. Einzig Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten noch niemals einen Fußball Club in der Bundesliga zu verzeichnen.

Der Bundesliga Meister

Der Verein, der am Ende der Saison an der Spitze der Tabelle der Bundesliga steht, wird zum Deutschen Meister erklärt. In einer feierlichen Zeremonie wird ihm dann die Meisterschale überreicht. Hat ein Verein drei Meisterschaften in der Bundesliga gewonnen, so darf er einen Meisterschaftsstern über dem Vereinwappen tragen. Ab fünf errungen Siegen erhält man einen zweiten, ab zehn einen dritten und ab 20 sogar ein vierten Stern. Der aktuelle Meister hat zudem das Recht, ein goldenes Bundesliga Logo auf dem Ärmel anzubringen, als Zeichen für den gewonnen Meistertitel.

Die Meister

Insgesamt wurden in der Bundesliga bisher 52 Spielzeiten ausgetragen. Allerdings gab es in diesen nur 12 Vereine, die den Titel errungen haben. Der FC Bayern München stellt damit mit 24 Siegen unangefochten die Spitze dar. Somit ist es nicht verwunderlich, das dieser Verein auch die ewige Tabelle der Bundesliga anführt. Ihm folgen der Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, welche sich mit 5 Meisterschaften in diese Tabelle eintragen konnten. Werder Bremen kann bisher 4 Titel sein eigen nennen.

Deutsche Fußballmeist im Überblick

Saison Deutscher Meister
1963/64 1. FC Köln
1964/65 Werder Bremen
1965/66 TSV 1860 München
1966/67 Eintracht Braunschweig
1967/68 1. FC Nürnberg
1968/69 FC Bayern München
1969/70 Borussia Mönchengladbach
1970/71 Borussia Mönchengladbach
1971/72 FC Bayern München
1972/73 FC Bayern München
1973/74 FC Bayern München
1974/75 Borussia Mönchengladbach
1975/76 Borussia Mönchengladbach
1976/77 Borussia Mönchengladbach
1977/78 1. FC Köln
1978/79 Hamburger SV
1979/80 FC Bayern München
1980/81 FC Bayern München
1981/82 Hamburger SV
1982/83 Hamburger SV
1983/84 VfB Stuttgart
1984/85 FC Bayern München
1985/86 FC Bayern München
1986/87 FC Bayern München
1987/88 Werder Bremen
1988/89 FC Bayern München
1989/90 FC Bayern München
1990/91 1. FC Kaiserslautern
1991/92 VfB Stuttgart
1992/93 Werder Bremen
1993/94 FC Bayern München
1994/95 Borussia Dortmund
1995/96 Borussia Dortmund
1996/97 FC Bayern München
1997/98 1. FC Kaiserslautern
1998/99 FC Bayern München
1999/00 FC Bayern München
2000/01 FC Bayern München
2001/02 Borussia Dortmund
2002/03 FC Bayern München
2003/04 Werder Bremen
2004/05 FC Bayern München
2005/06 FC Bayern München
2006/07 VfB Stuttgart
2007/08 FC Bayern München
2008/09 VfL Wolfsburg
2009/10 FC Bayern München
2010/11 Borussia Dortmund
2011/12 Borussia Dortmund
2012/13 FC Bayern München
2013/14 FC Bayern München
2014/15 FC Bayern München
2015/16 FC Bayern München

Berichterstattung über die Bundesliga - TV, Internet, Radio

Das häufigste Thema, wenn es in Deutschland um Sport geht, ist die Bundesliga. Fernsehsender und Zeitungen gleichermaßen widmen dem Thema Fußball zum Teil ganze Sonderzeiten oder es gibt entsprechend ausgedehnte Berichterstattungen. Mit dem Kicker existiert sogar eine Zeitschrift, welche sich völlig dem Thema Fußball verschrieben hat. Sehr beliebt bei den Lesern ist auch die Sport Bild, welche zum Beginn einer jeden Bundesliga-Saison - wie auch der Kicker - ein eigenes Sonderheft heraus bringt. In diesen findet man dann den aktuellen Spielplan sowie die Aufstellungen der Mannschaften und weitere ausführliche Berichte rund um das Leder. Das noch relativ neue Fußball-Magazin 11 Freunde erscheint zudem einmal im Monat.

