Back-up Assist: Parkplatzsuche und Einparken via Surround View Systems

von Aachen, Ulrike veröffentlicht

Back-up Assist: Parkplatzsuche und Einparken via Surround View Systems

© Continental

Back-up Assist: Parkplatzsuche und Einparken via Surround View Systems

Schlagworte wie Back-up Assist und Surround View Systems werden wohl schon bald zu den alltäglichen Standards für Parkplatzsuche und Einparken werden.

Back-up Assist: Parkplatzsuche und Einparken via Surround View Systems

Wer in Zukunft sicher einparken möchte und wer sich wünscht, einfacher freie Parklücken zu finden und zu „erobern“, darf sich auf spannende neue Entwicklungen freuen. Dafür sorgt so manches sogenannte Back-up Assist System, das derzeit in Entwicklung oder bereits ausgereift ist. IM Rahmen eines wichtigen Branchenevents hatte die Firma Continental schon im Mai dieses Jahres auf die aktuellen Entwicklungen hingewiesen. Das Unternehmen hat einen sogenannten Back-up Assist entwickelt. Bei der Veranstaltung in Ismaning, die im Allianz Zentrum für Technik (AZT) stattfand, standen Surround View Systems im Fokus des Interesses. Dieses arbeitet mit einer hochentwickelten Kamera, die sich im Heck des Fahrzeugs befindet. Besonders praktisch ist, dass die Kameravariante mit Fischaugenkameras arbeitet. Diese „blicken“ in alle Richtungen und sind damit prädestiniert für erfolgreiche Einparkvorgänge. Es ist kein Problem, das gesamte Fahrzeugumfeld auf einmal zu checken. So wird sogar das automatisierte Einparken möglich. Von den neuen Möglichkeiten schwärmt auch der Leiter des Bereiches Zukunftsentwicklung der Division Chassis & Safety, Alfred Eckert. Sogar die Nutzung von schrägen Parklücken wird auf diese Art und Weise zum Kinderspiel, ebenso wie die Erkennung von weißen Markierungen bei Parkplätzen. Die letztgenannte Funktion konnten die herkömmlichen Ultraschallsensoren bisher nicht leisten.

Mit dem Back-up Assist spielend einfach Einparken

Wenn ein Back-up Assist ins Spiel kommt, ist das im ersten Moment sicherlich ungewohnt. Doch wenn man das Einparken damit erst einmal erprobt hat, möchte man es in der Regel nicht mehr missen. Die Experten haben bereits einen Prototypen entwickelt und präsentieren die Optionen des Systems. Ein großer Vorteil ist es, dass sich der Autofahrer künftig nicht einmal mehr innerhalb seines Wagens befinden muss, wenn er einparkt.

Die Besonderheiten der Fischaugenkameras bei den Surround View Systems

Betrachtet man den Versuchsträger, den die Experten entwickelt haben, dann fallen vor allem die beeindruckenden Fischaugenkameras auf – es sind vier an der Zahl. Eine Kamera ist vorn am Kühlergrill installiert, eine weitere am Wagenheck und jeweils eine Kamera am unteren Ende der Seitenspiegel. Bei jeder Kamera dürfen die Anwender von einem Erfassungswinkeln von 180° profitieren. Es ergibt sich also eine Rundumsicht auf die ganzen 360° rund um den Wagen. Besonders angenehm ist es, dass der Back-up Assist seine Ergebnisse auf dem im Auto befindlichen Touchscreen präsentiert. Alle ausreichend großen Parkplätze, die groß genug zum Einparken sind, werden angezeigt.

Parkplatz gefunden? So geht es mit dem Back-up Assist weiter

Mit der Parkplatzsuche endet die Leistungsfähigkeit des Surround View Systems selbstverständlich nicht. Vielmehr darf der Fahrer dem Fahrzeug auch die nächsten Schritte überlassen – das gesamte Einparken. Zunächst wählt der Fahrer auf dem Touchscreen den gewünschten Parkplatz, indem er ihn antippt, dann wird der Parkvorgang gestartet. Die Parklücke darf parallel zur Fahrbahn liegen oder auch rechten Winkel zur Fahrspur. Durch die Objektkarte im Fahrerassistenzsystem kann der Wagen ganz nach Bedarf sicher arbeiten. Er gibt Gas, lenkt, wechselt die Gänge, hält an und verriegelt schließlich auch die Feststellbremse.

Doch lieber ein anderer Parkplatz?

Das Einparken ist einfach, wenn Surround View Systems ihre Arbeit tun. Die Wahl, den Parkplatz ganz nach eigenem Gutdünken zu wählen, bleibt natürlich erhalten. Wer weitersuchen möchte, verschiebt ganz einfach den Fahrzeugumriss auf dem Screen in die gewünschte Richtung.

Das Einparken aus der Ferne starten

Wer die Parkplatzsuche erfolgreich hinter sich gebracht hat, kann ganz einfach aussteigen und den Parkprozess aus der Ferne starten. Dies wird „Remote Parking“ genannt. Für die Sicherheit ist es wichtig, dass der Button in der App so lange gedrückt wird, bis der Parkvorgang beendet ist. Dies erleichtert das schnelle Stoppen im Ernstfall.

Automatisierte Parkplatzsuche – bald in Serienreife?

Wer Neuerungen mag und die Entwicklungen in der Automobilindustrie mit Begeisterung verfolgt, darf bald auch die Serienreife der neuen Anwendungen erwarten. Die automatisierte Parkplatzsuche und die anderen beschriebenen Funktionen werden wohl schon bald in die Serienreife übergehen. Auf der Basis der neuen Assistenzfunktionen lassen sich noch viele Highlights in Wagen integrieren – es bleibt also spannend. Beispiel hierfür sind auch Querverkehrsassistenten und der automatische Bremseingriff beim Zurücksetzen.

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