WordPress: Infos, Themes, Plugins, Funktionen, Download

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WordPress hat sich als CMS für Blogs und Webseiten wie ein Lauffeuer verbreitet. Doch was kann die Software wirklich und lässt sich diese wirklich beliebig erweitern.

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WordPress ist Kult und doch eigentlich so einfach. Bei diesem Wort, welches mittlerweile fast jeder kennt, der irgendwann einmal eine Webseite konstruiert hat, handelt es sich eigentlich um ein Content Management System. WordPress wird dabei gerne zur Verwaltung von Bildern und Texten eingesetzt. Vor allem bei Bloggern erfreut sich WordPress großer Beliebtheit. Über die Software lässt sich ein Beitrag in eine oder mehrere Kategorien einordnen. Auch die Elemente zur Navigation werden automatisch erzeugt. Auch eine hierarchische Struktur kann mit WordPress verwaltet werden. Leserkommentare können überprüft werden, bevor diese veröffentlicht werden und auch eine zentrale Linkverwaltung sowie eine Kontrolle der Benutzer in ihren Rechten, kann erfolgen. Zusätzlich kann WordPress über externe Plug-ins fast unbegrenzt erweitert werden.

Die Grundlage

WordPress ist in PHP verfasst, benötigt aber mindestens die Version 5.2.4. Auch eine MySQL-Datenbank wird benötigt, wobei die Version 5.0.15 erforderlich ist. Kaufen muss man WordPress allerdings nicht, denn die Software wurde unter den GNU Lizenz veröffentlicht. Dabei soll WordPress vor allem mit Webstandards kompatibel sein und besonders elegant erscheinen. Auch die Benutzerfreundlichkeit ist ein wesentlicher Aspekt sowie die fast unbegrenzte Anpassbarkeit. Das Ursprüngliche WordPress basiert auf b2. In seiner Geschichte hat sich die Benutzergemeinde stets erweitert.

Die Geschichte von WordPress

Michael Valdrighi war der Urheber von b2/cafelog. In den Jahren 2001 und 2002 programmierte er das spätere WordPress und veröffentliche es unter der GPL-Lizenz. Valdrighi stellte die Entwicklung schließlich ein, wobei sich der Software aber Matthew Mullenweg annahm. In seinem Blog gab er bekannt, eine neue Blog-Software auf der Basis von b2 zu entwickeln. Dabei sollte diese flexibel und ein einfach zu nutzen sein. Kurz darauf kam noch Mike Little dazu und der Begriff WordPress war geboren.

Die erste stabile Version erschien im Januar 2004. Ein schönes Detail am Rande: Alle Versionen ab 1.0.1 wurden nach Jazzmusikern benannt. Auch Valdrighi kehrte zurück und mit seinem Einstieg in die Gruppe, wurde WordPress zum Nachfolger des einstigen b2 ernannt. Es folgte ein erheblicher Ausbau des Funktionsumfangs und seit der Version 1.5 können auch statische Seiten verwaltet werden. Dieser Schritt bildete die Grundlage dafür, das WordPress auch als Content Management System nutzbar wurde. Mullenweg gründete zusammen mit anderen Entwicklern im Jahre 2005 die Firma Automatic. Hier sollten neue Dienste für das Bloggen entstehen und die Entwicklung der Software sollte besser koordiniert werden. Kurz darauf wurde WordPress.com gestartet, ein Dienst, wo Blogs angelegt werden können. Die Seite basiert auf der Multi-User-Version. Im darauffolgenden Jahr fand das WordCamp in San Fransico statt.

Im Jahr 2007 konnte WordPress den Open Source Award gewinnen. Hier bekam es den Preis für das beste Social Nezworking Content Management System verliehen. 2009 erhielt es sogar den Preis als bestes Open Source CMS. Seit Juni 2014 ist die aktuelle Version mehr als 23,5 Millionen mal geladen worden. Zwischen 50 und 60 Prozent aller Webseiten sollen inzwischen auf der Basis von WordPress arbeiten. Jedenfalls sagen dies die Statistiken.

