Bundesliga 2018/2019 - So sehen Sie alle Bundesligaspiele live

von Frey, Leon veröffentlicht

Bundesliga 2018/2019 - So sehen Sie alle Bundesligaspiele live

© pixabay.com

Bundesliga 2018/2019 - So sehen Sie alle Bundesligaspiele live

Wie kann man alle Bundesligaspiele der Bundesliga-Saison 2018/2019 live sehen? Was ist notwendig, um alle Spiele der Bundesliga live zu sehen?

Bundesliga 2018/2019 - Bundesligaspiele live sehen

>

Bereits seit Jahren ärgern sich die deutschen Fußballfans über die Tatsache, dass sie die Partien nicht im Free-TV beobachten können. Während in den vergangenen Jahren noch ein Sky-Abonnement ausreichte, um sich das komplette Angebot zu sichern, wurde die rechtliche Situation zur neuen Saison noch weiter aufgefächert. Doch welche Produkte und Zugänge sind nun notwendig, um alle Spiele zu sehen? Und welche Schwerpunkte lassen sich unter Umständen setzen?

Der größte Teil bleibt bei Sky

Blickt man bei der Fußball Bundesliga zunächst auf den größten Anbieter, so ist es weiterhin Sky, das in den Mittelpunkt rückt. Wer sich für ein Abonnement entscheidet, kann damit die beiden Anstoßzeiten am Samstag live verfolgen. Dazu zählt die klassische Konferenz um 15.30 Uhr, bei der wahlweise auch einzelne Spiele ausgewählt werden können. Zudem ist es möglich, das Spitzenspiel anzusehen, welches um 18.30 angepfiffen wird. Auch der Sonntag liegt nach wie vor in der Hand von Sky. Hier bleibt es bei den Anstoßzeiten von zwei Spielen, die um 15.30 und 18.00 Uhr folgen. Doch damit schließt sich das Angebot von Sky schon wieder, welches in der Vergangenheit noch alle Spiele der Liga umfasste.

Eurosport Player

Zusätzlich ist in diesen Tagen der Eurosport Player erforderlich, um die Spiele sehen zu können. Denn dieser überträgt einerseits das Freitagsspiel, welches an jedem Spieltag stattfindet. Darüber hinaus gibt es in der Saison fünf Montagsspiele, die sich ebenfalls nur mit dem Eurosport Player anschauen lassen. Die Buchmacher bieten derweil nicht mehr die Möglichkeit, online auf einen Live Stream zuzugreifen und die Spiele dort zu verfolgen. Auch hierfür ist keine rechtliche Grundlage mehr vorhanden. Rechtzeitig zur Bundesligasaison gibt es für die Spieler zumindest einige Sportwettengutscheine , die sie im eigenen Sinne nutzen können.

Das ist sichtbar ohne zusätzliche Ausgaben

Wer sich das Ziel setzt, die Kommerzialisierung des Fußballs nicht weiter zu unterstützen, kann an den meisten Spieltagen nur Zusammenfassungen verfolgen. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen besitzt in dieser Saison allein das Recht, drei Partien auszustrahlen. Dies betrifft die Eröffnungsspiele von Hin- und Rückrunde und eine Partie des 17. Spieltags. Das Angebot, welches als kostenloses Live-Spiel bezeichnet werden kann, ist somit kaum der Rede wert. Noch immer bleiben ARD und ZDF führend, was die zeitversetzte Berichterstattung zur Bundesliga angeht. Ab 18.30 Uhr zeigt die Sportschau an jedem Samstag die Highlights der verschiedenen Partien. Ein Blick zurück wird dabei auch auf das Freitagsspiel geworfen.

Um 23.00 Uhr haben die Zuschauer dann die Möglichkeit, das aktuelle Sportstudio anzusehen. Da zu diesem Zeitpunkt die meisten Highlights bereits von den Zuschauern gesehen wurden, konzentrieren sich die Macher hier auf Hintergründe und zusätzliche Stimmen zum Spiel. Die Zusammenfassung selbst fällt derweil etwas kürzer aus. Mit Sicherheit nicht die beste Zeit zur Ausstrahlung der Berichte sicherte sich Sport1. Der Spartensender zeigt am frühen Sonntagmorgen um 6.00 Uhr die Highlights des Vortags. Die Sonntagsspiele können inzwischen ebenfalls im Free-TV als Zusammenfassung angesehen werden.

Dafür verantwortlich sind die regionalen Sender der ARD. Sie alle strahlen um 21.45 Uhr direkt nach dem Tatort die Zusammenfassungen der zwei bis drei Sonntagsspiele aus. Selbst wer all diese Angebote umgeht, hat inzwischen Montags die Möglichkeit, die Highlights zu betrachten. Dafür sorgt RTL Nitro um 22.15 Uhr mit einer neu geplanten Sendung. Allerdings liegen die Tore und Chancen des Spieltags dann schon zwei Tage zurück, weshalb wohl nur noch wahre Enthusiasten hier ein großes Interesse zeigen. Zudem ist der Werbeanteil hier natürlich deutlich höher, als beispielsweise in der ARD Sportschau .

Änderungen auch in der Champions League

Neben der Bundesliga genossen deutsche Fernsehzuschauer in den vergangenen Jahren stets die Möglichkeit, einen Blick auf die Spiele der Champions League zu werfen. Über Jahre hinweg waren es die privaten Sender RTL oder Sat 1, welche die Spiele ausstrahlten. In jüngster Vergangenheit trat das ZDF an diese Stelle und überzeugte mit einer weitgehend werbefreien Darbietung. Doch diese Zeiten sind nun Geschichte. Die entsprechenden Rechte teilen sich Sky und der neue Internet-Anbieter DAZN. Selbst das Abonnement von Sky reicht somit nicht mehr aus, um in der Champions League alle Auftritte verfolgen zu können. Schon jetzt können sich die Verantwortlichen hier auf die ersten Proteste einstellen. Denn in der Summe bedeutet diese Umstellung in der Champions League eine zusätzliche Investition für alle Fußball-Liebhaber. Sind sie daran interessiert, wie in der Vergangenheit alle Spiele zu sehen, so müssen sie sich bei gleich drei unterschiedlichen Anbietern registrieren. Zusätzlich zu den hohen Preisen von Sky, die im Übrigen trotz des nun eingeschränkten Angebots nicht reduziert werden sollen, fallen weitere 17 Euro pro Monat an.

Mehr Geld für die Vereine

Auch in Deutschland macht damit eine Entwicklung den nächsten Schritt, die eigentlich schon vor Jahren begann. Die hohen Transferausgaben , die heute selbst Klubs der Mittelklasse zu verbuchen haben, werden auf diese Weise finanziert. Denn für die Rechte mussten die Unternehmen wiederum viel Geld auf den Tisch legen. Da es noch immer keine Gesetze gibt, welche die weitere Aufteilung des Markts in den kommenden Jahren verhindern, könnte sich die Zahl der Pay-TV-Sender und Streaming-Dienste in der nächsten Zeit noch weiter erhöhen. Wer letztlich ein Interesse an dieser Entwicklung hat, lässt sich aus der Ferne nur schwer sagen. Neben den Anbietern, welche durch den Verkauf von Abonnements ihre Umsätze in die Höhe treiben, dürften auch die Vereine nicht traurig darüber sein, für den aktuellen Vertrag mehr Geld in die Kassen gespült zu bekommen, als dies bislang der Fall war. Dadurch könnte sich der Prozess in Zukunft sogar noch weiter beschleunigen.

Das könnte Sie auch interessieren