Auto-News: Nokia Kartendienst Here an Audi, BMW und Daimler verkauft

von Kuster, Sophia veröffentlicht

Auto-News: Nokia Kartendienst Here an Audi, BMW und Daimler verkauft

© Nokia Kartendienst Here

Auto-News: Nokia Kartendienst Here an Audi, BMW und Daimler verkauft

Der schon vielfach diskutierte und wohl gut ausgereifte Nokia Kartendienst Here geht jetzt an die Autohersteller Audi, BMW und Daimler über.

Auto-News: Nokia Kartendienst Here verkauft

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Eine große Neuigkeit für die Entwicklung des Automobilmarktes wurde kürzlich bekannt: Der Nokia Kartendienst Here wird von den Automobilherstellern Audi, Daimler und BMW gekauft, und zwar für circa 2,8 Milliarden Euro. Dieser Milliardendeal wahr wohl eine äußerst sinnvolle Entscheidung für alle Beteiligten, denn die Autokonzerne bereiten damit das sogenannte autonome Fahren weiter vor.

So steigen Audi, Daimler und BMW ein

Nun ist also klar, dass der Nokia Kartendienst Here bald zu Audi, Daimler und BMW gehören wird. Doch wie soll dies ablaufen? Nun, rein rechtlich teilen sich die drei Konzerne die Rechte an dem Dienst. Der Dienst wird in diesem Sinne in drei Drittel aufgeteilt, jedes Unternehmen erhält eines davon. Praktisch sieht es natürlich ein wenig anders aus. Das Tochterunternehmen von Nokia bleibt als solches bestehen und behält voraussichtlich auch seine rund 6000 Angestellten. Lediglich die Eigentumsverhältnisse haben sich geändert. Wie auch immer – die Autohersteller werden die Erkenntnisse aus dem Nokia-Projekt sehr gut nutzen können. Das autonome Fahren liegt voll im Trend, was die aktuellen Entwicklungen und Neuerungen angeht. Nokia hat mit seinem Kartendienst bereits extrem präzise Karten erstellt, die natürlich alle digital perfekt aufbereitet sind. Damit haben die Autohersteller jetzt eine Schlüsseltechnologie in der Hand, die die Basis für künftige Verkehrssysteme ist. So liegt es also auf der Hand, weshalb das Unternehmen den Autokonzernen circa 2,8 Milliarden Euro wert war.

Wie sehen die Nutzungsszenarien für den Dienst Here aus?

Here, der Nokia Kartendienst soll künftig in vielen europäischen Wagen genutzt werden. Durch die Allianz aus den genannten Herstellern ist die Verbreitung des Dienstes natürlich weitestgehend gesichert. Auch wenn es außergewöhnlich ist, dass sich drei Autohersteller zusammengeschlossen haben, um gemeinsam einen Handel abzuschließen, war es doch ein strategischer Schachzug. Die Hersteller stehen unter einem hohen Druck, denn wenn der Kartendienst an andere Autohersteller gegangen wäre, hätten die drei genannten wohl das deutliche Nachsehen gehabt. Auch ein Verkauf an Google ist wohl befürchtet worden.

Unabhängig sein – das war das Ziel

Durch den Kauf von Here können Audi und Co. nun agieren, ohne auf dauerhafte Vertragsabschlüsse und weitere, langwierige Verhandlungen angewiesen zu sein. Schließlich gehört ihnen die Plattform nun selbst. Damit verhindern sie unter anderem eine extreme Preistreiberei, der sie ausgeliefert gewesen wären. Ein weiterer Vorteil des Deals: Nun haben die Autohersteller den Hebel in der Hand und entscheiden, wer die Daten künftig mitnutzen darf. Doch eine Einschränkung gibt es noch, bevor der Kauf wirklich gültig werden kann. Die Regulierungsbehörde muss noch zustimmen. Außerdem ist die Konkurrenz natürlich hellwach. So arbeitet beispielsweise Apple schon an ähnlichem Kartenmaterial und Google lässt sogar schon autonome Autos auf Teststrecken fahren.

Was kann ein solches Navigationssystem?

Die Leistungsfähigkeit von Here ist besonders gut zu erkennen, wenn man einmal mit einem autonomen Auto gefahren ist oder sich mit den einschlägigen Berichten gefasst hat. Karten wie Here sind unerlässlich für die sogenannte Echtzeitnavigation und für ausgeklügelte Assistenzsysteme. Darüber hinaus tragen sie dazu bei, so manche Verkehrsbehinderung zu lokalisieren und davor zu warnen. Kenner sprechen von einer echten Revolution für die Mobilität auf unseren Straßen.

Wie funktioniert ein System, das auf dem Nokia Kartendienst basiert?

Seine Vorzüge spielt der Nokia Kartendienst Here für Daimler, Audi und BMW aus, wenn damit gefahren wird. Hier kommt es vor allem auf die Präzision an. Für den Kartendienst werden hochsensible Laserscanner eingesetzt, die eine Genauigkeit von 10 bis 20 Zentimeter erreichen. Es existiert bereits eine Teststrecke, die von München bis Holledau verläuft und die eine gute Funktion erahnen lässt.

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