Übertragung im Radio

Bevor das Fernsehen die Spiele der Ersten Liga zeigte, musste alle mit dem Bundesliga Radio vorliebnehmen. Hier wurden die Spiele zeitgleich kommentiert, sodass man nicht selbst im Stadion sein musste, um die jeweilige Begegnung mitzuerleben. Auch heute noch bericht der Hörfunk des ARD an allen Spieltagen live von den Ereignissen vor Ort. Dabei wird zwischen den einzelnen Spielen in Reportagen Hin und Her geschaltet, wobei ab 16.55 Uhr die Schlusskonferenz beginnt. Hier kann sich der ARD immer noch über bis zu 12 Millionen Zuhörer freuen. Dabei hat sich seit den Anfängen dieses Prinzips nicht viel geändert. Die Mikros bei den einzelnen Spielen werden offen gelassen, sodass bei einem Tor oder einem Elf-Meter sofort zur jeweiligen Begegnung geschaltet werden kann. Bis 2013 gab es mit dem Sender 90elf auch das erste Fußballradio in Deutschland, wobei der Sender aufgrund des Entzugs von Lizenzrechten, mittlerweile aber nicht mehr existiert. Die entsprechenden Rechte wurde alle samt von Sport1.FM übernommen.

Bundesliga Live-Stream

Mittlerweile hat sich die Technik natürlich extrem gewandelt, sodass es auch einen Bundesliga Live-Stream im Internet zu betrachten gibt. Diese kann man über die ARD Mediathek aufrufen. Die Anfänge dieses Systems gehen auf das Jahr 1961 zurück, in welchem der ARD zum ersten Mal in seiner Sportschau, über die Bundesliga berichtete - wobei es diese da aber noch nicht gab. ZDF folgte in der ersten Liga-Saison mit dem Aktuellen Sportstudio. 1965 wurden dann auch die Spiele am Samstag in einer Samstags-Sportschau gezeigt. Bis 1988 zeigte Sportschau dabei lediglich die Berichte von drei Spielen in jeder Sendung. Erst mit dem Aktuellen Sportstudio änderte sich dies erneut, denn hier wurden alle Spiele übertragen und es gab auch Interwies mit Gästen. In der zeit von 88 bis 92 lief auf RTL die Sendung Anpfiff, da es dem Sender gelungen war, die Rechte der Übertragung zu sich zu holen. Von 92 bis 2001 ging dieses Recht dann auf den Sender Sat1 mit seiner Show ran über. Hier wurden enorme technische Mittel mobilisiert, denn in den Live-Spielen wurden bis zu 18 Kameras verwendet, damit dem Zuschauer auch ja kein Ereignis verborgen blieb. Auch die Bundesliga-Datenbank war ein wesentliches Markenzeichen dieser Sendung. Durch den Bundesliga Live-Stream im Netz und die ARD Mediathek, kann man sich die Spiele und die entsprechenden Berichterstattungen heute natürlich zu einem beliebigen Zeitpunkt ansehen.

Zurück zum ZDF

Ab 2013 gingen die Rechte wieder an das ZDF über und sind bis heute auch dort geblieben. Dabei teilen sich heute der ARD und das ZDF die Berichterstattung auf. Der Sender Sport1 fasst dabei in seiner Sendung Bundesliga Pur, die Ereignisse eines Tages noch einmal zusammen. Auch aktuelle Meldungen zum Thema und ganze Talkshows wie etwa Doppelpass oder Mittendrin - Der Fußballtalk, werden hier gezeigt.

Die Erste Liga bei Sky Deutschland

1991 begann etwas neues. Das Spiel Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde am 2. März zum ersten Mal im Pay-TV von Premiere ausgestrahlt. In der Saison 2000/01 wurden sogar alle 306 Spiele live und in voller Länge gezeigt. 2006 gingen diese Rechte allerdings an Arena über, ein Pay-TV-Sender der sich ausschließlich mit Sport beschäftigt - diese kamen aber schon in der nächsten Saison zu Premiere zurück. Dies lag daran, dass der Sender hohe Verluste zu beklagen hatte, und somit die Lizenzen für die Übertragung an dritte weiterverkaufte. Heute kann man die Übertragungen bei Sky Deutschland sehen. Mit einem entsprechenden Paket können auch bei Sky Deutschland -der neue Name von Premiere - alle Spiele der Bundesliga live gesehen werden. Hinzu kommt das Angebot im Internet - SkyGo - auf welchem man auch im Nachhinein noch mal alle Spiele betrachten kann. Für Kunden von Sky ist die Nutzung von SkyGo im Übrigen kostenlos möglich.

Video: Bundesliga-Doku

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