Die Funktionen

Hier eine umfassende Übersicht der Funktionen:

5-Minuten-Installation

Ist WordPress einmal geladen, so dauert die Installation auf dem server nur 5 Minuten, wenn man dem Hersteller vertrauen darf. Auch in der Version 3.0, in welcher der Installationsweg etwas verlängert wurde, wird die Zeitmarke von 5 Minuten angeblich nicht überschritten. Gleich nach der Installation stehen die grundlegenden Funktionen zur Verfügung. So kann man sofort anfangen Blogartikel zu erstellen und diese in Kategorien einzuordnen. Auch können dem Artikel Tags und Metadaten zugewiesen werden. Die Beiträge können nicht nur auf einer Webseite gezeigt, sondern auch per Feed abgerufen werden. Hierzu werden die Protokolle RSS 2.0 sowie RSS 0.93 und Atom 0.3 verwendet. Allerdings können mit WordPress auch normale Webseiten verwaltet werden. Auch eine Versionierung der Seiten und einzelner Artikel kann vorgenommen werden. Unter diese lassen sich auch Kommentare und Links einfügen und verwalten. Mit dem Redaktionssystem können bis zu 5 Benutzer angelegt werden, wobei sich diese in einem Administrator, einen Redakteur, einen Autor, einen Mitarbeiter und einen Leser unterteilen. Auch ein Medienuploader steht bereit und es kann eine komplette Volltextsuche genutzt werden. Als Texteditor wurd der TinyMCE verwendet.

Unzählige Plug-ins

WordPress kann durch Plug-ins um viele Funktionen erweitert werden. Diese können auch entsprechend bearbeitet werden, um sie den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Hierzu wird der Code-Editor in WordPress gleich mitgeliefert. Mehr als 5000 Plug-ins können heute geladen werden. Dabei stammen diese entweder vom Entwickler oder von Dritten. Alle Plug-ins können direkt über den Plug-in Browser gesucht und installiert werden. So kann man sich etwa ein Plug-in für ein neues Log-in-Verfahren installieren. Hier kann man dann LDAP oder OpenID verwenden. Auch Shibboleth kann genutzt werden. Auf diesem Weg kann man den Blog zum Beispiel auch mit Twitter verbinden oder man kann eine eigene Statistikfunktion in WordPress integrieren. Vom Hersteller selbst gibt es Plug-ins, welche sich direkt mit den hauseigenen Produkten wie bbPress, einer Forensoftware und Akismet, einer Anti-Spam-Lösung, verbinden lassen.

Movie - Die Themes für WordPress

In WordPress kommt die Theme-Technik zum Einsatz. Diese trennt den Programmkern klar vom Design. Somit können schnell und leicht neue Layouts entwickelt werden. Hierfür muss man nichteinmal mit dem Code von WordPress vertraut sein. In ein Theme können aber auch Funktionen programmiert werden, sodass sich an diesem Punkt der Systemkern und die Designs wieder berühren. Ein Theme besteht in der Regel aus PHP und HTML-Code. Dabei ist der Aufbau eines jeden Designs aber immer gleich. Entwickler haben sich diesen Umstand zunutze gemacht, und haben Themes entworfen, in welchen alle wesentlichen Bausteine enthalten sind. Somit kann praktisch gleich ein eigenes Theme entworfen werden.

Ab der Version 1.5 bis hin zu 3.0 war Kubrick, benannt nach Stanley Kubrick, als Standarddesign eingestellt. Über den Theme-Browser können viele weitere Themes direkt geladen und installiert werden. Dabei sind auch die Themes von WordPress unter der GPL-Lizenz lizenziert. Das neue Theme heißt Twenty Ten, wobei man die alten Designs nur noch separat laden kann. Kurz darauf wurde das Theme Twenty Eleven für den Download bereit gestellt. In WordPress können die Themes auch direkt bearbeitet werden. Ein entsprechender Editor liegt dem Paket bei, wobei allerdings keine Hervorhebung der Syntax erfolgt.

Inoffizieller App-Store

Seit 2012 gibt es auch einen inoffiziellen App-Store. Dieser wurde von Brad Touesnard in leben gerufen, und ermöglicht den Zugriff auf Plug-ins, welche nicht allgemein verfügbar sind. Auch Premium-Themes können hier für WordPress geladen werden. Mit WordPress 3.5 kam auch wieder ein neues Theme in Umlauf, welches als Twenty Twelve bezeichnet wird. Diese Version von WordPress wurde im übrigen dem Jazzmusiker Elvin Jones gewidmet.

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